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Via Verde de la Plata - Abschnitt 1 (20,4 km) und Abschnitt 2 (43 km)

 

 Stand 05/2019

Salamanca (145.000 Einwohner) am Río Tormes, Provinzhauptstadt in der autonomen spanischen Region Kastilien-León, ist der Ausgangspunkt eines Radwegs auf einer längst stillgelegten Bahnstrecke. Viel weiter in die Vergangenheit, nämlich in die Zeit der Römer, reicht der alte Handels- und Pilgerweg, der als gepflasterter Weg über hunderte von Kilometern die Städte Sevilla - Merida - Salamanca und Astorga verband. Die spätere Bezeichnung "Vía (oder Ruta) de la Plata" (Silberweg) leitet sich wahrscheinlich von der arabischen Bezeichnung des Weges ab und nicht vom Silbertransport. Die alte Bahnlinie, die in ihrem Verlauf von Plasencia nach Astorga dieser alten Straße folgte, wurde zwischen Carbajosa de la Sagrada, am Rande der Stadt Salamanca und  der Gemeinde Alba de Tormes (3.500 Einwohner)  zu einem 20 km langen Radweg ausgebaut. Dieser erste Teil der Vía Verde de la Plata, auch als Vía Verde Ruta de la Plata oder Camino Natural Vía de la Plata bezeichnet, wurde zwischen 2014 und 2020 als nicht asphaltierte Strecke fertiggestellt. Ein weiterer ca 43 km langer Abschnitt dieser alten Bahnstrecke war 2019 noch nicht ganz fertig, nämlich die Vía Verde von einer kleinen Ansiedlung namens Navalmoral de Béjar nach Casas del Monte, ca. 25 km nördlich der Stadt Plasencia.


Die Stadt Salamanca ist berühmt für seine Universität, und der historische Stadtkern mit den beiden Kathedralen, dem Muschelhaus und dem alten Universitätsgebäude gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schon deshalb bietet sich die Stadt als Ausgangspunkt für eine Fahrt auf der Vía Verde de la Plata oder auch Camino Natural Vía de la Plata an.

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Panorama von Salamanca bei Nacht

Geschichte:
Die Bahnlinie 
Ferrocarril Vía de la Plata, die zwischen Sevilla und Gijón verkehrte, wurde im Abschnitt Plasencia - Astorga bereits 1985 für den Personenverkehr stillgelegt. Im Jahr 2013 wurden dort die Gleise entfernt, und in den folgenden Jahren wurde der Radweg zwischen Salamanca und Alba de Tormes realisiert. Weiter südlich, zwischen Plasencia und Béjar, ist inzwischen ein weiterer Abschnitt ausgebaut worden. Die beiden Teile der Vía Verde de la Plata verlaufen fast vollständig auf der alten Bahntrasse. Auch der alte "Silberweg" wurde 2016 teilweise rekonstruiert.

Karte :

In Arbeit, Kartendarstellung folgt!

 

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1. Teil:  Salamanca  - Alba de Tormes (20,4 km)

Der Radweg beginnt leider nicht direkt in Salamanca - obwohl die stillgelegte Bahnschleife nahe dem Fluss Tormes von der aktive Strecke abzweigt - sondern im etwa 2,5 km entfernten Industriegebiet vor Carbajosa de la Sagrada. Die Zufahrt aus der Stadt heraus ist nicht gut ausgeschildert, aber man kann dem Radweg am Río Tormes entlang folgen und am Kreisverkehr an der Brücke Puente Felipe VI in südlicher Richtung der Calle Joaquín Rodrigo folgen. Diese geht in die Avenida Carbajosa über, und man biegt noch vor dem großen Kreisel (Ronda Sur de Salamanca) nach links in die Calle Newton. Diese führt direkt zum Radweg (350 m).

