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Vía Verde de la Jara: Chalera y Chozas - Sta. Quiteria (52 km)

 
 Allgemeines zur Strecke:  (Stand September 2008)

Die Via Verde de la Jara gehört zur Provinz Toledo und grenzt an die Region Extremadura (Provinz Carceres). Der Name der Route kommt nicht etwa von dem Flusstal, dem die Trasse einen langen Abschnitt folgt (nämlich dem Rio Huso), sondern von den dort wachsenden Cistrosen (Cistus Ladanifer)= “Jara” die man besonders im oberen Abschnitt der Strecke nicht nur sehen, sondern auch riechen kann: ein süßlicher Duft, den die klebrigen Blätter der Sträucher verströmen.

Der Radweg beginnt am Bahnhof des kleinen Ortes Calera y Chozas südwestlich von Talavera de la Reina, bzw. 20 km östlich von Oropesa - etwa 150 km südwestlich von Madrid. Die Gegend gehört zum Verwaltungsgebiet von Toledo und grenzt an das Gebiet der Extremadura.

Insgesamt 52 km der Bahnstrecke sind als Via Verde befahrbar. Die Oberfläche besteht aus einem Teer-Splittbelag, bis auf die letzten 3 km, die nicht ausgebaut sind und Feldwegcharkter haben.

Insgesamt sind knapp 300 Höhenmeter zu überwinden, also keine bemerkenswerten Steigungen in Anbetracht der Länge der Strecke. 17 Tunnel und 5 Viadukte mussten gebaut werden (im nicht befahrbaren Teil hinter Sta. Quiteria sind noch weitere Tunnel vorhanden. Die Eisenbahnstrecke sollte einmal weiter südlich bis Villanueva de la Serena führen, wurde aber nie fertiggestellt).

Direkt an der Strecke gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten und kein Wasser, wer nicht ausreichend versorgt ist, muss in die abseits gelegenen Orte ausweichen (siehe unten). Die in den Führern der Vias Verdes genannten Quellen (Kilometer 3 und 10) sind nach unserer Erfahrung nicht wirklich als Trinkwasser nutzbar.

Heute endet der Radweg am verlassenen Bahnhof von Sta. Quiteria, einem einsamen und verlassenen Bahnhof in landwirtschaftlich genutzer Umgebung. Es gibt dort keine Verpflegungsmöglichkeit und kein Trinkwasser. Ein 9,8 km langer asphaltierter Verbindungsweg führt mit reichlichem Auf und Ab zum etwas höher gelegen Ort Puerto de San Vicente , ein diskretes Schild findet sich hinter dem Bahnhofsgebäude. In Sta. Quiteria gibt es weder Wasser noch Verpflegung.  Auf der ganzen langen Strecke von 100 km hin und zurück haben wir nur 3 Radler getroffen.

Anreise: Wer nicht direkt per Fahrrad anreist, ist auf das Auto angewiesen, denn in den kleinen Bahnhöfen der aktiven Bahnstrecke z.B. in Calera y Chozas halten die Züge nicht mehr. Eventuell gibt es eine Busverbindung, die in einer Tasche verpackte Fahrräder mitnimmt (vorher informieren!).

Wer mit dem Auto anreist, hat als Übernachtungs- und Ausgangspunkt außer dem Ort Calera y Chozas auch das etwa 20 km weiter südlich gelegene Städtchen Oropesa als Alternative, für gehobene Ansprüche bietet sich der Parador auf der Burg als stilvolle Übernachtungsmöglichkeit an (auf Sonderangebote achten!). Von der Burg aus hat man eine grandiose Aussicht auf die Ebene und die Berge nordwestlich des Rio Tajo.

Geschichte der Bahnstrecke:

Wie schon bei anderen Bahnstrecken (z.B. Valfambra) entstand die Bahnstrecke unter der Herrschaft Miguel Primo de Riveras um 1926. Ebenso wie bei anderen Strecken wurde ihr Ende durch den spanischen Bürgerkrieg eingeleitet. Das endgültige Aus kam dann 1964. Die Strecke wurde nie fertiggestellt! Wenn man heute die Bauwerke und die Trassenführung sieht, kann man den enormen Aufwand und die Opfer erahnen, die der Bau dieser Strecke gefordert haben muss.

Die Strecke sollte von Talavera de la Reina bis nach Villanueva de la Serena führen. Nur zwei der drei Abschnitte wurden weitgehend fertiggestellt aber nie in Betrieb genommen, der mittlere Abschnitt blieb unfertig.

Der 3. und südlichste Abschnitt zwischen Logrosan und Villanueva ist ebenfalls zum Radweg ausgebaut ("Via Verde de las Vegas del Guadiana y las Villuercas"), der Ausbau des mittleren Abschnitt durch die Sierra de Guadalupe war einmal geplant, seit Jahren findet man aber keine Informationen über den Fortschritt der Arbeiten.

Die alten (geplanten) Stationen waren:

Calera y Chozas - Silos - Tajo - Aldeanueva - Pilas - Nava - Campllo - La Cervilla - Santa Quiteria

Die Übersichtskarte zeigt die gesamte ausgebaute Strecke und die Anbindung an Puerto de San Vicente. Offiziell beginnt der Radweg am Bahnhof von Calera y Chozas, da hier aber sowieso keine Züge mehr halten und das Auto besser im Ort selbst geparkt werden sollte, kann man sich diesen kurzen Abschnitt sparen und am östlichen Ortsrand auf den Radweg einsteigen. So vermeidet man auch die recht gefährliche Kreuzung mit der CM-4101.

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.
[Jara2008-100kl.jpg]

[Jara 251klein.jpg]

Höhenprofil:

[Jaraprofilklein.png]

 

Strecke mit Google Earth ansehen und Trackdownload:

[Googlebild.jpg]

[GPSLogo.jpg]

Bilddokumentation der Strecke auf den folgenden Seiten



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