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Ulstertal-Radweg: Philippsthal - Hilders - Ulsterquelle /Rotes Moor (58 km )

Gemeinsam mit dem Rhönradweg und Teil des BahnradwegHessen


 

Allgemeines zur Strecke:

Der Ulstertal-Radweg beginnt in Philippsthal (Werra, Hessen), folgt dem Verlauf der Ulster von der Mündung bis zur Quelle in der "Langen Rhön". Er führt über Geisa und Tann nach Hilders ( Anschluss an den Milseburgradweg bei Aura) und weiter über Ehrenberg-Wüstensachsen zur Ulsterquelle und zum Haus am Roten Moor (Parkplatz). Die Länge der gesamten Strecke beträgt rund 58 km, der Radweg wechselt hierbei mehrfach zwischen Hessen und Thüringen.

Mehrere Radfernwege werden im Verlauf tangiert:

  • BahnradwegHessen: Vom Start an der Werrabrücke in Philippsthal bis Hilders-Aura (Milseburg-Radweg)

  • Rhönradweg: Rhönradweg verläuft im Abschnitt Philippsthal – Wüstensachsen - Parkplatz “Lange Rhön“ gemeinsam mit dem Ulstertalradweg. (Von dort führt der Rhönradweg weiter nach Oberelsbach Richtung Bayerische Rhön.)

  • Hessischer Radfernweg R7 ("Von der Lahn zur Werra"): Beginn in Philippsthal

  • Hessischer Radfernweg R3 ("Auf den Spuren des Spätlesereiters" - Rhein-Main-Kinzig): Der Abschnitt Tann-Fulda verläuft streckenweise mit dem Ulstertalradweg

  • Anbindung des R1 vom Moorhaus nach Gersfeld (R1a): Kurze aber streckenweise steile, beschilderte Strecke auf Nebenstraßen und Waldwegen

Ab Unterbreizbach/Räsa benutzt der Weg hauptsächlich die alte Bahntrasse der ehemaligen Ulstertalbahn (Vacha-Wüstensachsen) bzw. verläuft ab Pferdsdorf direkt neben der alten Bahnlinie bis nach Wenigentaft (Anschluss an den Kegelspiel-Radweg und den Oechsenbahn-Radweg). Zwischen Aura und Hilders (2 km) nutzen Milseburgradweg und Ulstertalradweg die gleiche Trasse.

Mit der Einrichtunge des BahnradwegHessen erhielt auch der gemeinsame Abschnitt mit dem Ulstertalradweg eine neue, normgerechte Beschilderung. Die alte Beschilderung ist teilweise noch vorhanden, ebenso wie die Schilder des regionalen hessischen Radwegs Waldhessen R14.

 
Die Stärken des Ulstertalradwegs liegen in seinem Verlauf durch die ehemalige Grenzregion zwischen BRD und DDR, in der sich abschnittweise eine unberührte Natur entwickeln konnte (sogenannter Ulstersack). Überhaupt braucht die landschaftliche Schönheit zwischen Werra und Hochrhön keinen Vergleich zu scheuen. Schwächen hat der Radweg im Bereich der Straßenkreuzungen und bei den Ortsdurchfahrten sowie bei der Streckenführung im mittleren und obereren Abschnitt (siehe unten bei der Bildbeschreibung).

 

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Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

Der Radweg lässt sich in drei Teile untergliedern:

  • Unterer Abschnitt: Philippsthal - Hilders (rund 40 km): Völlig eben verläuft der Radweg entlang der Ulster und streckenweise auf der alten Bahntrasse von Philippsthal bis nach Tann-Wendershausen. Nur geringe Anstiege folgen bis nach Aura zum Milseburgradweg, allerdings verläuft der Radweg zwischen Esbachsgraben und Aura auf der engen K50 (ca. 5 km) und ist trotz der Hinweistafeln für die Autofahrer nur mit Einschränkungen für Familien mit kleineren Kindern geeignet (gefährlich eng fahren manchmal die Autos vorbei). Auch in Thüringen, zwischen Geisa und Schleid (rund 1,5 km), verläuft der Radweg auf einer Nebenstraße (K93). Kritisch muss auch der kurze innerörtliche Verkauf in Buttlar auf der B84 (rund 250 m) gesehen werden.

