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Draisinenstrecke auf der Eichsfelder "Kanonenbahn"

 Stand 08/2017

Hauptstrecke von Lengenfeld unterm Stein über Küllstedt (13,5 km) nach Dingelstädt (21 km)

Zusatzstrecke talwärts: Lengenfeld - Geismar 3,5 km

Kanonenbahn-Radweg 1. Abschnitt (Küllstedt - Dingelstädt)

 

Achtung: Auf dieser Seite können Sie keine Fahrten buchen! Die Kontaktadresse und Telefonnummern finden Sie hier: "Erlebnis Draisine" (externer Link, anklicken)

Anstelle der Umwandlung nicht mehr genutzter Bahnstrecken in Fahrradwege, bietet sich auch die Verwendung als Draisinenstrecke an. Im August 2017 wurde auf der ehemals zweigleisig angelegten Bahnstrecke der Berlin-Wetzlarer Bahn (genannt "Kanonenbahn") der erste Abschnitt des Kanonenbahnradwegs eingeweiht. Von Dingelstädt zum Bahnhof Küllstedt nutzt dieser Radweg die zweite Spur (ca. 8 km) der alten Bahntrasse.

Der Abschnitt der Kanonenbahn im thüringischen Eichsfeld von Dingelstädt nach Geismar ist eine sehr attraktive Strecke. Von der Hochebene des Eichsfelds hinab ins Werratal wurden aufwändige Bauwerke benötigt, damit die Lokomotiven dem Höhenunterschied von rund  150 Metern auf  13 km bewältigen konnten. Fünf Tunnel von zusammen etwa 2,5 km, drei große Viadukte und mehrere kleine Brücken waren auf diesem Trassenabschnitt notwendig. Alleine der Küllstedter Tunnel ist mit seinen 1530 m Länge für die damalige Zeit ein respektables Bauwerk, das nach Fertigstellung des Radwegs in naher Zukunft der längste Fahrradtunnel Deutschlands werden wird. Auch das spektakuläre eiserne Viadukt von Lengenfeld, das mit 244 m Länge in 24 m Höhe den Ort überspannt, ist eine Attraktion.

Die gleichmäßige Steigung der Bahntrasse ist sowohl mit den Fahrrad-Draisinen, als auch für untrainierte Fahrradfahrerr gut zu bewätigen, und die Talfahrt durch Tunnel und über Brücken ist nicht nur für Kinder ein toller Spaß!

Die Erfindung der Draisine geht übrigens auf den badischen Erfinder Karl Drais (1817) zurück. Die Entwicklung seiner Erfindung führte von der Laufmaschine zur Eisenbahn-Draisine und auch zum Fahrrad.

 

Mit großem Engagement hat der Eichsfelder Kanonenbahnverein in Lengenfeld unterm Stein (nicht mit Lengefeld verwechseln!) den Abschnitt Lengenfeld - Dingelstädt in eine Draisinenstrecke verwandelt. Auf der Webseite der "Erlebnis Draisine"  findet man alles über Anmeldung, Termine und Preise.

Es sind 4 Routen möglich:(1) Lengenfeld - Großbartloff (1,5 Stunden), (2) Lengenfeld - Küllstedt (4,5 Stunden) und (3) Lengenfeld - Dingelstädt (6 Stunden). Die Fahrt von Lengenfeld talwärts nach Geismar (3,5 km) ist auch ohne Voranmeldung möglich (ohne Gewähr!).

Die interessanteste Route ist die Fahrt nach Küllstedt 13,6 km,(einfache Strecke), für die Fahrt bergauf und zurück zum Bahnhof sind maximal 4,5 Stunden eingeplant. Die Draisinen müssen zu einer festen Uhrzeit gewendet werden, was mit den vorhandenen Drehscheiben kein Problem ist.

Die Talfahrt nach Geismar hat leider keine Tunnel und Viadukte mehr zu bieten. Einst führte die Strecke der Kanonenbahn von Lengenfeld weiter talwärts nach Frieda an der Werra. Das Frieda-Viadukt, nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze schon auf hessischem Gebiet, das mit fast 100 m Länge und knapp 26 m Höhe das Tal überspannte, wurde  bereits 1945 gesprengt. Der kurz darauf folgende Frieda-Tunnel (1066 m) diente ab 1947 noch lange Zeit als Versuchseinrichtung der Bundesbahn, wurde dann aber 1989 geschlossen und verfüllt.