Die Fahrbahn der Vía Verde ist nicht asphaltiert, sondern besteht meist aus verfestigtem Kies/Splitt und ist inzwischen schon recht ausgewaschen. Man fährt auf der recht holprigen Trasse, zunächst bergauf durch die schier endlosen Getreidefelder bis zu den Bergen der Arapiles, dem Schauplatz der Schlacht von Salamanca (Batalla de los Arapiles, 1812). Zwei Kilometer weiter aufwärts beginnen die Weidegebiete der Dehesa Charra mit ihren typischen Eichenbäumen. Die Bahntrasse durchquert die karge Landschaft durch felsige Einschnitte bis hinauf zur Kuppe der Strecke, die sich bei Kilometer 16,3 in 925 m Höhe befindet.

Nun geht es hinab zum Fluss, die Weiden gehen in Getreidefelder über. Der Ausblick reicht weit über die Flussebene bis zu den Bergen am Horizont. Etwa bei Kilometer 18 der Gesamtstrecke passiert man den Abzweig zum Ort Terradillos, der nur 500 m links neben der Strecke liegt. Nun erkennt man im Flusstal auch schon den Ort Alba de Tormes mit seinem mächtigen Burgturm, dem Rest der Burg der Herzöge von AlbaNach 23 km vom Ausgangspunkt des Radwegs -  davon 20,2 km auf der Bahnstrecke -  erreicht man die Ruinen des Bahnhofs von Alba. Die Entfernung auf der Straße in den Ort beträgt noch einmal 3 km. Ein Abstecher lohnt sich, denn Alba de Tormes (5.200 Einwohner) war ein bedeutsamer Ort, vor allem im 16. Jahrhundert, und vom Burgfried aushat man den schönsten Blick über den Fluss.

Die Stationen:

Salamanca - Carbajosa de la Sagrada - Los Arapiles - La Maza de Alba - Alba de Tormes

Der Abschnitt der Bahnstrecke zwischen den beiden Strecken von Alba de Tormes nach Navalmoral de Béjar (ca. 60 km) ist (noch) nicht ausgebaut (Stand 2019).

2. Teil:  Navalmoral de Béjar  -  Casas del Monte (43 km)

Navalmoral de Béjar (ca. 60 Einwohner) ist ein kleiner Ort etwa 5 km nördlich der alten Textilstadt Béjar und liegt etwa 935 m über dem Meeresspiegel. Man trifft auf die ausgebaute Bahnstrecke am südlichen Ortsrand an der Kreuzung der Bahnlinie mit der DSA-250. Es geht nun kerzengerade leicht bergab durch die von mächtigen, runden Felsblöcken und niedrigem Baumbestand geprägten Landschaft, dann führt der gut ausgebaute Radweg  in langezogenen Schleifen  hinab ins Tal des Flusses Cuerpo de Hombre - (dt.etwa Körper des Menschen/Mannes, der seltsame Name stammt noch aus der Römerzeit.)

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Auf dem Felsgrat über dem Fluss liegt die Stadt Béjar

Die Fahrt bietet schöne Ausblicke auf die Stadt hoch auf dem Berg, noch überragt von einer alten Burganlage. Durch den ehemaligen Eisenbahntunnel fährt man unter der Stadt durch zum alten Bahnhofsgebäude (ca. 880 m ü.NN.) Anders als man denken könnte liegt der Bahnhof von  Puerto de Béjar in 8 km Enfernung in gleicher Höhe, aber von dort aus geht es stetig bergab. Etwa 1,5 km vor Baños de Montemayor überquert der Radweg die Grenze zwischen Kastilien und Leon un der Extremadura, der Bahnhof der Stadt  liegt hoch über dem Badeort. Eine wahrhafte Panoramastrecke führt weiter abwärts. Auf der linken Seite der Strecke ragt die Sierra de Bejar fast 2500 m hoch in den Himmel. Vor dem Bahnhof Hervás ist Vía Verde unterbrochen, eine gesperrte Brücke zwingt zu einem kurzen Umweg durch die kleine Stadt mit ihren engen Gassen. Im alten Bahnhof wurde ein Informationszentrum zur Bahnlinie eingerichtet.

Im Mai 2019 waren im folgenden Abschnitt mehrere kleine Brücken gesperrt (lokale Umfahrungen, siehe Bilder-Text).

