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Allgemeines zur Strecke
Aus dem Lahntal bei Runkel-Kerkerbach führt ein Bahntrassenradweg in die Höhen des Westerwaldes: auf der Trasse der ehemaligen Kerkerbachbahn entstand ein Wander- und Radweg, der etwas über 32 km zunächst durch das Tal des Kerkerbachs, dann weiter durch die Berglandschaft bis nach Mengerskirchen führt. Der Radweg ist größtenteils nicht asphaltiert und in einigen Abschnitten verbesserungsbedürftig. Besonders im unteren Abschnitt im Bereich des Naturschutzgebiets Kerkerbachtal ist der Weg zugewachesen, teils nur ein schmaler Pfad, teils ein Waldweg. Teile des Waldweges sind schotterig oder bei Regen matschig, ein stabiles Fahrrad mit breiten Reifen ist hier erforderlich. In den oberen Abschniten findet man besser ausgebaute Waldwege oder Wirtschaftswege, teils sogar asphaltiert. Einige Abschnitte nutzen wenig befahrene Nebenstraßen (Genaueres in der Bilddokumentation). Der ausgeschilderte Radweg verläuft nicht immer auf der ehemaligen Bahntrasse, einige kurze kräftige Anstiege sind deshalb unvermeidlich, wie man im Höhenprofil erkennen kann. Ein "richtiger" Bahntrassenradweg ist der ca. 4 km lange Abschnitt bei Fussingen, der auch landschaftlich zu den schönsten Abschnitten des Kerkerbachtal-Radwegs zählt. Die Beschilderung ist nicht immer eindeutig, an einigen Stellen fehlerhaft, unvollständig, oder schlecht zu sehen.
Die Stärken des Kerkerbachtal-Radwegs liegen in seiner Naturnähe und dem Verlauf abseits der großen Fernstraßen. Die ausgespochen schöne und teils einsame Landschaft des Westerwaldes und die alten Industrierelikte der Region aus den Zeiten des Eisenerzabbaus machen die Attraktivität dieses Radweges aus.
Nähere Angaben zur Streckenführung
Der Abzweig vom Lahntal-Radweg und Hessischen Radfernweg R7 liegt nur knapp 2 km von Runkel in Richtung Steeden beim Industriegebiet Kerkerbach, ist hier gut beschildert und somit leicht zu finden. Der Radweg aber zunächst Waldwegcharakter, ist zugewachsen, die Oberfläche teils schottrig oder bei Nässe aufgeweicht. Der Kerkerbach begleitet die Strecke talaufwärts. Im weiteren Verlauf wird die Wegweisung schlechter (siehe unten) es besteht die Möglichkeit sich verfahren. Offiziell wird auf dem Abschnitt Kerkerbach - Eschenau eine getrennte Beschilderung für Wanderer und Radler ausgewiesen, ebenso wie im Abschnitt Waldernbach-(Rückershausen) -Mengerskirchen. Dies ist in der Praxis nicht so deutlich erkennbar, wenn man den kleinen Logos des Radwegs folgt.
Ab Hofen wird der Waldweg besser, man fährt vorbei an den alten Stollen des Eisenerzabbaus. In einem Schlenker führt der Radweg durch Eschenau und weiter nach Christianshütte. Dieser Abschnitt verläuft nicht auf der ehemaligen Bahntrasse. Wer sich den GPS-Track in Google Earth herunterläd, kann den Verlauf der zugewachsenen Bahnstrecke im Vergleich zum Radweg meist noch recht gut erkennen. Zwischen Christianshütte und Heckholzhausen verlaufen kurze Abschnitte auf Nebenstraßen. In Heckholzhausen sollte man sich das Lokdenkmal nicht entgehen lassen. Dazu muss man am südlichen Ortseingang der Bahnhofstraße in den Ort folgen, die Beschilderung des Radwegs führt leider abseits der alten Lokomotive vorbei.
Hinter Heckholzhausen geht es wieder auf gutem Waldweg auf die Bahntrasse, vorbei an der alten Verladeeinrichtung einer Tongrube, die dazugehörige Gubenlok steht verlassen auf einem Parkplatz in Hintermeilingen. Am Ortsausgang von Hintermeilingen muss man aufpassen, dass man den Abzweig nach links Richtung Fussingen nicht verpasst. Vorbei am Sportplatz geht es bergauf durch den Wald und wieder hinab auf die Bahntrasse. Es folgt einer der schönsten Abschnitte des Radwegs.
An der L3278 Richtung Waldernbach wird die Bahntrasse wieder verlassen. Auf Wald- und Wirtschaftswegen geht es über Waldernbach nach Mengerskirchen, vorbei am Seeweiher. Dieser Abschnitt entspricht dem Radfernweg R8. Auch eine Alternativstrecke über Rückershausen ist beschildert.
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