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Vía Verde del FC. Santander-Mediterráneo - Abschnitt Soria -Hontoria del Pinar 66,8 km

Befahrung 09/2018

Der südöstliche Abschnitt der stillgelegten Bahnstrecke des "Santander-Mediterráneo" war im Jahr 2018 auf einer Länge von 66,8 km zwischen der Provinzhauptstadt Soria und Hontoria del Pinar als Vía Verde ausgebaut. Der kleine Ort Hontoria del Pinar (ca. 700 Einw.) liegt 38 Bahnkilometer vom Ende des ausgebauten Abschnitts von Burgos nach Cascajares entfernt. Dieser Teil der Bahnstrecke ist noch nicht befahrbar, so dass es sinnvoll erscheint, als Startpunkt für die Befahrung der Vía Verde die Stadt Soria zu wählen.

Die Befahrung der Via Verde in beide Richtungen beträgt gut 133 km, eine Hin- oder Rückfahrt mit dem Linienbus ist möglich. Allerdings muss hierzu des Fahrrad z.B. mit Plastiksäcken verpackt werden, und die spärlichen Abfahrtszeiten können recht ungünstig liegen. Am besten fragt man am Busbahnhof von Soria.(Estacion de Autobuses de Soria, Avenida Valladolid, 40).

Soria liegt am Río Duero in einer Höhe von 1063 m ü.NN. und hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dennoch geht es hier eher beschaulich zu, der Tourismus ist noch sehr zurückhaltend. Soria, die zweitkleinste Provinzhauptstadt Spaniens, ist auch Standort eines Campus der Universität Valladolid und verfügt über einen Eisenbahnanschluss nach Madrid.

Die Region ist dünn besiedelt (8,6 Einw./qkm), insgesamt ca. 90.000 Einwohner leben in dieser Provinz, davon ca. 40 % in der Stadt selbst.

Die Geschichte von Soria reicht zurück bis in die Broncezeit, die Überreste einer Burg (ursprünglich  9. Jhd., zerstört  Anfang 19. Jhd.) befinden sich auf einem 1111 m hohen Hügel, den der Fluss Duero umfließt (Cerro del Castillo). Heute befindet sich hier ein Hotel der Parador Kette, benannt nach dem Lyriker Antonio Machado, der kurze Zeit in der Stadt gelebt und gewirkt hat. Vom Burghügel mit seinem Park hat man eine tolle Aussicht über die Stadt, zu den Bergen der Region und hinab zu den Flüssen Golmayo und Duero, die sich tief in die Landschaft eingegraben haben. 


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Altstadt von Soria - Plaza Mayor

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Park und Spazierweg am Duero: "Paraje Natural El Soto Playa"

Die Epoche der Eisenbahn begann in Soria vor etwa 125 Jahren, im Jahr 1892 , als der erste Zug der Linie Torralba - Soria am damaligen Bahnhof San Francisco eintraf. Damals wurde der Fluss Golmayo auf einem imposanten Eisenviadukt aus einer belgischen Schmiede überquert. Mit dem Bau des neuen, heute noch aktiven Bahnhofs Soria-Cañuelo und dem Bau eines Viaduktes aus Beton wurde das alte Viadukt überflüssig, der Bahnhof und das Eisenviadukt wurden abgerissen.

"Eisenviadukt" Soria (externer Link)

Archivo Histórico Provincial de Soria, Dominio público, From Wikimedia Commons, the free media repository,File:AHPSo255.jpg,Creado el: 1 de enero de 1890

Viaducto de Hierro (Eisenviadukt) über den Fluss Golmayo der Strecke Linie Torralba - Soria, Länge 150 m , Höhe 37, abgerissen in den 1960er Jahren.

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Reste der Brückenlager des Eisenviaduktes am Río Golmayo, Soria

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Brücke Carlos IV und das Betonviadukt der Eisenbahnstrecke (Madrid) - Torralba - Soria

 

Die Stationen des FC. Santander-Mediterráneo -   Abschnitt Soria - Hontoria del Pinar

Soria-Cañuelo - Toledillo - Cidones - Herreros - Abejar - Cabrejas del Pinar - Pinar Grande - Navaleno - San Leonardo de Yagüe - Hontoria del Pinar

 
 
 Die Vía Verde Abschnitt Soria - Hontoria del Pinar
 
Der Beginn des Radwegs ist schwer zu finden, es gibt in der Stadt keine Beschilderung (2018). Man kann sich aber an der Lage des Bahnhofs orientieren, der sich am südwestlichen Stadtrand von Soria befindet. Vom Bahnhof aus gibt es keinen direkten Zugang zum Startpunkt!  Man muss nordwestlich die Calle Saavedra stadtauswärts fahren und nach ca. 600m links in die Calle Segovia abbiegen. Man folgt der Straße durch das Neubaugebiet (Calvario), bis die Straße in die Avenida Europa übergeht. Dort am südwestlichsten Punkt steht eine Infotafel. Ein kurzer Weg hinab zum Radweg auf der Trasse. Der Beginn des Radwegs ist nur 500 m Luftlinie vom Bahnhof entfernt, allerdings auf der anderen Gleisseite. Der Zugang durch das Bahngelände ist gesperrt. Die Anfahrt vom Bahnhof aus beträgt 2,1 km.
 