Der nächste Ort ist Aldeanueva del Camino (750 Einw.), dessen Bedeutung durch seine Lage an der an der Vía de la Plata schon zur Zeit der Römer und Kelten belegt ist. Die sogenannte Römerbrücke über den Río Ambroz stammt aber aus dem späten Mittelalter. Durch eine von Kork- und Steineichen geprägte Landschaft führt die Bahntrasse durch Einschnitte und über aufgeschüttete Dämme, immer an den Ausläufern der Bergkette entlang. Die Relikte der Eisenbahnzeit, rostige Brücken über die Trasse und alte Signale, sind hin und wieder noch vorhanden, in dieser dünn besiedelten Landschaft gibt es nur kleine Ansiedelungen. Rechts des Radwegs, in größerem Abstand, verläuft die Autobahn A-66 und die Nationalstraße N-630  durch die Ebene des Río Ambroz. Am Berghang klebt das Dorf Casas del Monte, gut 2 km vom Bahnhof entfernt, der nur noch aus Ruinen besteht. Von hier aus kann man über einen Feldweg die parallele Straße nach Plasencia erreichen, das noch ca. 25 km entfernt ist. Der Ausbau auf der Trasse endet nach 2 km im Nichts, der Weiterbau war 2019 noch nicht in Sicht.
 
Die Stationen:

Navalmoral de Béjar  -  Béjar -  Cantagallo -  Puerto de Béjar - Baños de Montemayor -  Hervás  -  Aldeanueva del Camino  - Casas del Monte  .... (Villar de Plasencia  -   Plasencia)

 

Abschnitt 1: Salamanca - Alba de Tormes

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Wir starten an der großen Brücke über den Río Tormes - meist als Puente Romano bezeichnet. Der Fluss macht einen großen Bogen um das Gebirge herum, wir werden in Alba de Tormes wieder auf ihn treffen.
Wegweiser zur Via Verde haben wir nicht entdeckt. Ein grüner Radweg führt am Flussufer entlang. Bereits nach knapp einem Kilometer in südwestlicher Richtung, an der Brücke Principe de Asturias (Kreisverkehr) muss man die Straße überqueren und der Straße Joaquin- Rodrigo folgen. Nach dem nächsten Kreisverkehr biegt man in die Calle Newton nach links ab und erreicht nach 350 m geradeaus den Beginn der Via Verde auf der Bahntrasse.

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Zwanzig Kilometer auf der Trasse liegen vor uns.

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 Kerzengerade geht es durch die Ebene, ein altes Signal ist erhalten geblieben.

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Unter der Brücke durch. Die Beschilderung der Strecke ist gut, Vorsicht an den Pfostensperren in Wegmitte (hier bei Carbajosa)

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Es geht aufwärts durch den Einschnitt. Endlose Getreidefelder in der Hochebene.

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Die Tafelberge der Arapiles tauchen am Horizont auf. Hier fand im Jahr 1812 die Schlacht bei Salamanca (La Batalla de los Arapiles) statt (Gedenkstein auf dem Arapil Grande).

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Hier, an diesem Rastplatz, befand sich der Bahnhof Los Arapiles (Bahnkilometer km 152,7). Das Gebäude ist abgerissen, der Bahnsteig ist noch zu erkennen.

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An der folgenden Straßenkreuzung liegen noch Schienenreste. Die Fahrt durch die Weidelandschaft der Dehesa beginnt.

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Charcas: "Wassertümpel" in der ausgetrockneten Landschaft im September. Am Wegesrand versteckt: Überbleibsel der Bahnlinie.

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Rastplatz La Dehesa Charra in der prallen Sonne. Selbst der Stier sucht den Schatten.

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Durch die Felsen. Die Kuppe kommt näher, der Blick über die Landschaft tut sich auf. 

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Hinab ins Tal des Río Tormes.

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Kilometer 16 des Radwegs. Eine Wasserstelle beim Ort Terradillos.

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Zwischen den trockenen, abgemähten Getreidefeldern ein grüner Streifen, vieleicht eine kleine Quelle?  Dann wieder ein tiefer Einschnitt in die Landschaft.

