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La Rioja

 

Die Region La Rioja ist allgemein für ihren Weinanbau bekannt. Die landwirtschaftlich intensiv genutzte Region südlich des Ebro geht weiter südlich aus der Ebene in die Berglandschaft der Sierra de la Demanda über, die mit ihrem höchsten Berg in eine Höhe von rund 2300 m reicht. Das Klima ist kontinental, warme Sommer, kühle Winter, und es kann auch häufiger einmal kräftig regnen und gewittern, wie wir auf unseren Touren erleben mussten!

Durch die Region verläuft der Camino de Santiago (Jakobsweg),der in den letzten Jahren stark an Popularität zugenommen hat. Entsprechend touristisch ist die Infrakstruktur in den entsprechenden Ortschaften. Abseits der Hauptrouten taucht man in eine einsame und von Touristen wenig besuchte Landschaft ein.

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In der Region Rioja existieren offiziell drei Vías Verdes.: Vía Verde del Río Oja , Vía Verde del Cidacos und Vía Verde de Préjano, die im Folgenden beschrieben werden.

 

   

 

1. Vía Verde del Río Oja (28 km)

 

Südlich des Ebro und etwa 50 Kilometer westlich von Logroño verläuft ein recht unspektakulärer Radweg auf der Trasse der ehemaligen Bahnlinie von Haro nach Ezcaray. Von Casalarreina über Santo Domingo de la Calzada bis in die Ausläufer der Sierra de la Demanda verband ist die Via Verde auf etwa 28 Kilometer befahrbar. Santo Domingo de la Calzada am Jakobsweg ist den Pilgern und Reisenden wohl bekannt, Ezcaray ist ein beliebter Erholungsort. Insofern gibt es eine ausgeprägte touristische Infrastruktur.

 

Vier Bahnhöfe, zwei Brücken und ein Haltepunkt gehören zur gesamten Strecke, der Anstieg von Casalarreina (ca. 500 m NN) über Santo Domingo (630 m NN) nach Ezcaray (820 m NN) ist kaum spürbar, eher schon der Wind, der bisweilen über die Ebene fegt. Aufgrund der geographischen Lage muss man bei Touren auch häufiger mit Regen rechnen als man das von den südlicheren Radwegen Spaniens gewohnt ist.

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2. Vía Verde del Cidacos (34 km)

 

Von der Stadt Calahorra aus folgt die Via Verde dem Verlauf des Rio Cidacos, einem südlichen Nebenfluss des Ebro. Etwa 50 km südöstlich von Logroño und 130 km nordwestlich von Zaragoza liegt der Ausgangspunkt in einer von Touristen wenig besuchten Region. 34 Kilometer hauptsächlich auf der ehemaligen Bahntrasse nach Arnedillo, einem Badeort im bergigen Hinterland, führt ein gut ausgebauter Radweg durch eine einsame Landschaft. Im unteren Teil herrscht noch Landwirtschaftliche Nutzung vor, weiter in den Bergen, wo früher die Eisenerzminen betrieben wurden, findet man eine wenig berührte Naturlandschaft, wo noch Kolonien von Gänsegeiern (Buitres Leonados) zu beobachten sind. „Nur“ zwei Tunnel und zwei Brücken täuschen darüber hinweg, dass dieser Radweg ein spektakuläre Landschaft berührt.

 

310 Höhenmeter werden überwunden, die Route führt von Calahorra über Autol, Quel, Arnedo, Herce und Préjano nach Arnedillo. In Calahorra hat man Anschluss an die Züge der RENFE, ansonsten gibt es eine Autobusverbindung nach Arnedillo. Übernachtungsmöglichkeit und Verpflegung findet man außer in Calahorra noch in Arnedo, Herce und Arnedillo.

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3. Vía Verde de Préjano (5 km)

 

Die Vía Verde de Préjano kann als ein Ausläufer der Vía Verde del Cidacos verstanden werden: Nur etwa vier Kilometer südöstlich von Arnedillo zweigt der Radweg von nur 5 Kilometern Länge auf den Trassen einer alten Minenbahn südlich in die Berge ab. Von einer Ausgangshöhe in 660 m über NN sind noch weiter 70 Höhenmeter ohne Probleme zu überwinden, bis man die verlassenen Minen südwestlich des kleinen Dorfes Préjano erreicht. Ganz in der Nähe, bei Valdemurillo, fand man die Spuren von Dinosauriern.

 

Zwei Tunnel und eine Brücke wurden in den Radweg einbezogen.

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