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Sperren und Hindernisse auf Radwegen

Sperren auf Radwegen haben verschiedene Funktionen: einerseits sollen sie das Auffahren von Kraftfahrzeugen auf den Radweg verhindern, andererseits sollen sie den Radfahrer schützen, indem sie ihn abbremsen und vor allem vor dem motorisierten Querverkehr an Kreuzungen schützen. Die Sperren müssen in der Regel die Möglichkeit belassen, dass Wartungsfahrzeuge auf den Radweg auffahren können.

Dass Sperren eine Gefahr für die Radwegbenutzer darstellen können, haben z.B. die Verhältnisse am Milseburgradweg mit bisher 10 schweren Unfällen an den Pfostensperren deutlich gezeigt. “Wie kann man diese Pfosten nur übersehen?” höre ich des Öfteren, aber wer im Pulk hintereinander fährt und sich auf dem Radweg sicher fühlt, kann ganz schnell sein “Blaues Wunder” erleben, wenn er nicht ständig aufmerksam ist. Hier sind die Planer gefordert: Dass viele dieser Sperren schlichtweg überflüssig sind, zeigt der Rückbau in vielen Bereichen - schade um das verschwendete Geld!

Eine Patentlösung gibt es nicht und die Gestaltung der neuen Bahntrassen-Radwege wird zeigen, wie es weitergeht und wie man es besser (oder gar schlechter?) machen kann. So einige Sperren-Typen habe ich auf meinen Touren gesehen, hier einige Beispiele:

 

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Typisches Drängelgitter (Milseburgradweg): Der Weg ist nicht optimal an die kreuzenden Straßen herangeführt (Besser: parallel zur Straße verschwenken) , die Wirkung der Sperren ist zweifelhaft, wie man an den Umfahrungsspuren sieht. Bei schönem Wetter am Wochenende ist der Stau programmiert!

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Die berüchtigten Pfostensperren und deren Rückbau (Milseburgradweg)

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Schieflage: nach dem “Kontakt” (li. Kegelspiel-Radweg, re: Solztal-Radweg)

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Wer sieht sie noch, die Sperre? (Almeradweg)

Tarnfarbe: bei schönem Wetter gerade noch zu sehen (Lauraradweg)

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Gleich fünf Pfosten in Tarnfarbe (Eisenberger Esel)

Wer sieht die Pfosten an der kleinen Steigung? (Eisenberger Esel). Wehe dem, der bei der Talfahrt nicht genau aufpasst!

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Doppelsperren: der mittlere Bereich bleibt frei, aber wenn überhaupt, dann in Leuchtfarben! (links: Radweg bei Schwalmstadt, rechts: Mommelstein-Radweg)

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Spanische Dreifachsperre in Überlänge (Girona/San Feliu) und das deutsche Pendant (bei Oberaula-Hausen)

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Das “Zwergenformat”, (links Cami de Ferro, rechts Treffurt/Mühlhausen)

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Spanische Doppel-Poller in grüner Tarnfarbe (Girona/San Feliu) und das Modell “Natur” (Cami de Ferro)

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Besonders schöne Modelle: dicke Poller (Ulstertalradweg) “Leuchtturmpoller” (Laura-Radweg)

Manche Poller lassen sich entfernen oder umklappen. Die Befestigung am Boden schafft ein weiteres Unfallrisiko, besonders wenn der Poller waagrecht umgeklappt am Boden liegen bleibt, wie bei einigen Radwegen gesehen. Auch die Befestigungsreste rückgebauter Sperren können gefährlich werden, wenn sie aus der Fahrspur herausragen!

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Reste einer rückgebauten Sperre und nachfolgend noch ein Pfosten! Unfallgefahr! (Treffurt Mühlhausen)

Die so genannten “Drängelgitter” sollen den Radfahrer vor dem Querverkehr abbremsen. Oft stehen die Gitter zu eng und stellen dann eine Gefahr beim schnellen Überqueren der Straße dar. Viele der Gitter sind deshalb bereits wieder rückgebaut. Wichtiger: für freie Einsicht sorgen, damit Radler und Autofahrer sich rechtzeitig wahrnehmen können (Verziehen des Radwegs vor der Kreuzung). Wenn man den Fahrradverkehr fördern will und aufwändige Fahrradwege baut, dann sollte man den Radwegbenutzern an kleineren Kreuzungen mit Wirtschaftswegen und Anwohnerstraßen ruhig auch einmal die Vorfahrt geben und den Querverkehr abbremsen!

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Auch das 3-fach-Gitter wird umfahren (bei Schwalmstadt)

Nutzloses Doppelgitter in Tarnfarbe: rechts oder links wird vorbeigefahren (Mommelstein-Radweg)

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Viel zu eng stehende Sperre, Rückstau auf die Straße (Alme-Radweg)

So ist es besser (Kegelspiel-Radweg)

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Nutzlose Sperren (Langensalzaer Kleinbahn), daneben kommt sogar ein LKW vorbei.

So dienen die Sperren noch als Schutz für die Müllcontainer

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Noch eine neue Variante (bei Gotha)

Auch andere Hindernisse können gefährlich werden: Gitterroste (V.V. de la Jara))

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Marode Schranke und Gitterrost (V.V. Del Carrilet)

Recht breiter Abstand der Gitterstäbe: hoffentlich geht das gut (V.V. de la Sierra)

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Deutsche Variante: Entwässerung, wer da reinfährt wird wohl zu Boden gehen!

Keine echte Alternative als Auffahrsperre: Naturstein!

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Einige Findlinge

4-fach Pfosten plus Naturstein

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Die spanische Klappsperre (Ojos Negros) .....

.....und die deutsche Variante

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Unfreiwillige Klappsperre (Eisenberger Mühltal)

noch eine spanische Klappsperre (V.V. del Maigmó)

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Ende des Radwegs am Zaun, links der Bordstein. Wer plant so etwas?

Hütchenpoller: Ein Hütchen, eine Pfostensperre und ein Sicherheitsschloss am oberen Ende. Schöne Improvisation!

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Und noch ein Hütchenpoller: so sieht man den Pfosten wenigstens rechtzeitig.

Gemeingefährlich: bis auf den Radweg tiefgezogene Leitplanke

Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt – es gibt noch unendlich viele Variationen. Einige Radwege zeigen jedoch, dass es auch anders geht und kommen fast ohne Sperren oder Pfosten aus. An einer Straßeneinmündung stehen ja schließlich auch keine Sperrgitter sondern nur Verkehrsschilder!


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