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Vía Verde del Plazaola Teil 2: Vom Tunnel von Uitzi nach Leitza

 

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Der Tunnel von Uitzi:

 

Der Tunnel von Uitzi ist ein bemerkenswertes Bauwerk und war mit 2630 m Länge vor der Zeit der Hochgeschwindigkeitszüge einer der längsten Eisenbahn-Tunnel Spaniens (Er ist aber noch nicht einmal halb so lang wie der Tunnel von Engana der Strecke Santander-Mediterranea - 6976 m lang - der heute wegen mehrerer Einstürze und Überflutung nicht mehr durchquerbar ist). Von 2008 bis 2011 wurde der Tunnel ausgebaut und mit einer Beleuchtung versehen, die segmental durch Bewegungsmelder gesteuert wird. Die Umschaltung der einzelnen Streckensegmente dauert immer ein paar Sekunden, in denen der Radler in ein dunkles Portal hineinfährt. Ich empfehle in jedem Fall eine gute Batteriebeleuchtung auf die Fahrt mitzunehmen, so dass man auch bei Ausfall der Tunnelbeleuchtung ausreichend Licht zur Verfügung hat. Für weitere Tunnel der Strecke braucht man ohnehin Licht am Fahrrad. Ohne Beleuchtung ist es wegen der Neigung der Strecke im Tunnelinneren wirklich stockfinster, wie wir bei unserer früheren Durchquerung feststellen mussten.

Im Sommer 2011 war die Durchquerung eine feuchte und kühle Angelegenheit, Schutzbleche waren angesagt, dennoch war eine Verschmutzung durch die wassergebundene, teils matschige Fahrbahndecke nicht zu vermeiden. Im Innern des Tunnel ist die Luft feucht und kalt.

Die Durchquerung ist immer noch ein Erlebnis, 2,7 km ziehen sich doch recht lange hin. Schilder am Eingang empfehlen Helm und Gummistiefel -  letztere für Radler doch eher unpraktisch. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Aber die Feuchtigkeit und das Sickerwasser haben an den Tunnelwänden Tropfsteinformationen in verschiedenen Farben hervorgebracht.

Der Ausbau des Tunnels von Uitzi ist für die Vía Verde del Plazaola ein riesiger Gewinn für die Radler, da die steile Umfahrung über den Ort Uitzi nun vermeidbar ist.

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Südportal vor dem Ausbau 2007

Südportal nachdem Ausbau 2011

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"Tunnel mit Beleuchtung - 2700 m" steht auf dem Schild am Portal. "Helm, Stiefel (?) und Taschenlampe sind erforderlich".

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Dann geht es los, die Beleuchtung springt an und setzt sich segmentweise fort.

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Wenn man weiter im Tunnelinneren ist, erkennt man das nördliche Ende als winzigen Lichtpunkt, bevor die Leuchten des nächsten Segmentes aktiviert sind. An den Wänden findet man an einigen Stellen bunte Tropfsteinformationen.

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Das nördliche Portal ist erreicht (Blick zurück).

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Wegweiser Richtung Leitza vor dem Tunnel, nun beginnt eine flotte Abfahrt ins Tal.

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Landschaft und Fahrgenuss sind kaum zu überbieten. Durch tiefe Einschnitte und Tunnel führt die Bahntrasse talwärts.

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Dann wird die Landschaft offener, der Weg führt durch ein Weidegebiet. Und wieder geht es durch Einschnitte und Tunnel

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Ein Gehöft taucht auf, dann ist man wieder von dichter Vegetation umgeben.

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Mehrere Brücken überqueren die Trasse.

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Unten im Tal liegt der Ort Leitza mit der Kirche San Miguel aus dem späten 18. Jahrhundert. Wir sind immer noch in rund 500 m Höhe über dem Meer.

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Der 649 m lange Tunnel von Leitza bei Kilometer 13 ist beleuchtet. Eine Beleuchtung am Fahrrad wird dennoch dringend empfohlen!

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Über eine Brücke - die soliden Geländer sind restauriert.Über eine Brücke: Ein Metallgeländer sichert die Flanken. Bei Kilometer 14 erreichen wir den Túnel de Tellería, der unpassierbar ist.

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2010 wurde neue Tunnelumfahrung auf dem Niveau der Trasse gebaut, die die steile Passage der alten Umfahrung beseitigte.

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Wir nähern uns Leitza. Vor dem Bahnhof geht es nochmal durch einen Tunnel.

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Die schönen alten Gebäude des Bahnhofs von Leitza waren 2010 noch Ruinen.

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2011 ist wenigstens der Bahnhof restauriert. Ein Parkplatz wurde geschaffen, ein sehr guter Einstiegspunkt für Radler. Die Zufahrt ist auch vom Ort aus beschildert.

Wir sind nun kurz vor dem Schnittpunkt mit der Autobahn A 15. Dort ist die Grenze zwischen dem Baskenland (Gipuzkoa) und Navarra erreicht. Dort endet auch der erste Abschnitt der Via Verde del Plazaola.

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