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Vía Verde del Ferrocarril Vasco-Navarro I (17 km)


Allgemeines zur Strecke

Der erste Abschnitt der Vía Verde del Ferrocarril Vasco-Navarro führt von Otazu, einem kleinen Ort ca. 3 km südöstlich von Vitoria-Gasteiz zur Westseite des gesperrten Tunnel von Laminoria. Dieser Abschnitt ist 17 km lang. Vom Tunnel aus ist eine 8 km lange Umfahrung über die Passhöhe beschildert, die recht mühsam und steil ist, aber die Weiterfahrt auf dem 2. Teil dieser Vía Verde bis nach Estella ermöglicht. Die beiden Teile der Vías Verdes sind Luftlinie nur 4 km voneinander entfernt, der  gesperrte Tunnel ist 2250 m lang.
Der Zugang zu den Tunnelportalen ist ohne weiteres auf beiden Seiten nicht möglich. Auf der einen Seite ist ein gewaltiger Steinbruch in Betrieb, auf der anderen Seite ist der Zugang wegen eines Trinkwasserschutzgebietes gesperrt.
Wer die Abfahrt auf der Vía Verde am Tunnel beginnen will, kann auch über Ullibarri-Jauregi auf der A-4139 anfahren, bis er an den Kreuzungspunkt der Tunnelumfahrung mit der Straße kommt. Die Zufahrt zur Vía Verde führt am Stausee von Ullibarri-Jauregi vorbei.

Die Vía Verde selbst hat Mängel in der Beschilderung, dennoch ist die Strecke kaum zu verfehlen. Eine durchgängige Kilometrierung fehlt. An allen wichtigen Bauwerken der ehemaligen Bahnlinie findet man Informationstafeln mit interessanten Einzelheiten, sofern diese noch leserlich sind und nicht durch Vandalismus beschädigt sind. Nur zwei kurze Tunnel sind auf diesem Abschnitt befahrbar. Landschaftlich ist der obere Abschnitt der Strecke unbedingt empfehlenswert. Der Radweg berührt zwar mehrere kleine Orte, dennoch sollte man genug Verpflegung bei sich haben, auf funktioniernde Trinkwasserstellen kan man sich nicht verlassen.

Etwa 6 Kilometer vor dem Ende des Radwegs bei Otazu zweigt die Strecke zum Kloster Estíbaliz ab. Weitere 3 Kilometer geht es leicht bergauf zum ehemaligen Haltepunkt für die Pilger. Die sehenswerte Klosteranlage, die hoch über der Ebene liegt, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Ehemalige Bahnstrecke

Die aus mehreren Abschnitten bestehende Bahnstrecke führte ursprünglich von Estella/Lizarra über Vitoria-Gasteiz nach Mekolalde-Bergara (Verbindung mit der Strecke Maltzage-Zumarárraga). Der Abzweig der Nebenstrecke zum Kloster Estíbaliz wurde wegen des regen Pilgerverkehrs eingerichtet. Der erste Abschnitt der Bahnstrecke wurde 1889 eröffnet, der letzte Abschnitt erst 1927 fertiggestellt.Die Strecke wurde später elektrifiziert!  Ende 1967 wurde die Strecke endgültig stillgelegt.

Stationen:

Túnel de Laminoría (Westseite, nahe Jauregui) - Rotalde (Trafostation) - Erenchun - Tróconiz - Andollu - Aberasturi - Otazu - (Vitoria/Gasteiz)

 Übersichtskarte:

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

 

Steckbrief der Vía Verde del Ferrocarril Vasco-Navarro I (incl. Abzweig zum Kloster Estibaliz)

Geographische Lage: Baskenland (Álava)
Start/Ziel: Otazu (3 km südöstlich von Vitoria-Gasteiz) - Túnel de Laminoria (Westseite). Abzweig nach Estibaliz bei Andollu
Anfahrt/öffentliche Verkehrsmittel: Vitoria-Gasteiz
Länge
: 17,1 km auf der Trasse, Abzweig Estibaliz
3 km.
Höhendifferenz: Ausgangspunkt
Tunnel 730 m ü.NN - Endpunkt Otazu 545 m ü.NN - Kloster 594 m ü.NN
Beschilderung: Kilometrierung fehlt oder ist beschädigt,  Wegweiser sporadisch, Infotafeln an den Bauwerken
Oberfläche: verfestigte Erde (nicht asphaltiert)
Bauwerke: 2 Tunnel, ein Fahrradsteg
Schwierigkeitsgrad: leicht
Eignung: alle Fahrräder außer Rennräder
ehemalige Bahnstrecke: aus mehreren Abschnitten bestehende Bahnstrecke, ursprünglich von Estella/Lizarra über Vitoria-Gasteiz nach Mekolalde-Bergara (Verbindung mit der Strecke Maltzage-Zumarárraga). Abzweig der Nebenstrecke zum Kloster Estíbaliz. Der erste Abschnitt wurde 1889 eröffnet, der letzte Abschnitt erst 1927 fertiggestellt.Die Strecke wurde später elektrifiziert! Stilllegung der Bahnstrecke Ende 1967.
Besonderheiten: Die Vía Verde FC Vasco-Navarro besteht aus mehreren Teilabschnitten. Die durchgängige Verbindung zur Hauptstadt Vitoria-Gasteiz ist durch die Überflutung des 2250 m langen Tunnel von Laminoria unterbrochen und nur durch eine mühsame Umfahrung möglich. Teil I der Strecke führt vom Tunnel bis ca. 3 km an die Stadt heran. Der Radweg zum Kloster Estibaliz (3 km) zweigt in Andollu ab.
Ein weiterer Abschnitt der ehemaligen Bahnstrecke Vasco-Navarro ist die "Vía Verde del Zadorra" genannte Strecke zwischen Vitoria-Gasteiz und dem Pass von Arlabán. Teil II der Vía Verde FC Vasco-Navarro führt über 46 km von der Ostseite des Tunnels nach Estella.
Umgebung
weitere Radwege: Vía Verde del Bidasoa, Vía Verde del Plazaola, Vía Verde del Urola, Vía Verde del Zadorra
Sehenswürdigkeiten: Kloster Estíbaliz, Vitoria-Gasteiz (Hauptstadt des Baskenlandes), Naturpark von Izki.

