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Via Verde de la Sierra Norte de Sevilla

 Befahrung 06/2016

In der Berglandschaft nördlich von Sevilla befindet sich die Trasse einer ehemaligen Minenbahn. Das im Tagebau bei San Nicolás del Puerto gewonnene Eisenerz wurde ab 1895 mittels dieser im hierfür eher unüblichen Breitspurmaß errichteten Bahnstrecke ins Tal transportiert und von dort auf den schon vorhanden Bahnstrecken weiter geleitet. Es gab nie regelmäßigen Personenverkehr auf der Strecke, die im Jahr 1970 stillgelegt wurde. Zurück blieb ein durchlöcherter "Hügel aus Eisen" (Cerro del Hierro) und eine 18 km lange Trasse, die heute als asphaltierter Radweg durch das Naturschutzgebiet der Sierra Norte de Sevilla führt.

Anreise:
Von Sevilla aus ist es nicht gerade nahe zu diesem Radweg, gut 88 km auf kurvigen Straßen! Die Anreise mit der Bahn ist möglich, wenn da nur nicht der ausgedünnte Fahrplan wäre: Fahrplan vom 07.02.2016: Der Regionalexpress von Sevilla (Bhf. Santa Justa) nach Mérida und Cáceres fährt einmal am Tag um 17:20 ab und erreicht nach 1 1/4 Stunden den Bahnhof Cazalla-Constantina. Der Transport der Räder im Regional-Express muss wahrscheinlich angemeldet werden, bitte vorher abklären! In der Gegenrichtung fuhren 2016 ganze 2 Züge, 10:08 und 11:24 ab Cazalla nach Sevilla.
Die Cercanias (Nahverkehr) der Linie C3 ab Sevilla S.J. fahren 3x am Tag in beiden Richtungen, die Zeiten sind im Internet abrufbar (http://www.redtransporte.com/sevilla/cercanias-renfe/horarios.html, - ohne Gewähr, Stand: Sommer 2016)
Vom Bahnhof  Cazalla aus sind es 1,4 km zum Beginn des Radwegs am Parkplatz (Wegweiser). Der Ort Cazalla de la Sierra ist 8,5 km vom Bahnhof entfernt, der Ort Constantina 12,5 km.

Die Strecke:
Der Radweg beginnt am Parkplatz am Río Huéznar bei der "Insel Margarita" (Freizeiteinrichtung). Von dort aus führt die Vía Verde zunächst über Waldwege zum Abzweig der alten Trasse von der aktiven Bahnstrecke der RENFE. (ca. 4 km) Dieser Abschnitt ist nicht asphaltiert! Hier beginnt der eigentliche Bahntrassenradweg hinauf in die Berge. Es geht zunächst am Fluss Huéznar entlang. Tiefe Einschnitte in die Landschaft und den einzigen Tunnel der Strecke findet man auf diesem Abschnitt. Noch vor dem Ort San Nicolás del Puerto biegt die Strecke nach Osten ab und folgt dem Tal in einer Schleife zum Abbaugebiet am "Cerro del Hierro" (Eisenhügel). In den ehemaligen Arbeiterhäusern findet man auch ein kleines Restaurant. Die Tagebau-Minen können besichtigt werden, beschilderte Wege führen durch die Region. Die bizarre Landschaft, von Menschenhand zernagt und geprägt von den Farben der in den Felsen enthaltenen Metalle, üben einen eigenen Reiz aus, und locken an den Wochenenden viele Ausflügler an.

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Blick zum Erzabbaugebiet des "Cerro del Hierro"

 

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

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 Strecke mit Google Earth™ ansehen und Trackdownload (gpx):

[Googlebild.jpg] Anklicken (Google Earth muss installiert sein!)

[GPSLogo.jpg]  Rechtsklick, ...Ziel speichern unter....

 

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Der aktive Bahnhof "Cazalla y Constantina" - reduzierter Zugverkehr! Eine Infotafel zum Radweg steht direkt am Bahnhof.

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Die Bahnstrecke überqueren. Wegweiser führen zum Beginn der Vía Verde am Parkplatz bei der Isla Margarita. Kilometer Null!

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Am Waldrand entlang und durch die Felder.

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Der Mohn blüht! Leicht bergauf an den Steinmauern entlang.

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Dann hinab und über den Fluss Huéznar. Hier trifft man auf die Trasse der ehemaligen Minenbahn.

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Hier zweigte die Trasse von der Hauptstrecke ab.

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Aufwärts auf asphaltierter Strecke folgt man dem Verlauf des Flusstals.

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Die Straßenquerungen sind durch Schranken gesichert. Felsige Einschnitte in den Berghang.

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Überquerung der Landstraße  ... und des Flusses.

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Genussradeln, kaum merklich bergauf.

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Der Radweg hat deutlich an Höhe gewonnen. Durch eine breite Schlucht...

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...vorbei an hohen Felswänden und über einen aufgeschütteten Damm.

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Der Tunnel naht! Eine Sperre mit  "provisorischer" Umfahrung besteht offensichtlich schon länger.... Die Durchquerung des Tunnels ist riskant.....

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...... es besteht Steinschlaggefahr! Sicherer ist es außen rum!

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Vorbei am Ort San Nicolás del Puerto

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Kein Steinschlag, aber auch gefährlich: Klappsperre auf der Fahrbahn. Nun geht es durch die "Dehesa", eine typische Landschaftsform in Südspanien mit Weideland und Baumbestand.

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Das Ziel kommt in Sicht: Das Minengebiet am "Eisenhügel".

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Das Dorf der "Mineros" . Die Häuser der englischen Ingenieure sind nur noch Ruinen.

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Der Wasserbehälter hat die Zeit überdauert. Eine baufällige Brücke soll auch "provisorisch" umgangen werden.

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Hier befinden sich noch alte Öfen und die Ruinen der alten Häuser.

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Dann, kurz nach Kilometer 18, endet der Radweg. Der Rundgang durch die Höhlen und Felsen des Abbaugebietes bietet sich an. Danach kann man sich auf die Abfahrt ins Tal freuen!

 

 



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