Die Stationen:

Bahnhof Lengenfeld - Viadukt - Schloss Bischofstein - Entenbergtunnel - HP Großbartloff - Heiligenbergtunnel - Rottenbach - Mühlenbergtunnel 2 - HP Effelder - Mühlenbergtunnel 1 - Luttergrund - Hübental - Küllstedter Tunnel - Büttstedter Viadukt - Bahnhof Küllstedt - Kefferhäuser Viadukt -  HP Kefferhausen - Schranke - Bahnhof Dingelstädt.

 

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Wer Spaß an der Sache hat, findet bei www.bahntrassenradeln.de eine Übersicht über alle Draisinenstrecken in Deutschland.

Höhenprofil

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Übersichtskarte der Draisinenstrecke

 

Strecke mit Google Earth ansehen und Trackdownload

[Googlebild.jpg]  anklicken, Google Earth muss installiert sein!

[GPSLogo.jpg] Rechtsklick


Streckenbeschreibung

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Wenn man von Frieda - Geismar aus nach Lengenfeld kommt, fährt man kurz nach der Einfahrt in den Ort rechts ab Richtung Bahnhof. Die Draisinen-Wegweiser sind gut sichtbar angebracht. Das riesige Viadukt (24 m hoch, 244 m lang) führt quer durch den Ort und dominiert das gesamte Bild.

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Bahnhof Lengenfeld unterm Stein. Am Bahnhof warten die Draisinen in ihrer “Garage” auf die Abfahrt.

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Inzwischen ist für größere Gruppen auch eine Fahrt mit der Elektrodraisine möglich. Fahrkarten für die Fahrten erhält man jetzt im restaurierten Waggon.

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Letzter Check der Draisinen, dann geht es aufwärts zum Viadukt.

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Die Fahrt über das Viadukt ist sicher einer der Höhepunkte der Strecke!

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Am Schloss Bischofstein, heute eine Internatsschule, wird eine Straße überquert: Vorsicht!

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Jetzt geht die Fahrt durch den 288 m langen Entenbergtunnel!

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Noch einmal kräftig in die Pedale treten, dann ist Großbartloff erreicht.

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Der alte Haltepunkt liegt direkt vor dem nächsten Tunnel: Heiligenbergtunnel, 198 m lang.

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Licht am Ende des Tunnels! Die nächste Plattform ist am Haltepunkt Rottenbach.

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Schon folgt der Große Mühlbergtunnel (343 m), gleich sind wir am Haltepunkt Effelder.

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Der kleine Mühlbergtunnel (155 m) ist der einzige kerzengerade Tunnel der Strecke. Wir passieren nun einen felsigen Abschnitt.

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Nach dem Haltepunkt Luttergrund passieren wir eine kleine Brücke. Es geht merklich weiter bergauf, vorbei am Haltepunkt Hübental.

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Dann liegt das Westportal des Küllstedter Tunnel vor uns.

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Die beiden Tunnelportale haben schöne Türmchen, über dem Westportal steht die Jahreszahl 1875.

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Ein eiskalter Hauch weht aus dem Tunnel, Jacken zu, Mütze auf!  1530 m Dunkelheit erwarten uns, zum Glück gibt es Scheinwerfer an der Draisine.

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Das Ostportal ist erreicht, es wird wieder hell. Der Schlussstein trägt die Jahreszahl 1879 - 4 Jahre Bauzeit.

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Weiter geht die Fahrt, über das Büttstedter Viadukt. 

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Weiter Richtung Bahnhof Küllstedt. Vorsicht an der Weiche!

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Vorbei am alten Bahnhof Küllstedt -  dann endet die Tour Nummer 2.! Hier gibt es einen Rastplatz und eine Gaststätte. Für die Rückfahrt müssen die Draisinen gewendet werden, geht ganz einfach auf den Drehscheiben.

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Im Jahr 2017 war erstmals die Weiterfahrt nach Dingelstädt möglich. Auch der lange geplante Ausbau des Kanonenbahn-Radwegs hatte begonnen. Der erste Abschnitt des Radwegs auf dem 2. Gleisbett vom Bahnhof Küllstedt zum Bahnhof Dingelstädt (Schranke) wurde im August 2017 freigegeben.

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