Navarra (bask.:Nafarroa)
|
Die Region Navarra im Norden Spaniens reicht von den Pyrenäen bis ins obere Ebrotal. Im Westen grenzt Navarra an das Baskenland, in den nördlichen Teilen der Region ist baskisch die Amtssprache. In den bergigen Gebieten des Nordens herrscht Bergklima, das heißt es regnet häufig und die Winter sind recht kalt. Weiter südlich ist das Klima milder, und an den Grenzen zu La Rioja wird reichlich Wein angebaut. Dort ist das Klima auch trockener, die Bardenas Reales de Navarra bei Tudela sind ein Naturschutzgebiet mit wüstenartigem Charakter. Auch wir mussten auf unserer Tour feststellen, dass Regen im Norden Navarras keine Seltenheit ist, und man sollte deshalb entsprechend ausgerüstet sein. Das Klima hat in den Bergen eine üppige Vegetation hervorgebracht. |
|
|
|
In der Region Navarra gibt es bisher fünf Vías Verdes. Der längste und bekannteste Radweg ist die Via Verde del Plazaola, die nach der Hälfte der Strecke von insgesamt 40 km die Grenze zum Baskenland überquert. Wie schon so oft war der Anlass für den Bau der alten Eisenbahnstrecke industrieller Natur, die Minen von Plazaola mussten versorgt werden und das Erz zur Verhüttung abtransportiert werden. Über 100 Jahre sind seit dem Bau der Bahnstrecke im Jahre 1904 vergangen, die Strecke ist seit 1958 stillgelegt. |
||
|
|
|
|
|
|
||
Via Verde del Plazaola (40 km)
|
||
|
Von den fünf Bahntrassenradwegen in Navarra ist die Via Verde del Plazaola sicherlich der eindrucksvollste, nicht nur wegen seiner Länge von 40 km und der 39 Tunnel und 590 m Höhendifferenz, sondern auch wegen des 2,7 km langen Tunnel von Uitzi, der zur Zeit (Sommer 2007) ausgebaut wird. Schon jetzt ist der Tunnel mit dem Fahrrad durchquerbar, die Wasseransammlungen wurden bereits abgeleitet, aber die Oberfläche ist teils sehr ruppig, so dass man evtl. schieben muss und es gibt noch keine Beleuchtung. Je die Hälfte des Weges liegen auf dem Gebiet von Navarra bzw. dem Baskenland. Fast die gesamte Strecke ist auf der ehemaligen Bahntrasse fahrbar, nur zwei kurze Abschnitte, einer wegen des Autobahnbaus und ein weiterer wegen eines nicht befahrbaren Tunnel müssen umgangen werden. Die ursprüngliche Bahnlinie, die die Städte San Sebastian und Pamplona verband, entstand als Bergbau/Industriebahn (Ferrocarril Minero) zwischen den Minen von Plazaola und dem Bahnhof Andoain (Ferrocarril del Norte ) . Von Pamplona kommend kann man schon vor Lekunberri die Reste der alten Bahnlinie finden, so zum Beispiel das Viadukt bei Sarasate in der Nähe von Irurtzun. Etwa ab Mugiro (knapp 2 km vor Lukunberri) kann man die Strecke befahren (Feldweg!).
|
||
|
|
||
|
|
||
Nächste Seite: Vía Verde del Plazaola Teil 1: Von Lekunberri zum Tunnel von Uitzi
Vorherige Seite: Via Verde del Noroeste Teil 2: Von El Niño nach Caravaca de la Cruz
![[navarra_html_66216a4b.jpg] [navarra_html_66216a4b.jpg]](http://www.bahntrassenradwege.de/uploads/images/navarra_html_66216a4b.jpg)
![[navarra_html_159cc87b.jpg] [navarra_html_159cc87b.jpg]](http://www.bahntrassenradwege.de/uploads/images/navarra_html_159cc87b.jpg)
![[navarra_html_4cce22ff.jpg] [navarra_html_4cce22ff.jpg]](http://www.bahntrassenradwege.de/uploads/images/navarra_html_4cce22ff.jpg)
![[navarra_html_4a1cc468.jpg] [navarra_html_4a1cc468.jpg]](http://www.bahntrassenradwege.de/uploads/images/navarra_html_4a1cc468.jpg)