  • Mittlerer Abschnitt: Hilders - Wüstensachsen (9,5 km): Dieser Abschnitt ist geprägt von einigen heftigen Steigungen und Gefälle, da man die alte Bahntrasse und das Viadukt in Thaiden nicht in den Verlauf des Radwegs einbezogen hat. Leider verläuft der Radweg auch nicht im Tal wie die Bundesstraße 278, sondern am Hang. Die Eignung des Radwegs ist in diesem Abschnitt demnach eher für sportlichere Fahrer und weniger für Familien mit jüngeren Kindern oder Rollstuhlfahrer gegeben. Eventuell ist die Eignung in der Gegenrichtung (talwärts) zu bevorzugen. Vorteil der Streckenführung sind herrliche Ausblicke ins Tal der Ulster.
  • Oberer Abschnitt: Wüstensachsen - Ulsterquelle/Parkplatz Rotes Moor (8,5 km): In diesem Abschnitt muss der Anstieg in die Berge der Rhön bewältigt werden. Die Strecke führt durch das Naturschutzgebiet Kesselrain. Ab dem Waldrand, ca 1 km hinter Wüstensachsen, steigt die Strecke auf einer schottrigen Piste recht kräftig an. Nach 2,5 km erreicht man die Straße nach Oberelsbach zum Parkplatz am Skilift (Kesselrain). Dieser Abschnitt ist am ehesten für MTB geeignet, ein stabiles Fahrrad ist erforderlich. Alternativen: Ab Wüstensachsen auf der Straße L 3395 (Richtung Oberelsbach - Vorsicht Autoverkehr!), oder Absteigen und Schieben! Informationen zum Busshuttle erhält man beim Fremdenverkehrsamt.
Oberfläche: Der größe Teil der Strecke ist asphaltiert. Nichtasphaltierte Abschnitte sind:
      • ca. 600 m entlang der Ulster zwischen Philippsthal und Unterbreizbach

      • ca. 1 km im "Ulstersack" (hessisches Gebiet) zwischen Pferdsdorf und Wenigentaft

      • ca. 2,5 km am Kesselrain hinter Wüstensachsen und nochmals 3 km bis zum Haus am Roten Moor

Entfernungen:

  • Philippsthal - Ulsterquelle: 56 km plus 2 km zum Haus am Roten Moor;

  • Philippsthal - Wenigentaft: 11 km; (Anschluss an den Kegelspiel-Radweg/Oechsenbahn-Radweg)

  • Philippsthal - Buttlar: 13 km;

  • Philippsthal - Geisa: 18 km

  • Philippsthal - Tann/Hasenmühle: 28 km

  • Philippsthal - Aura 37,5 km (Anschluss an den Milseburg-Radweg) plus 2 km nach Hilders

  • Hilders - Ulsterquelle 18 km (starker Anstieg!)

Verpflegung/Gaststätten/Übernachtung:

In den Ortschaften. Die alten Bahnhöfe, sofern noch vorhanden, sind in Privatbesitz und standen für eine Bewirtschaftung wohl leider nicht zur Verfügung. Biergärten z.B.: Tann/Hasenmühle, Buttlar (Schwarzer Adler an der Ulsterbrücke) Der Biergarten am Bahnhof Hilders ist leider nicht mehr vorhanden.

Höhenprofil der Strecke:

Das Höhenprofil des Rhönradwegs/Ulstertalradwegs finden sie hier: [ProfilLogo.png]

Streckenverlauf:

Philippsthal (Hessen) – Unterbreizbach (Thüringen) – Pferdsdorf (-Bahnhof) - Wenigentaft – Buttlar (Abzweigung des Oechsenbahn-Radwegs)– Borsch – Geisa - Schleid – Motzlar- - Günthers (Hessen ) –Tann -Lahrbach - Esbachsgraben- Unterrückersbach - Neuschwambach - Aura (Milseburgradweg) – Hilders - Findlos - Batten -Thaiden - Seiferts - Melperts - Wüstensachsen - Ulsterquelle - Haus am Roten Moor

Beschilderung:

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Neue normgerechte Beschilderung am Ulstertalradweg: Gemeinsam mit dem BahnradwegHessen und dem Rhön-Radweg

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Das Logo des Ulstertalradwegs

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Gemeinsam mit dem Hessischen Fernradweg R3

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Startpunkt an der Werrabrücke in Philippsthal auf 227 m üNN (Ulsterquelle: auf 818 m üNN)

GPS-Track Download: Rechtsklick, Ziel speichern unter....
Strecke in Google™ Earth betrachten: anklicken, Google Earth muss installiert sein!
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Abschnitt 1: Philippsthal - Hilders. Gemeinsamer Abschnitt mit dem Rhönradweg und dem BahnradwegHessen

Der erste Abschnitt des Ulstertalradwegs von Philippsthal nach Hilders enthält keine starken Steigungen. Die Abschnitte auf der ehemaligen Bahntrasse abseits vom Autoverkehr sind besonders familiengeeignet. Vorsicht ist an den Überquerungen der Bundesstraße geboten. Die Teilstrecke Esbachsgraben - Aura auf der K50 ist nur eingeschränkt zu empfehlen da nicht verkehrsfrei. Ein kurzer Abschnitt zwischen Philippsthal und Unterbreizbach und der Abschnitt im Ulstersack sind nicht asphaltiert.

