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Ecopista do Minho: Valença - Monção (16,1 km)

 Befahrung 05/2017

Ganz im Norden Portugals, dort wo der Rio Minho (span. Miño) die Grenze zu Spanien bildet, findet man einen landschaftlich schönen und leicht zu befahrenden Bahntrassenradweg. Die durchgängig asphaltierte Strecke zwischen den Ortschaften Valença do Minho und Monção entstand auf einem 16 Kilometer langen Abschnitt der Bahnstrecke "Linha do Minho", die die Städte Oporto (Porto) und Valença an der spanischen Grenze verband (ehem. Gesamtlänge 134 km).

Der Radweg auf der Bahntrasse beginnt in der Stadt Valença an der Verzweigung der Bahnstrecken nur etwa 500 m vom aktiven Bahnhof entfernt. Die internationale Brücke nach Tui (Spanien) befindet sich nur ca. 1,5 km nordwestlich und ist auf einem Fahrradweg erreichbar. Am Abzweig von der N101 in die Rua da Ponte Seca befindet sich ein kleiner, unscheinbarer Wegweiser zum Beginn des Radwegs am Streckenposten km 130,221. Hier hat man auch einen kleinen Parkplatz eingerichtet.

Der Radweg führt zunächst in nordöstlicher, dann in östlicher Richtung durch die Ebene und nähert sich schon bald dem Rio Minho. Schöne Ausblicke auf den Fluss hat man im letzten Drittel der Ecopista. Sehenswert sind die alten Bahnhofsgebäude, die sämtlich erhalten sind und teils mit den hübschen typischen blauen Kacheln (Azulejos) verziert sind. Leider endet der Radweg schon nach 16 km in der Kleinstadt Monção, die eine hübsche Altstadt zu bieten hat und für ihren Wein (Vinho Verde) bekannt ist.

Der Radweg, der 2004 eröffnet wurde und 2012 um ein kurzes Stück verlängert wurde, erhielt 2009 einen Preis der "European Greenways". Seither ist der Zustand der Strecke in die Jahre gekommen, und einige Erneuerungen wären dringend geboten. Besonders störend sind die viel zu häufigen, teils verrotteten Pfostensperren aus Holz, die dem Radler vor allem im letzten (neuen) Abschnitt das Leben schwer machen. Auch die Beschilderung und die Kilometrierung könnte eine Erneuerung vertragen. Die aspahltierte Fahrbahn weist in einigen Abschnitten Verwerfungen durch Baumwurzeln auf, die aufmerksame Fahrweise erfordern. Bei unserer Befahrung fanden wir an der Strecke selbst keine Bewirtung, die Bahnhofsgebäude waren verlassen oder verschlossen.

Die Landschaft mit ihrer üppigen südlichen Vegetation und die Ausblicke über den Fluss enschädigen für die kleinen Ärgernisse und bieten dem Radler einen autofreien Zugang zu dieser Flusslandschaft Nordportugals.

Geschichte:

Die Bahnlinie wurde 1915 als Verzweigung der bereits bestehenden Strecke Porto - Valença in Betrieb genommen. Erst zum Jahresende 1989 wurde der Abschnitt Valença - Monção stillgelegt.

Der erste Abschnitt des Radwegs (12 km) von Valença nach Cortes/Senhora da Cabeça wurde am 14.11.2004 freigegeben, weitere 4 km bis Monção am 12.03.2012. Ein Abstecher zur internationalen Brücke Monção - Salvaterra (0,63 km) wurde 2013 gebaut.

Die Stationen:

Valença do Minho - Ganfei - Verdoejo - Friestas - Lapela - Senhora da Cabeça - Monção

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Internationale Brücke über den Rio Minho bei Valença

 
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Unweit des Bahnhofs Valença an der N101 führt ein kleiner Wegweiser in die Straße Rua da Ponte Seca zum Ausgangspunkt der Ecvopista. Auch die Zufahrt von der internationalen Brücke aus ist auf Radwegen möglich (1,7 km). Der ehemalige Grenzposten ist verwaist, hier gibt es auch gute Parkmöglichkeiten.

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 Das Häuschen des Streckenpostens bei Kilometer 130,221: Einige wenige Parkplätze sind auch hier vorhanden. Mit den abstrusen Barrikaden beginnt die rote Asphaltfahrbahn auf der ehemaligen Bahntrasse.

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Brücken überqueren den folgenden Einschnitt. Auf breiter Fahrbahn geht es durch den Grüngürtel Richtung Nordosten auf den Fluss zu.

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Durch ein Wäldchen und über eine kleine Brücke geht die Fahrt. Dann öffnet sich die Landschaft. Hier wächst der grüne Wein der Region (Vinho Verde).

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Auf der anderen Flussseite in Spanien liegt der Ort Tui, überragt von einer mächtigen Kathedrale.

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                Bahnhof Ganfei, mit Trimmgeräten.  "Azulejos" verzieren das vermauerte Gebäude, und die Inschrift aus Kacheln ist gut erhalten.

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Vorsicht an den defekten Pfostensperren mitten auf der Fahrbahn! Eine schier endlose Gerade liegt vor uns.

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Einfahrt ins Bahnhofsgelände von Verdoejo. Auch dieser Bahnhof ist vermauert und beschmiert.

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Wegweisung und Kilometrierung: Wanderweg-Beschilderung Verdoejo - Monção 14 km. , auf der Ecopista sind es nur 11 km.  Entfernung von Valença : von hier aus 5,7 km.

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Willkommen in Friestas. Auch hier nur ein vergessenes Bahnhofgebäude.

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Noch einmal ein Blick auf die leicht zu umfahrenden Barrikaden, teils schon abgesägt. Ein größeres Bauwerk: die Brücke über einen Nebenarm des Rio Minho.

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 Vorbei an den Weinstöcken - versteckt neben der Strecke das barocke Portal der Quinta do Crasto de Friestas.

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Tief eingegraben in die Felsen folgt die Trasse dem Fluss. Der Ortsrand von Lapela ist erreicht.

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