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Navarra (bask.:Nafarroa)

Die Region Navarra im Norden Spaniens reicht von den Pyrenäen bis ins obere Ebrotal. Im Westen grenzt Navarra an das Baskenland, in den nördlichen Teilen der Region ist baskisch die Amtssprache.

In den bergigen Gebieten des Nordens herrscht Gebirgsklima, das heißt es regnet häufig und die Winter sind recht kalt. Weiter südlich ist das Klima milder, und an den Grenzen zu La Rioja wird reichlich Wein angebaut. Dort ist das Klima auch trockener, die Bardenas Reales de Navarra bei Tudela sind ein Naturschutzgebiet mit wüstenartigem Charakter.

Auch wir mussten auf unserer Tour feststellen, dass Regen im Norden Navarras keine Seltenheit ist, und man sollte deshalb entsprechend ausgerüstet sein. Das Klima hat in den Bergen eine üppige Vegetation hervorgebracht.

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In der Region Navarra gibt es bisher fünf Vías Verdes. Der längste und bekannteste Radweg ist die Via Verde del Plazaola, die nach der Hälfte der Strecke von insgesamt 40 km die Grenze zum Baskenland überquert.

Wie schon so oft war der Anlass für den Bau der alten Eisenbahnstrecke industrieller Natur, die Minen von Plazaola mussten versorgt werden und das Erz zur Verhüttung abtransportiert werden. Über 100 Jahre sind seit dem Bau der Bahnstrecke im Jahre 1904 vergangen, die Strecke ist seit 1958 stillgelegt.

 

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Via Verde del Plazaola (40 km)

Von den fünf Bahntrassenradwegen in Navarra ist die Via Verde del Plazaola sicherlich der eindrucksvollste, nicht nur wegen seiner Länge von 40 km, der 39 Tunnel und 590 m Höhendifferenz, sondern auch wegen des 2,7 km langen Tunnel von Uitzi, dessen Ausbau 2011 abgeschlossen ist. Jetzt ist der beleuchtete Tunnel mit dem Fahrrad durchquerbar, die Wasseransammlungen wurden abgeleitet, die Oberfläche besteht aus einem wassergebundenen Belag (In nassen Jahreszeiten recht matschig). Der Tunnel von Uitzi ist zur Zeit der längste Fahrradtunnel Europas.

Je die Hälfte des Weges liegen auf dem Gebiet von Navarra bzw. dem Baskenland. Fast die gesamte Strecke ist auf der ehemaligen Bahntrasse fahrbar, nur zwei kurze Abschnitte, einer wegen des Autobahnbaus und ein weiterer wegen eines nicht befahrbaren Tunnel müssen umgangen werden.

Die ursprüngliche Bahnlinie, die die Städte San Sebastian und Pamplona verband, entstand als Bergbau/Industriebahn (Ferrocarril Minero) zwischen den Minen von Plazaola und dem Bahnhof Andoain (Ferrocarril del Norte ) .

Von Pamplona kommend kann man schon vor Lekunberri die Reste der alten Bahnlinie finden, so zum Beispiel das Viadukt bei Sarasate in der Nähe von Irurtzun. Etwa ab Mugiro (knapp 2 km vor Lukunberri) kann man die Strecke befahren (Feldweg!).

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Via Verde del Ferrocarril Vasco-Navarro II (46 km)

Die Vía Verde del Ferrocarril Vasco-Navarro (Teil II), die südöstlich von Vitoria-Gasteiz (Baskenland) an der Ostseite des Tunnels von Laminoria beginnt und nach Estella (Navarra) führt, ist auf der Seite des Baskenlandes beschrieben.

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Via Verde del Bidasoa (36 km)

Auch die Vía Verde del Bidasoa überschreitet die Grenze vom Baskenland nach Navarra. Die Beschreibung der Strecke findet man auf der Seite des Baskenkandes.

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Via Verde de la Foz de Lumbier (5,7 km)

Tief in die Berge Navarras hat sich der Fluss Irati in die Berge Navarras eingegraben. Niemand würde hier eine alte Bahnlinie vermuten, aber eine der ältesten elektrifizierten Strecken Spaniens führte duch diese enge Schlucht. Aufgrund der Kürze der Strecke ist  diese Vía Verde eher für Wanderer zu empfehlen. Senkrechte Felswände und steil abfallende Felsen zum Fluss kennzeichen die Strecke. Geier nisten auf den schroffen Felszacken und kreisen hoch über den Besuchern. Das Auto kann man getrost auf dem Parkplatz am Eingang der Schlucht abstellen. Früher führte eine Route des Jakobswegs durch die Enge, aber seit der Zerstörung der Brücke  "Ponte del Diable o de Jesús" bevorzugten die Pilger eine andere Streckenführung.

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