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Vía Verde del Plazaola Teil 1: Von Lekunberri zum Tunnel von Uitzi


 

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Allgemeines zur Strecke:

 

Der erste Teil der 40 Kilometer langen Strecke - etwa die Hälfte (19,3 km) - gehört zum Verwaltungsgebiet von Navarra. Schon etwa ab Mugiro kann man auf der Trasse fahren (2 km zusätzliche Strecke), wir empfehlen aber den Einstieg am ehemaligen Bahnhof von Lekunberri. Dort findet man eine Kaffee-Bar, einen Fahrradverleih, einen Andenkenladen mit Informationsstelle und einen ”Spielewaggon” für Kinder mit Informationen zur Geschichte der Bahnstrecke.
 
:Von hier sind es etwa 5 km (Luftlinie 3,6 km) zum Tunnel von Uitzi, dem längsten Fahrradtunnel Europas. Seit 2011 ist das 2,7 km lange Bauwerk ausgebaut und mit einer durch Bewegungsmelder gesteuerten Beleuchtung ausgestattet. Ich empfehle dennoch, eine gute Beleuchtungsanlage mitzuführen und einen Helm zu tragen! Bei eventuellem Ausfall des Stromes ist es stockfinster.
 
Die Fahrbahn im Tunnel besteht aus einer wassergebundenen Oberfläche und ist zeitweise recht matschig. Es ist kalt im Tunnel und die Luftfeuchte hoch.
Sehenswert sind die mineralischen Ausblühungen und Tropfsteinformationen an der Tunnelwand.
 
Eine Umfahrung über den Ort Uitzi (Na-1700) ist möglich. Der Weg zweigt bei Kilometer 12 von der Landstrasse ab, es ist ein größerer Höhenunterschied zu überwinden. Die Umfahrung soll ca. 4 km lang sein.
 
Die Trasse folgt im ersten Abschnitt dem Rio Larraun. Nach dem Tunnel von Uitzi trifft man bei Leiza auf den Rio Leizarán, dem der Radweg im 2. Abschnitt folgt.
 
39 Tunnel müssen durchfahren werden, außer dem Tunnel von Uitzi ist der Tunnel von Leitza mit 649 m Länge bemerkenswert. Das restaurierte Viadukt von Auzokalte kurz vor Andoain ist eines der großen Brückenbauwerke der Strecke.
 
Man beachte bei der Routenplanung, dass man sich im Gebirge befindet, es kann zu schnellen Wetteränderungen kommen. Angemessene Bekleidung und die Mitnahme von Proviant ist unbedingt anzuraten.
 
Der erste Teil des Radwegs auf dem Gebiet von Navarra ist weitgehend autofrei, der 2. Teil auf dem Gebiet von Gipuzkoa ist weniger gut ausgebaut und dient auch als Abfahrtsweg für Forstverkehr (Vorsicht vor den Holzlastern in den Tunneln, unbedingt Licht einschalten!).
 
Der Ausbau weiterer Abschnitte der Bahnstrecke zum Radweg ist in Planung: Mugiro - Irurtzun ( 9 km ) und Irurtzun - Pamplona ( 21 km ).
Außer der offiziellen Strecke als Via Verde del Plazaola gibt es noch einen ausgebauten Trassenabschnitt und befahrbaren Tunnel nahe Lasarte-Oria (Tunel de Kaxkarro, Tunnel Nr. 66). (Quelle www.plazaola.net)

 

Übersichtskarte und Höhenprofil:

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

 

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Streckenverlauf und Informationen zur alten Bahnstrecke:

 

Vía Verde von: (Mugiro) - Lekunberri - Tunél de Uitzi - Leitza - Andoain

Die ehemals 84 km lange alte Bahnstrecke "Ferrocarril de Plazaola" verband Pamplona (Lasarte-Oria) mit San Sebastian. In den Anfängen im Jahre 1904 fungierte die Bahnlinie als Minenbahn zwischen dem Abbaugebiet von Plazaola und Andoain. 1914 erfolgte der endgültige Ausbau zur vollwertigen Bahnstrecke mit Personen und Güterverkehr zwischen Pamplona und San Sebastian. Die Stilllegung erfolgte 1958 (Quelle: Guia de Vias Verde Vol 1). Eine ausführliche Beschreibung der alten Bahnlinie findet man z.B. hier.

