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Ecopista do Corgo: Vila Real - Sabroso de Aguiar (39,5 km)

 Befahrung 05/2017

Die Ecopista do Corgo liegt im Norden Portugals, im Bergland, nicht weit von der Grenze zu Spanien entfernt. Sie folgt einer stillgelegten Bahnstrecke entlang des Flusses Corgo, der in der Nähe der kleinen Stadt Vila Pouca de Aguiar entspringt und in der Stadt Peso da Régua in den Duoro mündet. Die Bahnstrecke, die Régua mit der Stadt Chaves verband (Linha do Corgo), durchquerte das Bergland des Bezirks Vial Real in Nord-Süd-Richtung und sollte die Verbindung zu den beiden Bahnstrecken am Rio Tamega und von der Linie Guimarães - Fafe herstellen. Diese beiden Bahnlinien erreichten ihren Zielbahnhof Chaves aber nie, und die inzwischen stillgelegten Strecken sind heute teilweise ebenfalls zu Ecopistas ausgebaut.

Der Radweg auf der Bahntrasse beginnt am Rande von Vila Real (ehem. Bhf. Abambres), 28,8 Bahnkilometer nördlich von Régua. Der erste Abschnitt von ca. 14 km ist nicht asphaltiert und führt durch eine einsame Naturlandschaft am Hang oberhalb des Rio Corgo und überwindet einen Höhnunterschied von ca. 200 m. Die nächsten 11 km bis Vila Pouca de Aguiar sind asphaltiert und führen in eine Höhe von rund 730 m ü.NN. Hier liegt der Scheitelpunkt der Strecke. Der asphaltierte Radweg abwärts auf der Bahntrasse nach Pedras Salgadas endet nach weiteren 14 km an der Kreisgrenze zu Chaves, 4 km nach dem Bahnhof Sabroso (Bahnkilometer 68,28). Eine Weiterfahrt auf der Bahntrasse (Schotter, Feldweg) ist mit dem MTB ggf. möglich (auf eigenes Risiko).

Die  Ecopista do Corgo hat keine aufwändigen Bauwerke vorzuweisen, ihre Stärke liegt in der großartigen Landschaft hoch über dem Flusstal des Corgo und durch die einsamen Berge der historischen Region "Trás-os-Montes".

Geschichte:

Die Bahnlinie wurde in mehreren Abschnitten zwischen 1906 und 1921 in Betrieb genommen. Der Abschnitt Vila Pouca de Aguiar - Chaves  wurde am 1. Januar 1990 stillgelegt, der Verkehr auf der Strecke  Vila Real -Regua am 24.März 2009 vorübergehend eingestellt. Nach einer anschließenden Modernisierung ging die Bahnlinie jedoch bis heute nicht wieder in Betrieb. Somit ist die Stadt mit ihren 50.000 Einwohnern vom Bahnverkehr abgeschnitten.

Der erste Abschnitt des Radwegs (14 km) vom Bahnhof Abambres (km 28,8) bis zur Kreisgrenze von Vila Pouca de Aguiar (km 42,8) wurde im September 2013 freigegeben, der zweite Abschnitt von Vila Pouca de Aguiar nach Pedras Salgadas am 16. August 2008 (Dieser Abschnitt war wohl schon ab 2005 befahrbar).

Die Stationen:

(Vila Real) - Abambres - Cigarrosa - Fortunho - Samardã - Tourencinho - Zimão - Parada de Aguiar - Vila Pouca de Aguiar - Nuzedo - Pedras Salgadas - Sabroso - (Loivos)

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Ecopista do Corgo zwischen Vila Real und Vila Pouca de Aguiar

 
 Strecke mit Google Earth™ ansehen und Trackdownload (gpx):

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Am Rande von Vila Real befindet sich der alte Bahnhof von Abambres. Hier liegen noch Schienenreste, die Bahntrasse zur Station Vila Real (3,7 km) ist nicht befahrbar, teilweise überbaut.

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 Man findet keinen Hinweis auf den Radweg, aber auf der anderen Straßenseite in nördlicher Richtung beginnt ein Weg: Durchfahrt verboten, frei für Fahrräder!

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Die Fahrt auf der Trasse beginnt. Leicht berauf geht es am Hang entlang.

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 Auf einer Gitterbrücke überquert man den Rio Pequeno. Eine Betonsperre blockiert die Zufahrt für Autos: Erlaubt sind nur Fußgänger, Reiter und Radler!

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Ehemaliger Haltepunkt Cigarrosa, ein Schild ist übriggeblieben. Inzwischen hat der Radweg an Höhe gewonnen, hinter uns im Tal liegt die Stadt Vila Real.

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                 Die Trasse schneidet sich durch die Felsen. Bei Fortunho geht es kurz an der Straße entlang, die Autobahn wird zweimal unterquert.

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                 Der Bahnhof von Fortunho ist nur noch eine Ruine.

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An dem kleinen Ort vorbei, auch der folgende Abschnitt ist durch eine massive Sperre vor Autos geschützt. Tief unten überquert die Schnellstraße den Fluss.

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Auch der Bahnhof von Samardã verfällt. Die alte Inschrift hat noch überlebt.

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Nun beginnt die Fahrt durch einen grünen Tunnel. Schon fast etwas gespenstisch erscheint die Ruine des Streckenpostens.

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Weiter hinauf in die Berge, eine lange Gerade liegt hinter uns.  Wir erreichen die Kreisgrenze nach Vila Pouca de Aguiar (Blick zurück).

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Hinter der Betonsperre beginnt der Asphalt. Nun beginnt einer der schönsten Streckenabschnitte zunächst bergab. An den Rastplätzen fehlen die Bänke!

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Wie ein grünes Band schlängelt sich der Rio Corgo durch die felsige Landschaft. Die Quelle ist nicht mehr weit.

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 Hatten wir bisher nur Ruinen der alten Bahnhöfe vorgefunden, präsentiert sich das Bahnhofsgebäude von Tourencinho in restauriertem Zustand. Die Gebäude werden als Kulturzentrum genutzt.

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Die Gebäude des Bahnhofs von Zimão sind hingegen wohl aufgegeben worden.

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Nur 2,3 km weiter, am Bahnhof Parada de Aguiar, gibt es einen kleinen Rastplatz. Das Gebäude wird privat genutzt.

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