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Eine Möglichkeit der Zufahrt vom Bahnhof Soria-Cañuelo zum Startpunkt der Vía Verde (2,1 km)
 
 


Übersichtskarte Vía Verde Abschnitt Soria - Hontoria del Pinar
 
 
Trackdownload (gpx): folgt

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Von der Innenstadt Soria aus kann man auf den grünen Radwegen Richtung Universitätscampus fahren. So gelangt man in die Nähe des Bahnhofs.

 
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Seit der alte Bahnhof Soria - San Francisco abgerissen wurde, ist Soria-Cañuelo ein Sackbahnhof. Hier stehen die Züge, die vier mal am Tag Richtung Madrid fahren zur Abfahrt bereit (Linea Soria-TorralbaStand 2018).

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Die Züge der Linie Soria Torralba - Madrid überqueren den Río Golmayo auf dem großen Betonviadukt.

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Der Santander-Mediterráneo Richtung Calatayud verließ Soria in östlicher Richtung und überquerte den Rio Duero auf einer Eisenbrücke. Die Bahntrasse westlich des Bahnhofs liegt brach. Hier ist kein Durchgang möglich.

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Durch das Neubaugebiet westlich der Calle Saavedra erreicht man dort, wo die Avenida Europa eine Kehrtwendung macht, die ersten Wegweiser zum Radweg. Der ist von hier nur ein paar Meter weiter unterhalb schon zu sehen. An dem kleinen Rastplatz neben der Trasse beginnt der Ausbau Richtung Burgos. Wir befinden uns bei Bahnkilometer 96 (von Calatayud aus).

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Der erste Abschnitt des Radwegs nach Abejar (30,6 km) beginnt. Vorsicht an den "unvermeidlichen" Pfostensperren!.
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Ein erster felsiger Einschnitt, gefolgt von einer breiten Straßenbrücke über die Umgehungsstraße bereits nach wenigen 100 Metern.
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Die Kilometrierung des Radwegs zählt von Soria aus rückwärts. Einige Verkehrszeichen der Eisenbahn sind erhalten geblieben.
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Vorbei an der Kläranlage, dann unter den Brücken durch. Stark befestigte Felswände am Rande der Trasse, der Abzweig in den Ort Golmayo wird passiert.

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Im Weidegebiet  der "Dehesa de Golmayo"  laufen die Kühe frei herum. Vorsicht am Gitterrost! Die Tiere beobachten uns skeptisch.
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Der mächtige Felsklotz des Pico Frentes (1382 m) rückt näher. An seinem Fuß entspringt der Río Golmayo, der nach 12 km in Soria in den Duero mündet.

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Haltepunkt Toledillo, hier gibt es etwas Schatten - oder Schutz vor Regen?. 
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Von hier aus blickt man gen Norden zu den höchsten Bergen der Sierra de la Demanda (2271 m), die man auch auf einer Via Verde erfahren kann.
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Die langen Geraden und der lose Splitt erfordern Durchhaltevermögen. Blick zurück: Ein großes A ist das Zeichen für einen Haltepunkt: Apeadero.
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In Ocenilla gibt es einen Rastplatz - leider ohne Schatten oder Schutzhütte.  Der Bahnhof Cidones taucht auf.
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Ein wütender Hund bewacht die Ruine. Der nächste Haltepunkt - Herreros - ist zumindes restauriert..
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Die dichte, grüne Vegetation erscheint merkwürdig in dieser Dehesa, aber der große Stausee des Duero, Embalse de la Cuerda del Pozo, liegt nur  2 km Luftlinie entfernt. In der Ferne erkennt man schon den Ort Abejar, Ziel der ersten Etappe.

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Am Bahnübergang an der Straße nach Abejar ist ein Bahnwärterhäuschen erhalten geblieben. Diese Stellvorrichtung ist aber doch etwas in die Jahre gekommen.

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Einfahrt in den Bahnhof von Abejar. Auf dem langen Bahnsteig ist ein Rastplatz entstanden. Das stattliche Bahnhofsgebäude in der üblichen Bauweise dieser Bahnstrecke ist leider eine vermauerte Ruine.

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Bahnkilometer 126,981, Hier beginnt der zweite Teil des Radwegs  Noch 26,9 Kilometer nach San Leonardo, nahe der Provinzgrenze zu Burgos. Die Kilometrierung des Radweges zählt nun verwirrenderweise wieder rückwärts, Kilometer Null befindet sich direkt am Bahnhof von San Leonardo de Yagüe, 4,9 km von der Provinzgrenze entfernt.

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"The long way home"?

 




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