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Vía Verde del Urola: (Legazpi) - Zumarraga - Azpeitia - Cestona (28,5 km)

 

   Stand Mai 2019 

Allgemeines zur Strecke:

Der Radweg im bergigen Hinterland zwischen San Sebastián und Vitoria-Gasteiz auf der Trasse einer alten Schmalspurbahn, führt von Legazpi über Zumarraga nach Cestona/Zestoa. Auf 28,5 km stets entlang des Flusses Urola geht es über zahlreiche  Brücken (ca. 13 große) und durch 21 Tunnel aus dem Bergland Richtung Küste, darunter zwei neue beleuchtete Tunnel zwischen Lasao und Cestona Balneario. - Eine funktionierende Lichtanlage am Fahrrad wird dringend empfohlen!

Noch fehlt das letzte Stück des Radwegs von etwa 9 km nach Zumaia an der Mündung des Urola. Die Höhendifferenz beträgt 350 m. Der größte Teil des Weges außerhalb der Tunnel ist nicht asphaltiert, aber auf der Lehm/Kies- Decke lässt sich mit jedem stabilerem Fahrrad (außer mit schmalen Rennreifen) gut fahren. Azcoitia ist von San Sebastian 45 km entfernt, von Bilbao 65 km.

Die Bahnstrecke Zumarraga - Zumaia, auch Ferrocarril del Urola genannt, war eine der ersten elektrifizierten Bahnstrecken in Spanien. Sie ging im Jahr 1926 in Betrieb und wurde 1986 stillgelegt. 1988 wurden die Gleise abgebaut. Die Länge der Eisenbahnstrecke von Zumarraga bis zur Hafenmole in Zumaia betrug 36,6 km, Die Bahnstrecke war als Schmalspurbahn in Meterspur ausgeführt. Charakteristisch für die Strecke ist der enorme Aufwand an Kunstbauten, es werden 29 Tunnel und 20 Brücken genannt.

Ein Teil der Strecke, zwischen dem Bahnhof/Haltepunkt Lasao und der Stadt Azpeitia (ca. 4,4 km), wurde später als Museumsbahn (Dampfbetrieb) wieder aufgebaut. Laut einem Aushang am Bhf. Lasao finden Museumsfahrten vom 18. April bis zum 3.November an allen Wochenenden statt - Stand 2019 ohne Gewähr!

Weitere Informationen erhält man auch auf der Internetseite des Baskischen Eisenbahnmuseum (Azpeitia).

Die ehemaligen Bahnstationen - Streckenverlauf (34,4 km, 29 Tunnel und 20 Brücken):

(Legazpi -) Zumárraga - Villarreal de Urrechua - Aguiñeta - Aizpurucho - Olozaga - Azcoitia - Loyola - Azpeitia - Lasao - Balneario de Cestona - (Cestona - Iraeta - Arrona - Zumaya - Zumaya puerto)

Übersichtskarte:

 

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

Der Radweg folgt in seinem gesamten Verlauf dem Tal des Rio Urola.

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Brücke über den Rio Urola

Track-Download:

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Der Radweg beginnt unauffällig hinter einem Industriebetrieb in Legazpi, von der Straße aus schlecht zu finden. An der Ampel, am nördlichen Ende von Legazpi, geht es auf die alte Bahntrasse. Auch wenn die Gegend zunächst nicht gerade einladend aussieht, trifft man hier auf einen gut ausgeubaten Radweg. Wer die Industrieanlagen umgehen will, kann die Fahrt auch auch erst in Zumarraga beginnen.

Hinweis: Die Bilder sind aus technischen Gründen nicht immer in Fahrtrichtung aufgenommen!

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Hier an der Ampel, am nördlichen Ende von Legazpi, beginnt der befahrbare Bahntrassenradweg, nach offiziellen Angaben erst in Zumarraga .

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Durch einen Industriebetrieb geht es auf die alte Trasse entlang der noch bestehenden Linie des Nahverkehrs. Auf dem Radweg (bask.: Bidegorria) nach Zumarraga sind es 3 km. Talaufwärts geht es nicht mehr weiter. 

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Ein glatter, asphaltierter Weg führt entlang der Industriebetriebe. Ob die Graffiti diese Ecken verschönern können?

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Außerhalb des Ortes wird es wieder ländlich, der Weg lässt nichts zu wünschen übrig, sogar die Beleuchtung ist intakt!

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Wir nähern uns der Stadt Zumarraga: Unterquerung der Gi-632. Die alten Fabriken haben schon bessere Zeiten gesehen, teilweise wirken die Gebäude richtig gespenstisch.

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Ferrocarril Secundario (Kleinbahn):  Der alte Bahnhof von Zumarraga, ein eindrucksvolles Gebäude, eingekeilt zwischen Häusern ist es heute gar nicht so leicht zu finden. Schade, der Verfall ist nicht zu übersehen! Der aktuelle Bahnhof der RENFE zu den Nahverkehrszügen liegt gegenüber.

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Am Rio Urola entlang geht es mitten durch den Ort

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Der Bahnhof von Villarreal de Urrechua, wie der Ort damals genannt wurde, ist restauriert und dient als Jugendtreff. Weiter stadtauswärts, nach dem kleinen Park, befindet sich ein Parkplatz: gut für einen Einstieg in den Radweg.

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Der Radweg führt zunächst direkt am linken Flussufer an der Straße entlang (Blick zurück). Kurz hinter Etxeberri trennen sich die Wege: Die Straße bleibt links, der Radweg wechselt auf die rechte Seite des Río Urola.

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Die Tunnel sind nach den Bergen benannt, dieser erste beleuchtete Tunnel heißt Jaizkibel, nach der markanten Bergkette bei Hondarribia an der Küste. Ein mächtiger Steinbruch erscheint, dann der nächste Tunnel.

