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Via Verde Valle del Eresma (48 km)

 Befahrung 09/2016

Am Rande der Stadt Segovia, die etwa 90 Kilometer nordwestlich von Madrid am Nordrand der Sierra de Guadarrama gelegen ist, beginnt ein Radweg, der durch die einsame Landschaft entlang des Flusses Eresma führt. Die Provinzhauptstadt Segovia liegt auf einem Felssporn in etwa 1000 m über dem Meeresspiegel am Zusammenfluss des Río Eresma und des Río Clamores. Sie ist bekannt wegen seines großen römischen Viaduktes und wegen der zahlreichen Monumente, die zum UNESCO- Welterbe gehören. Schon von weitem erkennt der Besucher die gotische Kathedrale und die Burganlage (Alcázar), die die Altstadt überragen. 

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Geschichte:

Die ehemalige Bahnlinie verband Segovia mit der 92 Bahnkilometer weiter nordwestlich gelegenen Stadt Medina del Campo. Im Jahre 1884 wurde die Strecke in Betrieb genommen, 1993 wurde der Zugverkehr eingestellt. Zurück blieb eine verwaiste Bahntrasse, die inzwischen auf einer Länge von 48 km zur Vía Verde ausgebaut wurde.
Die alte Bahnlinie wurde vom Neubau der Schnellbahnstrecke (AVE) abgelöst, die seit 2008 die Hauptstadt Madrid mit der Stadt Valladolid verbindet.
Der Bahnhof "Segovia - Guiomar" der Schnellbahn AVE liegt etwa 5 km südöstlich außerhalb der Stadt.

Die Strecke:

Der Radweg beginnt ca. 1 km südlich des aktiven Bahnhofs (ca. 1000 m ü.NN) - -  an der "Eisenbrücke" (Puente Metálico) über die Straße Ctra. Villacastín. Hier befinden sich Wegweiser und eine Informationstafel. Die Brücke selbst wurde nicht in den Radweg eingebunden. Da der alte Stadtbahnhof von Segovia ein Kopfbahnhof ist, mussten die Regionalzüge Richtung Madrid (Atocha) in Gegenrichtung wieder ausfahren. Nur noch spärlich verkehren die Züge der Linie 53 (Media Distancia).
Der Radweg auf der Trasse beginnt nun einen kontinuierlichen Abstieg hinab zum Fluss Eresma, nur unterbrochen durch die Umfahrungen, die durch die Zerstörung der alten Trasse durch den Neubau der Schnellbahn und der Zufahrtsstraßen notwendig wurden. Nach einem Kilometer durchquert man den ersten der zwei Tunnel des Radwegs, nach knapp 11 km (880 m ü.NN.) erreicht man die erste Brücke. Ab hier folgt der Radweg dem Fluss bis zur Eisenbrücke kurz nach dem Bahnhof Yanguas de Eresma (ca. Kilometer 26). Nun entfernt sich die Vía Verde langsam vom Río Eresma und biegt bald in westlicher Richtung ab. Durch die vom Getreideanbau geprägte Hochebene erreicht man den alten Bahnhof von Ortigosa del Pestaño. Kurz danach erreicht man die Neubaustrecke des AVE. Eine kerzengerade Piste auf der alten Trasse führt durch die Pinienwälder, in denen heute noch Harz aus den Baumstämmen gewonnen wird. Nach etwa 10 km, zuletzt wieder durch Getreidefelder, endet der Radweg am Ortsrand von Nava de la Asunción.
Nur noch 250 m durch den Ort fährt man zum alten Bahnhof (am Freibad, Bar). Ein Weiterbau der Strecke bis nach Olmedo ist bereits auf den Infotafeln eingezeichnet, die Umsetzung lässt bisher auf sich warten.

Die Bahnhöfe:

Segovia (km 0) -  Hontanares del Eresma (km 13,2) -  Ahusin (km 18,9 - Haltepunkt) - Yanguas de Eresma /Carbonero el Mayor (km 24,8) -  Armuña Bernardos (km 30,7 - Haltepunkt) -  Ortigosa de Pestaño/Sta. Maria de Nieva (km 36,7) - Nava de la Asunción (km 48,2)

 

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

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Der Regionalbahnhof von Segovia ist ein Kopfbahnhof, der nur noch spärlich angefahren wird. Der Bahnhof der Hochgeschwindigkeitszüge liegt 5 km außerhalb des Zentrums.

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Der Radweg auf der Trasse beginnt an der Eisenbrücke (Puente Metálico) über die Straße Ctra. Villacastín. Hier findet man auch eine Infotafel. Eine Rampe führt hinauf auf das Niveau der Brücke, hier gibt es ein paar Bänke.  

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Die Brücke selbst ist nicht befahrbar, bis zur Einmündung in die aktive Strecke sind es nur 400 m.

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Ein felsiger Einschnitt wird durchquert, hier zweigt eine stillgelegte Schleife Richtung Süden ab (Blick zurück).

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Die Strecke führt in einem großen Bogen aus dem Stadtgebiet heraus, von etwa 1000 m ü.NN. immer leicht bergab. Der erste Kilometer ist schon "geschafft".

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Licht einschalten: Der erste von 2 Tunneln der Strecke: Perogordo, 175 m lang, bei Kilometer 2,422! (Ostportal)...

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.... und Westportal (km 2,597).

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Blick zurück Richtung Segovia. Die felsigen Einschnitte bleiben zurück.

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Die Schnellbahntrasse überquert die alte Bahnlinie, der Radweg überquert die N-110 und folgt in einigen Metern Abstand dem neuen Schienenweg.

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Die alte Trasse, die in leichten Kurven verlief, wurde von der neuen, schnurgeraden Strecke zerstört. Vorbei am Tennisgelände, immer am neuen Bahndamm entlang, erreicht man eine alte Einsiedelei. Nur ein kurzes Stück weiter, am Industriegebiet, führt eine enge Unterführung auf die andere Seite der Schnellbahntrasse. Den Wegweisern der Vía Verde folgend erreicht man wieder die intakte, alte Trasse. Der Río Eresma wird überquert, eine schöne und einsame Strecke am Rande der Flussauen beginnt.

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Der Ort Hontanares de Eresma kommt in Sicht.  Eine Straßenquerung am Ortseingang: Der alte Bahnhof und eine Wohnsiedlung liegen ca. einen Kilometer weiter nördlich des alten Ortes.

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Einfahrt ins Bahnhofsgelände. Das schöne alte Gebäude ist leider nur noch eine Ruine.

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Wir sind bei Bahn-Kilometer 13,215

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Und weiter geht es kerzengerade, links der Fluss und rechts ein Meer an Getreidefeldern. Im Blick zurück erkennt man am Horizont gerade noch die Berge der Sierra de Guadarrama.

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Die Kilometrierung: alt und neu, Bahnstrecke und Vía Verde - dicht beieinander!

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Immer am Rand der Auenwälder entlang, dann durch ein felsiges Gebiet am Rande der Getreidefelder.

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Am Haltepunkt Ahusin (km 18,9) ist ein kleiner Rastplatz entstanden.  Vom ehemaligen Wartehäuschen ist nur noch eine Ruine übrig geblieben. Hinter der Brücke über die Straße nach Carbonero de Ahusín (SG-V 33) erkennt man bereits ein Tunnelportal.

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Der Tunnel Nummer 2  - Ahusin - Kilometer 19,688 bis 19,807 - also 119 m lang.

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