Unterkunft:
In den Ortschaften, besonders Vitoria-Gasteiz. Parador-Hotel in Argomaniz

GPS-Track:
VascoNavarroneu.gpx
(Download mit Rechtsklick, Ziel speichern unter..)

GPS-Track (gpx) Download:


[GPSLogo.jpg]

(Download mit Rechtsklick, Ziel speichern unter..)

 

 

 

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Höhenprofil:

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Bilddokumentation und Beschreibung:

Wir starten die Tour bergab vor der Westseite des Tunnel von Laminoria. Der Zugang zur Vía Verde ist von der Straße von Ullibarri-Jauregi zum Steinbruch möglich. Hier trifft man auf die Tunnelumfahrung, die über den Pass von Gereñu nach Maeztu führt.

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Etwa 2,7 km von Maeztu entfernt beginnt die Umfahrung zur anderen Tunnelseite über die Passhöhe (etwa 8 km). Die Strecke ist eher etwas für Mountainbikes (auf spanisch BTT).

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Nach dem Pass kreuzt die Umfahrung die A-1439, die von Ullibarri-Jauregi zum Steinbruch von Laminoria führt. Man folgt den Schildern bergab Richtung Erenchun (Erentxun). Provisorische Umleitung steht auf dem Schild. Sogar ein Straßendurchlass wurde gebaut, hier fahren viele Lastwagen Richtung Steinbruch.

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Nach einer kurzen Fahrt durch den Wald erreicht man den Stausee von Ullibarri-Jauregi. Der Staudamm muss überquert werden.

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Dann trifft man auf die Bahnstrecke.Noch 680 m zum Tunnel von Laminoria (Sackgasse!)

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Der erste kurze Tunnel taucht auf (Túnel de Huecomadura). 132.968,76 Peseten hat der Bau einmal gekostet, seht auf dem Schild. Vorbei an der Casa del Túnel, nur noch eine Ruine. (Kosten ehemals 32.000 Ptas)

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Dann ist die Vía Verde zuende. Der Zugang zum Portal des Túnel de Laminoria ist offiziell nicht möglich (Trinkwasserschutzgebiet), die Tafel zeigt den Bahnhof von Laminoria.

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Die Fahrt bergab beginnt. Dieser Abschnitt gehört zu den schönsten der Bahnstrecke. Mehrere Brücken kreuzen die Trasse.

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Nach kurzer Fahrt erreicht man die Trafostation von Rotalde. das Gebäude ist gut erhalten, ein Rastplatz wurde angelegt.

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Es geht weiter bergab, wieder kreuzt eine Brücke den Radweg.

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Ein Wassersammelbecken zwingt uns zu einer kurzen Umfahrung. Aber gleich geht es wieder hinab auf die Bahntrasse.

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Der Blick zurück zeigt die Berge der Region. Wir fahren durch einige Einschnitte in die Landschaft.

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Recht einsam ist diese Gegend, ausgedörrt nach dem Sommer. Ein großes Feuer ist in der Ferne an der Rauchfahne zu erkennen. Löschflugzeuge tanken Wasser am nahen Stausee.

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Große Mengen Erde und Gestein mussten für diesen Einschnitt beseitigt werden.  Der Bahnhof von Erenchun zerfällt, die Natur holt sich das Gelände zurück.

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Die Fahrt geht weiter durch die Felder. Mehrere Einschnitte in die hügelige Landschaft waren notwendig.

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Wieder kreuzt eine Brücke, dann erreicht man den Tunnel von Trocóniz. Das Bahnhofsgelände muss umfahren werden.

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Kurz vor Andollu zweigt die Strecke zum Kloster Estíbaliz ab. Eine Unterführung bringt uns auf die andere Seite der A-132.

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Der Bahnhof von Andollu ist verbarrikardiert, der von Aberásturi steht frei an der Strecke und ist schön restauriert (Privathaus).

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Als nächstes erreicht man Otazu, auch dieses Bahnhofsgebäude ist schön erhalten.

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Ein Holzsteg bringt uns auf die andere Seite der A-3104, dann erreicht man das Ende der Vía Verde an der A-2130 etwa 3 km vor Vitoria-Gasteiz.

Hier endet die Fahrt auf der Trasse. Dem Radler, der zurück nach Vitoria-Gasteiz will, bleibt nur die Fahrt auf der vielbefahrenen Straße - eine sehr unbefriedigende Lösung. Zum Kloster Estíbaliz geht es auf der Trasse zurück zum Abzweig in Andollu.

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