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Via Verde del Alberche - 16 km

 Befahrung 09/2016

 

In der kleinen Gemeinde San Martín de Valdeiglesias (ca. 8000 Einwohner.), in den Bergen 70 km westlich von Madrid, beginnt ein Radweg auf einer nie ganz fertiggestellten Bahnlinie. Dieser "nicht ausgebaute Radweg" entlang des Río Alberche, für alle Radler gut befahrbar ist, zeichnet sich durch die besondere landschaftliche Schönheit aus. Der Río Alberche, ein Nebefluss des Tajo, wurde in seinem Verlauf mehrfach aufgestaut und verläuft in vielen Schleifen von seiner Quelle in der Sierra de Gredos über 180 km nach Talavera de la Reina, wo er schließlich in den Rio Tajo mündet. Die Flussauen um den Ort Aldea del Fresno werden auch heute noch umgangssprachlich als "Playas de Madrid" bezeichnet, da viele Wochenendausflügler aus der Großstadt hier Erholung suchten.

Der erste Teil des Radwegs führt vom alten Bahnhof in San Martín de Valdeiglesias  vorbei an der Ruine des Klosters Pelayos, einem eindrucksvollen Bauwerk, das jedoch derzeit nicht besichtigt werden kann (09/2016). Danach ist die Trasse unterbrochen, so dass man auf die Straße ausweichen muss. Nur 500 m nach dem Kreisverkehr an der M-501, noch vor der Brücke über den Fluss, biegt ein Weg rechts ab zum Stausee (beschildert). Dort beginnt der zweite Abschnitt des Radwegs (Parkmöglichkeit).


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Entlang des aufgestauten Flusses, eng am steilen Flussufer verläuft die alte Trasse und überquert auf Brücken die überschwemmten Seitentäler des Río Alberche. Nur ein Tunnel liegt in diesem Abschnitt, grob aus dem brüchigen Fels gehauen und von Steinschlag bedroht, so dass eine Umfahrung sinnvoll erscheint. Viel zu früh endet der fahrbare Weg an der Staumauer. Der folgende lange Tunnel liegt im Bereich des Kraftwerkes und ist nicht passierbar. Eine Weiterfahrt auf der Trasse ist von hier aus nicht möglich, da steile Bergwände das Tal begrenzen. (Die Anfahrt zum östlichen Tunnelportal von Aldea del Fresno aus ist evtl. möglich). So bleibt nur die Umkehr oder ein Weg nach Aldea del Fresno abseits der Bahntrasse auf der rechten Flussseite (7,5 km, von uns nicht befahren).

Geschichte:

Die ehemalige Bahnlinie am Río Alberche war als Verlängerung der Schmalspurstrecke Madrid - Villamanta - Almorox geplant und sollte den Ort Villamanta mit Aldea del Fresno und San Martín de Valdeiglesias verbinden. Der Bau der Strecke ab 1920 wurde vom Spanischen Bürgerkrieg unterbrochen und nie wieder aufgenommen.

Der Radweg (16 km):
Diese Vía Verde ist nicht beschildert und nicht mit Geländern gesichert. Die Strecke hat Waldwegcharakter und eignet sich für "normale" Fahrräder und für Spaziergänger/Wanderer.

 

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

 

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 Strecke mit Google Earth™ ansehen und Trackdownload (gpx):

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Wir starten am Bahnhof in San Martín. geht es los. Die beschmierte Infotafel ist nicht mehr hilfreich, Wegweiser fanden wir keine.

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Man folgt der Straße, dann dem breiten Fahrweg in östlicher Richtung. Der Charakter einer Bahntrasse ist unübersehbar. Pelayos de la Presa ist schnell erreicht, hier hat man Gewissheit.

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Der alte Bahnhof ist eine Ruine.

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Die Fahrt geht durch ein Wäldchen. 
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Das Kloster Santa María la Real de Valdeiglesias liegt rechts neben der Strecke.

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Das Tor bleibt verschlossen, die Ruine kann nicht besichtigt werden.
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Kurz darauf ist die Bahntrasse nicht mehr befahrbar. Auf der Straße erreicht man einen Kreisverkehr. Etwa 500 m weiter abwärts Richtung Fluss biegt ein Feldweg nach rechts ab: Dem Wegweiser folgen!
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Der aufgestaute Fluss liegt vor uns.
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In der Gegenrichtung kann man der Trasse über die kleine Brücke noch ein Stück folgen, aber noch vor der Straße übernimmt das Dickicht! Der Radweg aber führt weiter flussabwärts. Der Blick zurück über den Fluss lässt noch die Staumauer des höher liegenden Stausees von San Juan erkennen. 

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Aber auch auf dem Fluss macht es Spaß: ein Heer an Paddlern tummelt sich in bunten Booten auf dem Wasser. Weiter abwärts ist es wieder ruhiger. Vorsicht! Der Wegrand ist nicht gesichert!

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Im weiteren Verlauf überquert die ehemalige Bahnstrecke mehrmals die überfluteten seitlichen Ausläufer des Flusses. Die Viadukte stehen bis zu den Bögen im Wasser.

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Ein breiter Platz tut sich auf,: hier sollte wohl der Haltepunkt  von Navas del Rey entstehen. Durch einen felsigen Durchbruch, dann weiter am Fluss entlang. Starke Stützmauern sichern den Hang zum Fluss.

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Dann liegt der einzige Tunnel dieser Strecke vor uns: Ein grob aus dem Felsen gehauener Stollen.
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Blick zurück: Sicherer ist es außen herum! Und wieder wird ein überfluteter Graben überquert.
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Vielleicht ein alter Wasserbehälter für die Loks - nie in Betrieb. Noch ein letztes Viadukt.....
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.....und ein Einschnitt in den Felshang; dann verrät uns die Schranke das nahe Ende des Radwegs.
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Der Tunnel ist gesperrt! Die Staumauer ist erreicht.
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Ein Blick über die Staumauer - und in den Abgrund!

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Fast ein Meer
 

 



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