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An der Infotafel über Alba de Tormes hat man einen schönen Blick auf die Stadt.                 Eine Brücke führt über die Straße nach Alba de Tormes.

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In der Felsenschlucht ein altes Signal.         Weiter ins Tal, neue Geländer sichern den Trassenrand.

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Alba de Tormes mit dem mächtigen Turm Torre del homenaje ("Bergfried").   Das Ende des Ausbaus naht: Parkplatz beim Bahnhof Alba (Kilometer 20).

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Noch ein altes Signal an der Einfahrt in den Bahnhof.  Die Gebäude sind nur noch Ruinen.

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Seit 30 Jahren vergessen.

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Die Stadt ist nur 3 km entfernt.

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Den Blick vom Bergfried sollte man nicht verpassen!

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Alba de Tormes, Blick über den Fluss

 

Abschnitt 2:  Navalmoral de Béjar  -  Casas del Monte

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

 

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Der 2. Abschnitt des Ausbaus der Trasse des Ferrocarril Vía de la Plata beginnt ganz unscheinbar oberhalb des Ortes Navalmoral de Béjar am niveaugleichen  Bahnübergang. Wahrscheinlich ist dies ein vorläufiger Startpunkt, denn der Weiterbau bis nach Salamanca ist wohl geplant - nur für wann? Bisher verschwindet die Trasse in einem zugewachsenen Einschnit Richtung Nordosten

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Talwärts Richtung Béjar fährt man zwischen den Schienen, auf die Schwellen hat man ein Sand-Lehmgemisch aufgeschüttet. Die Vegatation ist schon auf dem Vormarsch. Es geht etwas holprig durch einen tiefen Felseinschnitt.

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Ein echter Bahntrassenradweg, oder besser Bahnschwellenradweg?  Dann wird der Weg breiter und besser (Blick zurück).

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5 km nach Bejar, der Weg heißt nun Camino Natural Vía de la Plata. DerAusbau ist noch nicht lange her, die Schilder und Geländer sehen neu aus. Am Wegesrand faszinieren die mächtigen runden Felsblöcke in der Landschaft, hier in 930 m Höhe über dem Meer.

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Zwei Brücken überqueren die Trasse, eine davon die SA-220 nach Ciudad Rodrigo. Etwas weiter talwärts: Das rostige Gerippe war wohl einst auch ein Übergang über den Einschnitt der Trasse.

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Der Chef bewacht sein Terretorium, besser nicht zu nahe kommen! Die Autobahn A-66 überquert die Trasse, sie ist schön asphaltiert und heißt auch Ruta de la Plata, ist aber eher nix für Radler!

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Der Burgberg von  Béjar taucht auf. Die mächtigen Stadmauern aus arabischer Zeit mit ihren Zinnen sind weithin sichtbar. Ebenso beeindruckend sind die verlassenen Fabriken der Textilfabriken, die Ruta de la Fábricas Téxtiles bringt den Interessierten zu den fast vergessenen Industriegebäuden, und ein Textilmuseum erinnert an die Blütezeit der Textilherstellung in Béjar.

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Mächtige dunkle Felseinschnitte begleiten die Fart hinab ins Tal des Río Cuerpo del Hombre. Ein unbeleuchteter "künstlicher"  wurde als Mauerwerk für die Eisenbahn gebaut und schützte vor Steinschlag und Schnee.

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Eine Serpentinenstraße führt hinauf zur Stadt auf dem Felsgrat. Die Vía Verde aber führt an den Gebäuden derSpinnereien (Hilaturas) am Rande des Flusses entlang und über eine Brücke direkt zur Felswand.

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Ein schmiedeeisernes Portal führt in den Berg. Das Licht im Tunnel funktioniert, aber besser man hat selbst eine Beleuchtung am Fahrrad! 372 m durch die Felsen 50 m unter der Stadt folgt den den Spuren der seit mehr als 30 Jahren stillgelegten Bahnstrecke.