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Die alte Kilometrierung ist erhalten geblieben, Kilometer 29,0  der Bahnstrecke. Und wieder folgt ein Tunnel, diesmal mit Licht und etwas gekrümmt.

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Der Ort Aitzpurutxo liegt unten im Tal. Dann wird der Fluss überquert.

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Die Bahnhof von Aitzpurutxo ist eine Ruine, der Verfall ist fortgeschritten. Ein Tunnel folgt dem nächsten, wir zählen nicht mehr mit! 

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Die Konstruktion der Brücken ist gelungen, eine tolle Strecke flussabwärts!

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An Wasser mangelt es hier nicht! Vollgas und durch die Dusche!

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Hier ist die Elektrifizierung der Bahnstrecke noch gut zu erkennen. Dann geht es wieder in einen Tunnel, 19 sollen es sein, plus zwei im neuen Abschnitt.

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Brücken und Tunnel - was für eine aufwändige Bahnstrecke durch die Schlucht des Urola-Flusses!

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Noch einmal durch mehrere Tunnel in Folge, dann öffnet sich das Tal.

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Und noch einmal wird die Straße überquert, zusammen mit dem Fluss. Die Stadt Azkoitia kommt in Sicht. Vorbei am Fabrikgelände,,,,,,,

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......... durch den Grüngürtel führt der Radweg in die Stadt. Das Tal bietet wenig Fläche, also baut man in die Höhe - auch wenn es nicht so schön aussieht!

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Der Rio Urola fließt mitten durch den Ort Azcoitia.

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Der alte Bahnhof ist heute Bibliothek: Eine interessante Konstruktion aus alten Eisenbahnschwellen erinnert an die alte Bahnstrecke.

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Auch die alte Bahnhofsuhr wurde in unsere Zeit gerettet.

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Richtung Loiola ist der Radweg wieder asphaltiert und mit Laternen beleuchtet. Vorsicht, eng stehende Auffahrsperren!

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Vor dem folgenden Parkgelände verlässt der Radweg die Trasse. Er führt an den tristen Mauern vorbei zum Platz vor der mächtigen Kirche des Klosters von Loiola (Loyola) einem barocken Denkmal für den Gründer des Jesuitenordens. Am östlichen Ende des Parks steht verlassen der alte Bahnhof, nun als Wohnhaus genutzt .

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Die Inschrift ist noch gut zu lesen. Der Blick zurück folgt der alten Trasse, die unter einer Brücke hindurch talaufwärts duch das Klostergelände führt.

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Die Vía verde aber führt weiter talwärts, an einem Parkplatz vorbei und über einen langen Damm.

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In einem Einschnitt, befestigt durch Mauerwerk, durchquert man die Stadt Azpeitia. Umgeben von alten Fabriken verläuft der Radweg an einem Nebenfluss des Río Urola entlang. Hier kann man sich leicht verfahren: der Bach muss überquert werden, dazu muss man noch vor der Brücke rechts ab dem kaum noch lesbaren Wegweiser "Urolako Bidegorria" folgen und über die Bogenbrücke fahren.

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Die alte Steinbrücke steht eingeklemmt zwischen rostigen Rohren und dem Beton der neuen Zeit, Fortschritt genannt.

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Weiter durch den Ort fährt man auf als Radweg markierten Straßen am Bahnhof der Strecke Zumarrága–Zumaia vorbei, die 1988 stillgelegt wurde. Hier entstand danach das Baskisches Eisenbahnmuseum (Museo vasco de Ferrocarril).Am Rande der Stadt folgt der Radweg nun dem Fluss und den rostigen Schienen, die immer noch auf der seit gut 30 Jahren stillgelegten Trasse liegen.

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Nach 4,8 km ist erstmal Schluss. Man muss die Straße GI-631 überqueren und erreicht dann den Bahnhof Lasao, der eingeklemmt zwischen dem Berghang, den Gleisen und der vielbefahrenen Straße steht.

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Das Gebäude ist ein Schmuckstück. Dieser Streckenabschnitt wurde zeitweise noch zu Museumsfahrten im Dampflokbetrieb verwendet, obwohl die Bahnstrecke zuvor elektrifiziert gewesen war.

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Am Bahnhof Lasao enden die Gleise. Nur ca. 150 m weiter talwärts erreicht man zunächst einen Pfad auf der Trasse, der dann in einen Radweg übergeht (Blick zurück).

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Später endet wieder der rote Asphalt. Dafür gibt es nun Geländer (Blick zurück). Die ausgebaute Trasse am Hang direkt oberhalb der Straße folgt dem Fluss weiter talwärts.

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Die Strecke nähert sich dem  Kurort Cestona/Zestoa mit seinem im im Stil der Renaissance erbauten Badehotel aus dem 18. Jahrhundert. Zwei Tunnel liegen in diesem Abschnitt der alten Bahntrasse, die zwischen einem Felshang und einer Schleife des Río Urola verläuft.

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Der Ausbau der beiden Tunnel scheint neu zu sein, die Fahrbahn besteht aus einer Betondecke, und Lichtanlagen wurden installiert.

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Jenseits des zweiten Tunnels befindet sich der ehemalige Bahnhof Cestona Balneario. Hübsch mit Türmchen versehen, restauriert, aber verlassen, scheint das Gebäude auf eine neue Bestimmung zu warten.

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Das Bahnhofsgebäude von der Bahnsteigseite.

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Der Ort Cestona/Zestoa liegt auf der anderen Flusseite weiter westlich am Hang. Der Radweg geht in einen holprigen Feldweg über. Hier war unsere Fahrt im Jahr 2019 beendet.

 



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