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Vía Verde del Baix Ebre: Tortosa - El Pinell de Brai (26,6 km)

 
 

Allgemeines zur Strecke:

Ganz im Süden von Katalonien, in der Provinz Tarragona, liegt die Via Verde oder Camino Natural del Baix Ebre („unteres Ebrotal“). Die Landschaft ist geprägt von einem der größten Flüsse Spaniens, der an seiner Mündung ins Mittelmeer ein riesiges Delta aufgeschüttet hat. Die ehemalige Bahntrasse von Tortosa in die einsame Landschaft der Sierra de Pandols führt über Xerta und Benifallet zum Bahnhof Pinell de Brai im Weinanbaugebiet der Terra Alta.

Die Stadt Tortosa mit ihrer großen, sehenswerten Kathedrale und der hoch über der Ebene gelegenen Burg Castillo de la Zuda (heute Parador-Hotel) dient als Ausgangspunkt für unsere Fahrt auf die Radwege Via Verde del Baix Ebre und Via Verde de la Terra Alta.

Geschichte:

Die Stadt Tortosa war mit ihrer strategisch wichtigen Brücke über den Ebro im Spanischen Bürgerkrieg schwer umkämpft. Früher fuhren die Züge über die alte Eisenbahnbrücke über den Ebro nach Roquetes und weiter Richtung Pinell de Brai.

Die Geschichte der Bahnlinie datiert zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhundert. Geplant war eine Bahnlinie von La Puebla de Hijar ca. 30 km nordwestlich von Alcañiz bis zum Hafen von San Carlos de la Rapita am südlichen Rand des Ebrodeltas. Zunächst wurde der Abschnitt von La Puebla bis Alcañiz gebaut (Beginn 1891), die Verlängerung bis Tortosa wurde erst 1942 fertig. Das Ende des Bahnverkehrs kam 31 Jahre später, als die Verschüttung eines Tunnels 1973 Anlass für die Einstellung des Bahnverkehrs wurde.

Streckenverlauf:

Im Jahr 2013 wurde der Anschluss des Radwegs vom Zentrum der Stadt Tortosa realisiert. Der Bahntrassenradweg beginnt heute auf dem linken (östlichen) Ebroufer in der Nähe des aktuellen Bahnhofs im Parc Municipal Teodor Gonzáles. Die ausgediente Eisenbahnbrücke über den Ebro wurde mit einem roten Anstrich versehen und zum Radweg umgebaut. Sie ist ein echtes "Highlight" geworden, und man kann nun ohne Hindernisse die Fahrt Richtung "Terra Alta" auf der Bahntrasse beginnen.

Die Entfernung zwischen Tortosa (Roquetes) und El Pinell de Brai (Bhf.) beträgt etwas über 26,6 km , aber obwohl kaum Steigungen zu überwinden sind, raten wir, genügend Zeit einzuplanen, da manchmal heftiger Gegenwind aus den Bergen herrscht und so die Fahrzeit erheblich länger werden kann. Die Via Verde del Baix Ebre setzt sich ohne Unterbrechung als Via Verde de la Terra Alta (Pinell de Brai – Arnes/Lledó) fort und von dort aus weiter als Via Verde de la Val de Zafán bis nach Alcañiz.

Die alten Bahnhöfe waren: Tortosa - Roquetes - Aldover - Xerta - Benifallet - El Pinell de Brai

Die Oberfläche des Radwegs besteht aus einem groben Asphaltbelag, mit einigen Schlaglöchern oder kleinen Hindernissen muss man immer rechnen, ebenso mit dem Ausfall der Tunnel-Beleuchtungen: Vorder- und Rücklicht sind unbedingt erforderlich!

Inzwischen sind einige alte Bahnhöfe entlang der Strecke ausgebaut worden und es sind Gaststätten, Übernachtungsmöglichkeiten und Info-Zentren darin eingerichtet worden. Wir raten dennoch dazu, ausreichend Verpflegung für die Fahrt mitzunehmen, da die alten Bahnhöfe meist abseits der eigentlichen Orte liegen und z.B. vom Endpunkt Pinell de Brai Bahnhof zum Ort ein kleiner Pass zu überwinden ist, die Entfernung beträgt 6 km!

Die Bahntrasse folgt zunächst dem Ebro und biegt noch vor dem Ort Benifallet ins Gebirge ab. Hier folgt sie dann dem Rio Canaletas: Die Landschaft wird gebirgig und zerklüftet, 19 Tunnel und ein großes Viadukt garantieren ein spektakuläres Erlebnis.

Übersichtskarte  Gesamtstrecke (Baix Ebre - Terra Alta - Val de Zafan): 95,7 km

 

 

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

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Blick von der Burg auf Tortosa, den Ebro und in die Bergausläufer der Terra Alta

Höhenprofil Baix Ebre: 20 km

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20 km fast ebenes Profil, dann leichter Anstieg in die Berge

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Profil der Gesamtstrecke BaixEbre, Terra Alta und Val de Zafán

Gesamtstrecke mit Google Earth ansehen und Trackdownload

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Die Strecke beginnt ( ohne HInweis oder Wegweiser) an der restaurierten Eisenbahnbrücke über den Ebro am Rande des Parks Teodor Gonzáles.

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In Tortosa wurde in den letzten Jahren viel restauriert, insbesondere die Kathedrale mit der Krypta, aber auch der alte Wasserbehälter für die Dampfloks vor dem aktuellen Bahnhof der Stadt.

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Unweit vom Bahnhof, im Stadtpark, findet sich diese alte Lok, etwas mitgenommen, aber insgesamt noch gut erhalten. Ob sie wohl die Strecke durch die Terra Alta und das Zafan-Tal gefahren ist?

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In einem Gebäude des Parks kann man die gigantischen historischen Figuren aus Pappmache bewundern, die alljährlich zu den Fiestas del Renascimiento durch die Straßen der Stadt getragen werden: Etwa  4 m hoch und 65 kg schwer sind die Gestalten der drei Paare, die die drei Kulturen (Christen, Muslime und Juden) repräsentieren.

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Die Fahrt beginnt, eine Rampe führt hinauf auf die toll restaurierte Ebrobrücke. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Fluss und die Stadt.

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Auf der anderen Seite beginnt ein makelloser, breiter Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse. Das Gleisbett der 2. Spur begleitet uns auf der rechten Seite. 

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So sah es vor einigen Jahren hier aus: Die Gleise sind verschwunden, ebenso wie der alte, umgestürzte Kilometerstein.

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Schon ist der erste Kilometer "geschafft". Der rechte Ebrokanal wird überquert. (Die beiden Kanäle "entspringen" am Stauwerk von Xerta und begleiten den Fluss rechts und links Richtung Meer)

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Der Radweg umgeht den Stadtteil Roquetes in einer großen Schleife, eine Straße wird überquert (Vorsicht!). Im Ortsbereich ist die Trasse überbaut, ein paar Reste der alten Bahnstrecke sind übrig geblieben.

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Entlang der Straße, der Markierung nach, erreicht man das Informationszentrum zum Naturpark "Els Ports". Durch eine Senke durch, dann beginnt wieder der Radweg auf der Trasse.

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Nach kurzer Fahrt erneut ein Hindernis: Hier fehlt eine Brücke. Eine Rampe hinab, über einen kleinen Parkplatz, dann wieder steil hinauf auf die Trasse.

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Schnurgerade führt der gut ausgebaute Radweg durch die fruchtbare Landschaft des Ebrotals. Mehrere alte Brücken in der typischen Form kreuzen die Strecke.

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