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Am Südportal, abenfalls mit einem eisernen Tor gesichert, steht noch die alte Signalanlage. Hier beginnt das Bahnhofsgelände des einstmals wichtigen Industriestandortes. Der Blick hinauf in die Stadt offenbart das Nebeneinander von alt und neu.

Béjar ca. 13.000 Einw.)ist eine sehenswerte Stadt mit langer Geschichte bis zurück ins 4. Jahrhundert v. Christus. Sie liegt auf einem Felsgrat in einer Höhe von ca. 950 m über dem Meer, hoch über dem Fluss Cuerpo del Hombre. Der mittelalterliche Stadtkern mit der Stadtmauer und dem herzogliche Palast (Palacio Ducal) aus dem 16. Jahrhunderts, der anstelle der Burg errichtet wurde, die Arkadenhäuser am Plaza Mayor und die spätromanische Kirche El Salvador sind nur einige Sehenswürdigkeiten der Stadt. Aber auch die Industrialisierung, die mit dem Bau der Eisenbahnstrecke im Jahr 1894 erst möglich wurde, hat bedeutsame Spuren hinterlassen. Im Museo Textil de Béjar, oder zu Fuß auf der Ruta de la Fábricas Téxtiles (4km, wegen der Treppen nicht für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen) können interessierte Besucher einen Blick in die industrielle der Stadt Vergangenheit erleben. 

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Einfahrt in das große Bahnhofsgelände

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Das Bahnhofsgebäude wurde restauriert. Auf dem Gelände stehen noch die alten Stellanlagen in Reih und Glied.

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Blick zurück auf die Stadt. Im Hintergrund die Berge der Sierra de Béjar (2429 m), der westlichste Teil des Iberische Scheidegebirges.

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Weiter nach Baños de Montemayor führt die fast ebene Trasse. Mehrmals überqueren alte Brücken den Radweg.

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Bei dem kleinen Ort Cantagallo (klingt ja eher italienisch) gibt es einen Rastplatz. Von der Vía Verde aus blickt an im Streckenverlauf immer wieder hinab auf die hier parallel verlaufende Autobahn.

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Vorbei am Bahnhof Puerto de Béjar. Die Gebäude und der Bahnhofsplatz werden gerade erneuert.

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Nur etwa 2 km weiter überschreitet der Radweg die Provinzgrenze zwischen Salamanca (Castilia y León) und Cáceres (Extremadura).

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Tief im Tal liegt der Kurort Baños de Montemayor, dahinter in der Ferne der Stausee Embalse de Baños.

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Aber zunächst geht es durch einen beleuchteten Tunnel (Túnel de la Garganta), mehr als 200 m lang.  Direkt hinter dem Westportal führt eine Brücke über den kleinen Fluss Río Garganta, der hier die Trasse kreuzt.

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Der Bahnhof von Baños de Montemayor liegt hoch über dem Ort und eignet sich gut als Einsteigepunkt in den Radweg (Parkplatz).

Merkwürdigerweise ist hier der Kilometer 2 des Radwegs beschildert, gleichzeitig auch Kilometer 63 des Camino Natural, was der Originalkilometrierung der Bahnstrecke Plasencia-Astorga entspricht.  Kilometer Null liegt auf der Grenze des Bezirks von Baños, für den Radler weniger interessant!

Eigentlich sind wir hier bei Kilometer 20 des Radwegs vom Startpunkt bei Navalmoral de Béjar, und 23 Kilometer vom Ausbauende bei Casas del Monte entfernt.

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Die landschaftliche Schönheit des folgenden Abschnitts ist kaum zu überbieten. Man fährt leicht bergab am Hang entlang, fernab der Straßen, mit Ausblicken auf die Berge und das Tal mit den Stauseen.

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Durch offene Abschnitte und durch enge, felsige Schluchten führt die Trasse.

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Alte Bewässerungsanlagen überqueren hoch über den Einschnitten die Fahrbahn, alte Signale künden den nächsten Bahnhof an.

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Die Kleinstadt Hervás liegt vor uns jenseits des Flusstals des  Río Ambroz. Doch vor dem Bahnhof ist erst mal Schluss: Die Brücke über den Fluss ist gesperrt.

