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Via Verde del Noroeste - Seite 3

 

 In dem kleinen Ort Baños de Mula beginnt der zweite und ältere Teil des Radwegs nach Caravaca de la Cruz. Noch in den 1940-150er Jahren war der Ort das Ziel einheimischer Badegäste, die einer alten Tradition der Römer und der Araber folgend Linderung durch die schwefelhaltigen Quellen von Baños  de Mula erhofften. Damals war noch die Anreise mit dem Zug von Murcia oder Caravaca aus möglich. Auch heute noch sprudelt das 50 Grad warme Thermalwasser aus den Quellen in die noch vorhandenen Badehäuser. Dennoch machte der Ort bei unserem Besuch 2016 einen verlassenen Eindruck.
Im Ort gibt es eine kleine Taverne mit einem Parkplatz, bis zum ehemaligen Bahnhof sind es auf der engen Straße 1,5 km. Parken kann man auch auf dem Bahnhofsgelände.
Im zweiten Teil der Strecke nach Caravaca folgt der Radweg auf der Trasse in groben Zügen weiter dem Verlauf des Río Mula, der in der Region Bullas entspringt und bei Alguazas in den Rio Seguras mündet. In Mula verlässt der Radweg die Ebene und führt hinauf in die Berge und in den Ort Bullas (670 m ü NN), wo der Scheitelpunkt der Strecke liegt. Der Charakter der Landschaft ist geprägt von Weinanbau und Mandelbäumen und Pinienwäldern. Dann geht es hinunter in die Stadt Cehegin, bekannt für ihren roten Marmor. Kurz vor der Stadt, am Rande des Flusses Quipar, erheben sich die Ruinen des antiken Stadt Begastri.
Auf den letzten Kilometern steigt der Radweg noch einmal leicht an, hinauf in die Stadt Caravaca de la Cruz am Rande der Cordilleras Béticas (Betische Kordillere). Die "Heilige Stadt der Katholischen Kirche" wird jedes Jahr von zahlreichen Pilgern besucht.

Der zweite Teil des Radwegs auf der Trasse ist gut ausgebaut. Neu im Jahr 2016 ist der Ausbau im Stadtbereich von Mula über die Höhenschleife der Bahntrasse zu Haltepunkt El Niño. Dies ist eine wesentliche Verbesserung, denn damit fällt die beschwerliche Umfahrung weg.

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Das Höhenprofil Abschnitt 2 - nach dem Ausbau 2016

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Der örtliche Wächter kontrolliert die Zufahrt vom Ort zum Bahnhof Baños de Mula.
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 Vom Bahnhof aus folgt man den Wegweisern in westlicher Richtung (Mula/ Caravaca). Die Landschaft am Río Mula ist von tiefen Schluchten zerfurcht.

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Die Rambla de Perea wird von einem großen Viadukt überspannt, dem größten Viadukt der Strecke: 160 m lang, 38 m hoch, 6 Bögen.

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Von hier aus hat man einen tollen Blick.

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Nach dem Viadukt geht es durch einen tiefen Einschnitt. Die Fahrbahn ist von Traktorreifen zerfurcht. Links von der Strecke auf dem Tafelberg die Burgruine von Alcalá (Fortaleza de Alcalá).

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Die Autobahn wird durch einen Tunnel unterquert, dann muss noch die C-415a überquert werden: Cruce peligroso - gefährliche Kreuzung! Der Bahnhof von La Puebla de Mula liegt versteckt hinter Bäumen.

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Der Rio Mula wird auf einem weiteren großen Viadukt überquert (150 m lang, 6 Bögen) . Der Ort Mula mit seiner Burg kommt in Sichtweite.

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La Casa de la Sultana entstand erst Ende des 19. Jahrhunderts, dennoch ein schöner Anblick! An der Straßenkreuzung doch besser Stoppen!

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In Mula wurde 2016 noch am Radweg gearbeitet. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Weiterfahrt: durch den Ort oder weiter entlang der Umgehungsstraße. In Zukunft werden die Wegweiser helfen, die hier noch verdeckt sind.

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Am Kreisel der Carretera de Pliego (Umgehungsstraße, C-415) hat man eine (unechte) Lok aufgestellt. 800 m weiter westlich biegt die Vía Verde nach links ab auf die Trasse. Die Höhenschleife beginnt.

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In einem großen Bogen erreicht man wieder die C-415: hier, noch vor dem ehemaligen Bahnwärterhäuschen, links abbiegen! Nach 100 m muss die Straße überquert werden. 

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Auf der anderen Straßenseite beginnt der Neubauabschnitt (2016). Ein kurzes Stück der Trasse ist überbaut, aber nach 450 m führt eine Rampe hinauf auf die Trasse. Mühelos gewinnt man an Höhe.

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  Fast fertig, aber noch nicht offiziell eröffnet (04/2016).

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Vor El Niño erreicht die Schleife zum 2. mal die Straße. Der Haltepunkt mit einem kleinen Rastplatz liegt gleich gegenüber. 

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Die Kapelle Santuario El Niño  etwas weiter oben am Berg. Der 2. Tunnel liegt vor uns (ca. 70 m lang).

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Dahinter gleich der nächste (noch etwas kürzer) und ein tiefer Einschnitt.

Die Landschaft verändert sich, die Bergregion beginnt: Schroffe Felsen und Pinienwälder bestimmen das Bild. Wasserkanäle führen das Wasser von hier aus zu den Feldern in der Ebene.
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