<< nach unten >> 

Aktuelles

12.12.2019 - Spanien

Update Spanien 2019: Baskenland, Kastilien und Leon, Extremadura. Nachtrag 2018: Andalusien

Die Vía Verde de los Molinos del Agua in Andalusien, führt von der Stadt Huelva in die Berge des Minengebietes von Rio Tinto. Fertiggestellt ist schon seit langem der Abschnitt bis in den kleinen Ort Valverde del Camino. Auch wenn von den zahlreichen alten Mühlen (Molinos) in der offensichtlich früher wasserreichen Region nicht mehr viel zu sehen ist, lohnt sich die Fahrt durch die dünn besiedelte und strukturschwache südspanische Provinz. Der Weiterbau zu den Erz-Minen am Rio Tinto ist geplant oder bereits im Bau. Die Fahrt mit der Museumsbahn durch das riesige verlassene Tagebaugebiet mit seinen Farben, den rostigen alten Anlagen und Maschinen ist ein beeindruckendes Erlebnis und ein Denkmal der Zerstörung und Ausbeutung. Der "rote Fluss" ist der eigenartig anmutende Begleiter der Besucher im Verlauf der alten Bahnstrecke. In der Umgebung befinden sich auch Gebiete, in denen heute mit modernen Mitteln Tagebau betrieben wird.

Die Vía Verde de la Plata ist ein Radwege-Projekt der Vías Verdes/Caminos Naturales, das der stillgelegten Bahnlinie zwischen den Städten Salamanca und Plasencia folgt. Der Name wurde von der alten Handelstraße hergeleitet, die bereits zur Zeit der römischen Herrschaft entstanden war. Fertiggestellt sind zwei Abschnitte von 20 bzw. 43 km, die Verbinding der beiden Abschnitte (ca. 60 km) und der Anschluss an die Stadt Plasencia (25 km) sind geplant. Der südliche Abschnitt von 43 km überquert die Provinzgrenze zwischen Kastilien/Leon und der Extremadura. Der Radweg führt vorbei an der fast 1000 m hoch gelegenen Stadt Béjar und dem gleichnamigen Gebirge und zählt landschaftluch zu den schönsten Strecken, die wir in Spanien befahren haben.

Die baskischen Radwege haben wir erstmals vor über 10 Jahren befahren, deshalb war ein Update nun dringend notwendig. Folgende wichtige Änderungen haben sich ergeben (ohne Ansprcuh auf Vollständigkeit!):

Vía Verde de los Montes de Hierro: Dieser Weg ist eine Zusammenlegung der bereits vorhandene Wege im Hinterland der Region Bilbao/Baskenland/Navarra und schließt  z.B. den schon früher beschriebenen Weg Vía Verde de Galdames ein. Auch die benachbarten Bahntrassenradwege in Kantabrien (Castro Urdiales) werden berührt. Durch die neue Struktur sind nun gut 33 km befahrbar. Der Radweg erschließt die Überbleibsel der alten Minenregion mit den Kunstbauten wie Tunnel und Brücken, die für den Bergbaubetrieb und den Abtransport erforderlich waren.

Die Vía Verde del Urola ist ein spektakulärer Radweg auf einer alten Schmalspurtrasse am gleichnamigen Fluss entlang in die Bergregion des Baskenlandes. Zahllose Tunnel und Brücken sind das Merkmal der Vía Verde durch das Flusstal in dieser zerklüfteten Bergregion. Mit der Überarbeitung der Webseite wird auch die Verlängerung Richtung Küste berücksichtigt.

Der Grenzfluss Bidasoa ist der nördlichste der Radwege im Baskenland und der Autonomen Gemeinschaft Navarra. Die seit langer Zeit stillgelegte Bahnstrecke ist die Basis für einen Radweg in die Berge am Rande der Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien. Die Webseite wurde überarbeitet, einige Ausbauarbeiten wurden aufgenommen und die Bilder aktualisiert. Der Radweg birgt noch Verbesserungspotential, einige Reparaturarbeiten wären wünschenswert, vor allem an der Fahrbahn. Eine Verlängerung des Radweg auf der Trasse nach Elizondo wird diskutiert. Die Vía Verde böte (dann) den Radlern die Möglichkeit für einen Zugang ins Tal Baztán, dessen Namen der Bidasoa in seinem oberen Abschnitt jenseits von San Esteban/Doneztebe trägt.

Vía Verde del Val de Zafán: Die Bahnstrecke von (Sant Carles de la Rapida) - Tortosa - Alcañiz - La Puebla de Hijar, genannt Ferrocarril del Val de Zafán, wurde nie ganz fertigestellt. Die Trasse zwischen Tortosa und La Puebla ist auf einer Länge von ca. 130 km durchgängig befahrbar, nur kurze lokale Umfahrungen (Tunnel) verlaufen abseits der Trasse. Den letzten Abschnitt von Alcañiz nach La Puebla de Hijar  (36km) haben wir im Jahr 2019 erstmals komplett befahren können, obwohl der Abschnitt Valdealgorfa - Puigmoreno offiziell gar nicht ausgebaut ist. Einer der Höhepunkte ist das Aquädukt kurz vor dem Endpunkt, das hinter einem langen Tunnel den Einschnitt der Trasse überquert.



<< Vorherige Seite nach oben Nächste Seite >>