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Ecopista do Vouga: Foz do Rio Mau - Fontelas do Vouga (10,5 km)

 Befahrung 05/2017

Die Eisenbahnstrecke durch das Tal des Flusses Vouga (Linha do Vouga, oder ursprünglich Linha do Vale do Vouga) war eine Bahnstrecke in Meterspur, deren Ast die Hauptstrecke mit der Stadt Viseu verband. Dieser Abschnitt von 79 km Länge wurde 1990 stillgelegt. Die Strecke am Fluss Vouga entlang zweigte in Sernada do Vouga ab und führte über Oliveira de Frades und São Pedro do Sul nach Viseu, wo der Anschluss an die Linha do Dao (heute Ecopista) bestand. Inzwischen ist diese Bahnstrecke ebenfalls stillgelegt und Viseu vom Bahnverkehr völlig abgeschnitten.

Als Radweg ausgebaut ist der Abschnitt von der kleinen Ansiedlung Foz do Rio Mau nach Fontelas do Vouga, wo der Ausbau nach 10,5 Kilometern plötzlich endet und in einen holprigen Feldweg übergeht. Befahrbar ist auch der westliche Abschnitt zwischen Carvoeiro und Foz de Rio Mau, als Percurso de Águeda bezeichnet (2,5 km ab dem ehemaligen Haltepunkt Carvoeiro, Bahnkilometer 63,9).

Mit einem geländegängigen Rad fahrbar ist auch der Abschnitt Carvoeiro - Foz (ca. 2,5 km) und evtl. auch weitere Abschnitte von Fontelas in Richtung Viseu. Die asphaltierte Strecke führt landschaft besonders schön zunächst am Fluss entlang, windet sich aber schon bald fast unmerklich den Hang hinauf in die Berg und führt durch Tunnel und über Brücken. Herausragendes Bauwerk ist die Brücke über den Rio Vouga bei Poço de Santiago, im Verlauf der Strecke sind 6 relativ kurze Tunnel befahrbar. Der ehemalige Bahnhof Paradela ist bewirtschaftet.

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Geschichte:

Die Bahnlinie des Astes nach Viseu ging 1914 in Betrieb. der Abschnitt ab Sernada do Vouga nach Viseu wurde 1990 stillgelegt.

Der erste Abschnitt des Radwegs zwischen Foz do Rio Mau und dem Bahnhof Paradela wurde 2009 eröffnet, der zweite Teil zwischen Paradela und Cedrim/Fontelas  wurde am 7. September 2013 freigegeben.

Im Eisenbahnmuseum in Macinhata do Vouga, im noch aktiven Bahnabschnitt bei Sernada do Vouga, stehen die Lokomotiven der Anfangszeit, teils aus der deutschen Maschinenfabrik Kessler in Esslingen, teils von der Firma Henschel in Kassel.

 

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Die Stationen:

Foz do Rio Mau (Bahnkilometer 66,28) - Poço de Santiago - Cedrim - (Ende des Ausbaus ca. bei Bahnkilometer 76,9 nahe Fontelas do Vouga)

Die großen Bauwerke der Strecke:

Ponte de Poço de Santiago - Steinbrücke aus dem Jahr 1913 über den Rio Vouga, 28 m hoch, Länge 165 m, 12 ungleiche Bögen, Spannweite des zentralen Bogens 53 m an der Basis.

6 Tunnel sind im ausgebauten Abschnitt befahrbar: Túnel de Ródão (29 m), Túnel de Carvoeira (42 m), Túnel de Vale Côvo (16 m), Túnel de Bouça Pedra (60 m), Túnel de Zebadinho (32 m), und Túnel de Tapada Velha(47 m).

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Radweg über die Brücke "Ponte do Poço de Santiago"

 

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

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 Strecke mit Google Earth™ ansehen und Trackdownload (gpx):

[Googlebild.jpg] Anklicken (Google Earth muss installiert sein!)

GPX-Track Download (anklicken) [GPSLogo.jpg]

 
Am Bahnhof Sernada do Vouga, wo die Bahnlinie in Richtung Viseu von der Hauptstrecke abzweigte, stehen die Regionalzüge der aktiven Bahnstrecke vor ihrem Depot.

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Nur 5 Kilometer am Fluss entlang, über den Ort Carvoeiro, erreicht man den offiziellen Startpunkt der Ecopista do Vouga. Dort, an der Mündung des Rio Mau in den Rio Vouga, beginnt unsere Fahrt. Die Bahnstrecke ist auch schon ab Carvoeiro aus befahrbar, allerding ist dieser Abschnitt nicht asphaltiert (ca. 2,5 km).

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 In der kleinen Ansiedelung Foz do Rio Mau führt ein Wegweiser direkt von der Hauptsraße N16 links hinauf auf die Trasse. Die Stelle ist unübersichtlich, Vorsicht, Autoverkehr!

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Die Kilometrierung Ecopista ist nicht einheitlich, hier ist das erste Mal der Kilometer Null.

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 Die asphaltierte Strecke führt schön am Hang oberhalb der Straße und des Flusses entlang.

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Die hölzernen Geländer wurden erneuert, aber der Ashalt ist in einigen Abschnitten stark beschädigt.

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Schon kurz vor Kilometer 1 erscheint der erste, kurze Tunnel (29m).

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                 An den Felswänden entlang hat man immer wieder freien Blick hinab auf den Fluss.

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Dann taucht zwischen den Bäumen ein großes Brückenbauwerk auf. Wir erreichen den Haltepunkt Poço de Santiago.

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Auffahrt auf die Brücke -  Tief unten der Fluss.

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Mit einem riesigem Steinbogen überspannt die Brücke den Rio Vouga.

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Auf der anderen Seite des Flusses geht es am Hang entlang aufwärts, zwischen der Felswand und Terrassen. Der 2. Tunnel liegt vor uns, er ist nur 43 m lang.

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Noch kürzer ist der nächste, ein Felsentor von 16 m Länge. Danach öffnet sich die Landschaft ein wenig.

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Noch einmal durch einen tiefen Einschnitt und an den lästigen Pfostensperren vorbei, dann erkennt man in der Ferne schon das Gelände eines Bahnhofs.

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