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Valencia (val./katal.:València)

In der Region Valencia gibt es acht Vías Verdes, vier davon konnten wir bisher befahren. Da die Bahnstrecken, die die Mittelmeerküste mit dem Inland verbanden, einen großen Höhenunterschied überwinden mussten, folgen sie meist den Flusstälern und es waren reichlich Brücken und Tunnel erforderlich. Über 1000 m hoch führen die Strecken aus einer üppigen mediterranen Landschaft in die kahlen, von Erosion geprägten Hochebenen. Einige Abschnitte dieser Bahnstrecken wurden nie fertiggestellt und es fuhr nie ein Zug auf diesen Trassen.

Die Stadt Valencia ist mit 800 000 Einwohnern eines der großen Zentren Spaniens, im Großraum leben rund 2 Millionen Menschen.

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1. Via Verde de Ojos Negros I ( 70 km)

Die Geschichte dieser Bahnlinie ist kurios: Aufgrund der hohen Transportkosten für ihr Eisenerz, baute die Minengesellschaft eine über 200 km lange Bahnstrecke parallel zu der bereits bestehenden. Die Schmalspurtrasse verband die Minen von Ojos Negros (etwa 50 km nördlich von Teruél) mit dem Hafen von Sagunt nördlich von Valencia am Mittelmeer. Es mussten14 Tunnel und 37 Viadukte oder Brücken gebaut werden um die Höhendifferenz von über 1200 m zu überwinden.

Der Radweg auf der Trasse ist in zwei Abschnitte unterteilt, der zweite (Ojos Negros II) gehört zur Provinz Aragón (siehe dort). Inzwischen ist die Strecke Algimia - Teruél/Los Baños - Santa Eulalia durchgehend ausgebaut, so dass der gesamte Radweg eine Länge von rund 165 km erreicht.

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2. Via Verde del Maigmó ( 22 km)

Nicht ganz so spektakulär, aber immer noch über 2 große Viadukte und durch 6 Tunnel verläuft dieser 22 km lange Radweg auf einer Bahntrasse, die nie fertiggestellt wurde. Durch ein karges Land schlängelt sich die Strecke bis auf 660 m über dem Meer.

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3. Via Verde de Alcoi ( Alcoy) ( 12 km)

Nur 12 km lang ist der gut ausgebaute und asphaltierte Abschnitt der geplanten Verbindung zwischen der Handelsstadt Alcoi nach Alicante, auf der nie ein Zug fuhr. Ein lohnenswerter Radweg , der über drei große Viadukte und durch 10 Tunnel (sämtlich beleuchtet!) führt.

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4. Via Verde del Serpis (40 km)

Die „Eisenbahn der Engländer“ wurde diese Bahnlinie einer Britischen Gesellschaft genannt. Entlang des Rio Serpis durch eine einsame Landschaft mit üppiger Vegetation geht es 40 km von Muro de Alcoi nach Gandía, zunächst auf Asphalt, dann über eine äußerst ruppige Schotterpiste, die nur mit einem robustem Rad befahren werden sollte. Durch 6 düstere, unbeleuchtete Tunnel fährt man durch die atemberaubende Landschaft der „Höllenschlucht“, bis man nach 27 km an einer der 5 fehlenden Metallbrücken abrupt gestoppt wird. Über eine steile Umfahrung mit beträchtlichem Höhenunterschied (100 Hm) kann man den Rest der Strecke zur Küste nach Gandía erreichen.

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