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Via Verde de la Plata (26 km)

 Befahrung 06/2016

Salamanca (145.000 Einwohner) am Río Tormes, Provinzhauptstadt in der autonomen spanischen Region Kastilien-León, ist der Ausgangspunkt eines Radwegs auf einer längst stillgelegten Bahnstrecke. Viel weiter in die Vergangenheit, nämlich in die Zeit der Römer, reicht der alte Handels- und Pilgerweg, der als gepflasterter Weg über hunderte von Kilometern die Städte Sevilla - Merida - Salamanca und Astorga verband. Die spätere Bezeichnung "Vía (oder Ruta) de la Plata" (Silberweg) leitet sich wahrscheinlich von der arabischen Bezeichnung des Weges ab und nicht vom Silbertransport. Die alte Bahnlinie, die in ihrem Verlauf von Plasencia nach Astorga dieser alten Straße folgte, wurde zwischen Carbajosa de la Sagrada, am Rande der Stadt Salamanca und  der Gemeinde Alba de Tormes (3.500 Einwohner)  zu einem 20 km langen Radweg ausgebaut.
Die Stadt Salamanca ist berühmt für seine Universität, und der historische Stadtkern mit den beiden Kathedralen, dem Muschelhaus und dem alten Universitätsgebäude gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schon deshalb bietet sich die Stadt als Ausgangspunkt für eine Fahrt auf der Vía Verde de la Plata oder auch Camino Natural Vía de la Plata an.

Geschichte:
Die Bahnlinie 
Ferrocarril Vía de la Plata, die zwischen Sevilla und Gijón verkehrte, wurde im Abschnitt Plasencia - Astorga bereits 1985 für den Personenverkehr stillgelegt. Im Jahr 2013 wurden dort die Gleise entfernt, und in den folgenden Jahren wurde der Radweg zwischen Salamanca und Alba de Tormes realisiert. Weiter südlich, zwischen Plasencia und Béjar, soll ein Radweg auf der Bahntrasse entstehen, und auch der alte "Silberweg" wurde 2016 teilweise rekonstruiert.

Die Strecke (20,2 /26 km):
Der Radweg beginnt leider nicht direkt in Salamanca - obwohl die stillgelegte Bahnschleife nahe dem Fluss Tormes von der aktive Strecke abzweigt - sondern im etwa 2,5 km entfernten Industriegebiet vor
Carbajosa de la Sagrada. Die Fahrbahn ist nicht asphaltiert, sondern besteht meist aus verfestigtem Kies/Splitt. Man fährt auf der Trasse, zunächst bergauf durch die schier endlosen Getreidefelder bis zu den Bergen von Arapiles, dem Schauplatz der Schlacht von Salamanca (Batalla de los Arapiles, 1812). Zwei Kilometer weiter aufwärts beginnen die Weidegebiete der Dehesa Charra mit ihren typischen Eichenbäumen. Die Bahntrasse durchquert in felsigen Einschnitten die einsame Landschaft. Die Kuppe der Strecke liegt bei Kilometer 16,3 in 925 m ü.NN.
Nun geht es hinab zum Fluss, die Weiden gehen in Getreidefelder über. Der Ausblick reicht weit über die Flussebene bis zu den Bergen am Horizont. Etwa bei Kilometer 18 der Gesamtstrecke passiert man den Abzweig zum Ort Terradillos, der nur 500 m links neben der Strecke liegt. Nun erkennt man im Flusstal auch schon den Ort Alba de Tormes mit seinem mächtigen Burgturm, dem Rest der
Burg der Herzöge von Alba.  Nach 23 km vom Ausgangspunkt des Radwegs -  davon 20,2 km auf der Bahnstrecke -  erreicht man die Ruinen des Bahnhofs von Alba. Die Entfernung auf der Straße in den Ort beträgt noch einmal 3 km. Alba de Tormes (5.200 Einwohner) war ein bedeutsamer Ort, vor allem im 16. Jahrhundert.

Die Stationen:
Salamanca - Los Arapiles - La Maza de Alba - Alba de Tormes

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Panorama von Salamanca bei Nacht

 

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

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 Strecke mit Google Earth™ ansehen und Trackdownload (gpx):

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Wir starten an der großen Brücke über den Río Tormes - meist als Puente Romano bezeichnet. Der Fluss macht einen großen Bogen um das Gebirge herum, wir werden in Alba de Tormes wieder auf ihn treffen.
Wegweiser zur Via Verde haben wir nicht entdeckt. Ein grüner Radweg führt am Flussufer entlang. Bereits nach knapp einem Kilometer in südwestlicher Richtung, an der Brücke Principe de Asturias (Kreisverkehr) muss man die Straße überqueren und der Straße Joaquin- Rodrigo folgen. Nach dem nächsten Kreisverkehr biegt man in die Calle Newton nach links ab und erreicht nach 350 m geradeaus den Beginn der Via Verde auf der Bahntrasse.

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Zwanzig Kilometer auf der Trasse liegen vor uns.

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 Kerzengerade geht es durch die Ebene, ein altes Signal ist erhalten geblieben.

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Unter der Brücke durch. Die Beschilderung der Strecke ist gut, Vorsicht an den Pfostensperren in Wegmitte (hier bei Carbajosa)

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Es geht aufwärts durch den Einschnitt. Endlose Getreidefelder in der Hochebene.

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Die Tafelberge der Arapiles tauchen am Horizont auf. Hier fand im Jahr 1812 die Schlacht bei Salamanca (La Batalla de los Arapiles) statt (Gedenkstein auf dem Arapil Grande).

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Hier, an diesem Rastplatz, befand sich der Bahnhof Los Arapiles (Bahnkilometer km 152,7). Das Gebäude ist abgerissen, der Bahnsteig ist noch zu erkennen.

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An der folgenden Straßenkreuzung liegen noch Schienenreste. Die Fahrt durch die Weidelandschaft der Dehesa beginnt.

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Charcas: "Wassertümpel" in der ausgetrockneten Landschaft im September. Am Wegesrand versteckt: Überbleibsel der Bahnlinie.

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Rastplatz La Dehesa Charra in der prallen Sonne. Selbst der Stier sucht den Schatten.

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Durch die Felsen. Die Kuppe kommt näher, der Blick über die Landschaft tut sich auf. 

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Hinab ins Tal des Río Tormes.

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Kilometer 16 des Radwegs. Eine Wasserstelle beim Ort Terradillos.

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Hier war einmal etwas?     Und noch ein tiefer Einschnitt

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Sieht aus wie ein Haltepunkt.                 Brücke über die kleine Straße nach Alba de Tormes.

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In der Felsenschlucht ein altes Signal.         Weiter ins Tal, neue Geländer sichern den Trassenrand.

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Alba de Tormes mit dem mächtigen Turm Torre del homenaje ("Bergfried").   Das Ende des Ausbaus naht: Parkplatz beim Bahnhof Alba (Kilometer 20).

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Noch ein altes Signal an der Einfahrt in den Bahnhof.  Die Gebäude: nur noch Ruinen.

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Seit 30 Jahren vergessen.

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Die Stadt ist nur 3 km entfernt.

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Den Blick vom Bergfried sollte man nicht verpassen!

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