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Höhenprofil des Abschnitts Philippsthal - Geisa

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Im Schlosshof in Philippsthal am Hessischen Fernradweg R7 startet unsere Tour. Durch das Tor und links bergab auf einer Pflasterstraße am Park entlang Richtung Werra erreicht man die Brücke über die Werra. Dort beginnt die Wegweisung ins Ulstertal und man findet in Informationstafel mit Karte zum BahnradwegHessen.

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Ein Stück entlang der Straße bis zur B 62, dann rechts ab und am Ortsende links die Bundesstraße überqueren. Die neuen Wegweiser sind nicht zu übersehen. Nach kurzer Fahrt stadtauswärts erreicht man die Trasse der Grubenbahn. Hier wurde auch eine Infotafel aufgestellt.

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Entlang der Bahnlinie, zunächst noch asphaltiert folgt man der Bahnlinie und der Ulster flussaufwärts.

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Dann endet der Asphaltbelag. Vorbei an einer neuen Schutzhütte nähern wir uns der Grenze zu Thüringen. Dieser Abschnitt führt landschaftlich reizvoll direkt an der Ulster entlang.

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Im Grenzbereich hat sich eine üppige Vegetation erhalten. Vergessene Grenzsteine stehen am Rade des Weges.

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Hier findet man noch die alte Beschilderung. Die Trasse der Grubenbahn wird unterquert, dann ist der Radweg wieder asphaltiert.

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Eine weite Landschaft öffnet sich, der Radweg führt immer entlang der Bahnstrecke. Der Abzweig vor Unterbreizbach ist schlecht beschildert, links halten!

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Die Anlagen des Kalibergbaus der Region (Schacht Unterbreizbach) tauchen vor uns auf. Der mächtige Abraumberg des Monte Kali scheint bis an die Häuser heranzuragen.

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Weiter geht es entlang der Ulster. Nach kurzer Fahrt erreicht man die Ulsterbrücke vor Räsa. Achtung, hier kann man sich leicht verfahren: Nur ein kleiner Wegweiser in "luftiger Höhe" zeigt den Weg: rechts ab über die Brücke und nach der Brücke über die Straße auf die ehemalige Bahntrasse!

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Ein toller Abschnitt auf der Bahntrasse am linken Ulsterufer beginnt, ideal für Kinder, Inliner und zum Genussradeln!

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Vorbei an einer originellen Schutzhütte, dann erreicht man Pferdsdorf. Der Bahnhofsbereich muss umfahren werden (Privatbesitz): Auf die Beschilderung achten (im Jahr 2010 stark verschmutzt!).

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Der Bahnhof Pferdsdorf liegt etwa 1 km südlich der Ortschaft. Das Bahnhofsgebäude wird als Wohnhaus genutzt und wurde liebevoll restauriert - Gemälde als Erinnerung an vergangene Zeiten.

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Der Radweg verläuft nun links neben der alten Bahntrasse. Neue Schutzhütten und Teiche, sowie eine Holzbrücke über die Ulster sind hier entstanden.

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Wir nähern uns der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Auf dem Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen ist ein neuer Weg entstanden! Nun folgt ein kurzer nicht asphaltierter Abschnitt auf hessischen Gebiet (Ulstersack). Reichlich Schlaglöcher und Pfützen, auch wenn immer wieder mal mit Kies/Splitt ausgebessert wird. Hier hat sich seit Jahren nichts gebessert.

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Die Natur hat die Bahnstrecke zurück erobert. Die Brücke über den Mansbach ist im Gestrüpp zu erkennen.

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Durch die Wiesen geht es Richtung Wenigentaft. Kein Auto ist zu hören, die nächste Straße ist weit entfernt! Wieder in Thüringen ist der Radweg wieder asphaltiert

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Der Bahnhofsbereich Wenigentaft-Mansbach taucht auf. Hier befand sich auch der Ausgangs-Bahnhof der ehemaligen Lokalbahn nach Oechsen (Oechsenbahn-Radweg). Das originelle Gebäude wurde 2012 abgerissen.

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Der Bahnhof Wenigentaft-Mansbach wird als Wohnhaus genutzt.

Der Bahnhof Wenigentaft-Mansbach im Jahr 1947. Im Hintergrund links ist noch der alte Wasserturm zu erkennen, der später gesprengt wurde. (Vielen Dank an Frau Anna Glotzbach aus Wenigentaft, die mir freundlicherweise das Bild zur Verfügung gestellt hat)

Etwas weiter südlich, noch vor den Taft- und Ulsterbrücken, zweigt die Trasse der alten Bahnlinie nach Hünfeld ab. Ein Teil der Strecke wurde als Ortsumgehung von Wenigentaft neu ausgebaut.

Der Abzweig zum Kegelspielradweg nach Hünfeld ist beschildert und führt durch den Ort (den kleinen Fahrradwegweisern folgen). Der Ulstertal-Radweg führt weiter über Buttlar, Geisa und Schleid nach Motzlar.



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