Die Charakteristik der Landschaft im Norden Spaniens war die Ursache für den Bau der vielen Tunnel. Insgesamt hatte die Strecke zwischen Pamplona und Lasarte-Oria 66 Tunnel, allein 31 auf dem 2. Abschnitt entlang des Rio Leizarán in Guipuzkoa. 39 dieser Tunnel sind heute noch als Vía Verde befahrbar, der Tunnel von Uitzi trägt die Nummer 15.

Gesamtstrecke mit Google™ Earth ansehen und Track Download

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Von Lekunberri nach Mugiro (2 km)

 

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Es ist empfehlenswert, die Fahrt am alten Bahnhof in Lekunberri zu beginnen. Die Strecke ist auch noch 2 km weiter "bergauf" nach Mugiro befahrbar.

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Hierzu folgt man der Beschilderung Richtung Mugiro, die Straße wird überquert. Dann folgt die Route der alten Bahntrasse.

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Die Strecke folgt dem Fluss Larraun. Die alte Bahntrasse ist jenseits der Felder noch ein Stück zu sehen, bevor sie in einem Tunnel verschwindet. Nach kurzer Fahrt trifft man auf den Tunnelausgang.

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Nach rund 2 km ist hier offiziell der "Ausbau" zuende. Die schottrige Trasse führt weiter Richtung Irurtzun, schon folgt der nächste Tunnel - Vorsicht vor Steinschlag!

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Der weitere Ausbau ist geplant. Wir machen uns auf den Weg zurück nach Lekunberri, am Fluss entlang, vorbei an einem Stauwehr des Rio Larraun.

Auf der Bahntrasse von Lekunberri nach Andoain (40 km)

 

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Zurück in Lekunberri am alten Bahnhof erwartet uns ein Kaffee an der Bar. Hier gibt es auch eine Fahrradverleihstation und Spielewaggon für Kinder.

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Die eigentliche Fahrt beginnt! Wir folgen dem Radweg in nordwestlicher Richtung. Nächstes Etappenziel ist der Tunnel von Uitzi (2,7 km lang), der in den letzten Jahren ausgebaut wurde.

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Beschilderung bei km 0,5 es geht leicht aufwärts durch einen Einschnitt.

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Ausblick auf Lekunberri und die Berge Navarras - und schon folgt der erste kurze Tunnel.

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Die Autobahn A 15 hat die Trasse zertstört und zwingt uns zu einer (nur kurzen) Umfahrung. Nach Unterquerung der A 15 geht es wieder auf die Trasse.

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Die alte Bahnstrecke steigt stetig an, schon folgt wieder einer der zahlreichen Tunnel.

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Noch einmal zwingt uns die Autobahn zu einem kleinen Umweg, es geht eine kurze Steigung hinauf (Blick zurück). Der folgende Tunnel ist etwas länger, die Beleuchtung war 2011 defekt (Lampen erforderlich!).

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Leicht bergauf durch die Berglandschaft, durch Tunnel und Einschnitte - eine tolle Strecke!

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Die Trasse nähert sich der Straße nach Uitzi.

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Kurz vor dem Bahnhof von Uitzi (privates Wohnhaus) muss man ein paar Meter auf der Straße fahren. Wir sind nun rund 5 km vom Bahnhof Lekunberri entfernt in 649 m Höhe über dem Meer.

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Hinter dem alten Wasserbehälter geht es rechts ab zum Tunnel. Die Beschilderung fehlte 2011 noch. Nochmal links ab - unvermittelt steht man vor dem südlichen Portal des 2630 m langen Tunnel.

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