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Nach Bauarbeiten sah es 2019 nicht gerade aus, die angekündigten "Maschinen in Arbeit"  konnten wir auch nicht entdecken. Bleibt die Umfahrung durch die Stadt. So erreicht man den Bahnhof mit dem Informationszentrum.

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Einige Schätze aus der Eisenbahnzeit sind erhalten geblieben, im Bahnhof findet man interessante Fotos aus jener Epoche.

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Hervás ist ein lebendiger Ort mit engen Gassen und Kneipen, und unter den Platanen kann man bei Preisen, die noch nicht vom Massentourismus verdorben sind, eine Pause bei Essen und Trinken einlegen. Weiter geht es in Richtung Aldeanueva del Camino. Die Fahrt führt duch Steineichenwälder, die Fahrbahn ist neu, aber nicht asphaltiert.

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Am Rande der Strecke einige alte Bahnwärterhäuschen, nur noch Ruinen. Gut, dass noch die Warntafeln vorhanden sind: Vorsicht Zugverkehr!

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Doch dann ist schon wieder Schluss! Eine weitere Brücke (über den Bach Arroyo Romanillo) ist gesperrt, neu, aber noch nicht freigegeben. Der Unmut der Anwohner ist unverkennbar, die Verbotschilder liegen im Barranco! Jenseits der Sperrung, also von Aldeanueva del Camino aus, ist die Trasse wieder ausgebaut. Eine Umfahrung (3,7 km) beginnt schon vorher am westlichen Ortsende von Hervás. Noch vor dem alten Signal geht es links ab den Berg hinauf auf einer Nebenstraße (Carretera Gargantilla-Hervás). Insgesamt sind etwa 100 Höhenmeter zu überwinden. Nach 3,1 km biegt ein Feldweg rechts ab den Berg hinab zum Radweg. Von dort aus ist die Trasse wieder befahrbar, weiter nach  Aldeanueva del Camino.

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Der Blick zurück in diesem Abschnitt in Richtung Nordosten zu den Bergen von Béjar.

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Südwestlich des Ortes Aldeanueva del Camino, an der Wegkreuzung, steht die Ruine eines Bahnwärterhauses. Dort ist der Zugang zum Radweg möglich. Der ehemalige Bahnhof liegt verlassen südwestlich außerhalb des Ortes.

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Ein aufgeschütteter Damm führt über die wellige Landschaft der Dehesa. Die Absturzsicherungen sind schon in Arbeit. Im Wechsel findet man tiefe Felseinschnitte, auch wieder alte Eisenbrücken über die Trasse.

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Auch die nächste neue Brücke war wohl einmal gesperrt, inzwischen wurden die Zäune weggerissen. Weiter südlich sind auch die Holzgeländer fertig. 

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Wieder eine rostige Eisenkonstruktion, dann taucht die Ruine eines weiteren Bahnhofs auf: Casas del Monte, der Ort liegt gut 2 km abseits am Berghang.

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Das Bahnhofsgebäude ist in erbärmlichem Zustand, selbst das alte Namensschild ist kaum noch lesbar.

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Jenseits der Querstraße ist das Unkraut auf der Fahrbahn im Vormarsch. .Dann, rund 2 km vom Bahnhof, endete der Ausbau im Frühsommer 2019. Hier liegen noch die Gleise, wir sind wohl wieder an einer Ortsgrenze angelangt.

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Zurück bis zur Querstraße, so erreicht man die N-630 neben der parallelen Autobahn. Auf dem Seitenstreifen zurück nach Plasencia begegnet man imme rwieder den Relikten der Eisenbahn. Selbst an den Straßenbrücken stehen noch die Schilder der alten Bahnlinie Salamanca-Plasencia. Für die Autofahrer gilt hier auf den 19 km nach Plasencia der Abstand von 1,5 m zu den Radlern. Aufsicht haben die Störche!

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Das große Viadukt über den Río Jerte am westlichen Stadtrand von Plasencia - leider noch nicht als Radweg ausgebaut.

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Die Kathedrale von Plasencia

 


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