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Vía Verde de la Senda del Oso - 44+13 km


Allgemeines zur Strecke

Die Vía Verde de la Senda del Oso ist einer der eindrucksvollsten Radwege in Nordspanien. In der einsamen Berglandschaft Asturiens fährt man auf den ehemaligen Trassen der alten Minenbahnen, die den engen Flussläufen von Río Teverga, Río Quirós und nach derern Zusammenfluss zum Río Trubia durch die Berge folgen. Da die Täler sehr schmal und verwinkelt sind, mussten zahlreiche Tunnel und Brücken gebaut werden, damit die Eisenbahn diese Strecken überhaupt befahren konnte. Der Name des Radwegs nimmt Bezug auf die Tatsache, dass in dieser einsamen Region Nordspaniens noch Bären zu finden sind: "Senda del Oso - Der Weg des Bären" - genauer gesagt Braunbären, von denen man zwei Exemplare in "Gefangenschaft" bewundern kann, nachdem diese verletzt aufgefunden und aufgezogen wurden.

Eigentlich besteht dieser Radweg aus drei Abschnitten, die den Zugang zu dieser schroffen Bergregion für alle Radler ermöglichen: Wenn man die Strecke talwärts befahren will, startet man in Teverga und folgt der alten Bahntrasse zunächst bis Tuñon - 20 km talwärts. Ab dort heißt der Radweg "Senda Verde Fuso de la Reina - Tunon" und führt den Radler zunächst weiter auf der Bahntrasse nach Trubia und dann entlang des Flusses Nalón zum alten Bahnhof Fuso de la Reina - weitere 16 km. Ab dort ist man wieder auf einer Bahntrasse, die eine schöne und gut ausgebaute Strecke bis in die Hauptstadt Asturiens Oviedo führt - weitere 8 km. Insgesamt umfasst die Route also etwa 44 km einfache Strecke, ohne große Steigungen und abseits des motorisierten Verkehrs. Der letzte Abschnitt wird auch als Vía Verde de Fuso bezeichnet.

Aber die Route hat noch eine weitere Variante, die Y-förmig von der Hauptstrecke abzweigt (beschildert): Weitere 13 km führt diese Strecke auf einer alten Minenbahn vom Abzweig etwas nördlich von Caranga de Abajo zum Stausee von Valdemurio (Quiroz) und weiter zu den Minen bei Santa Marina.

Die genaue Zahl der Tunnel und Brücken ist nirgends zu finden, auch nicht in den offiziellen Führern der Vías Verdes. Eine gute Beleuchtung am Fahrrad ist dringend empfohlen. Die Infrastruktur der Region ist aber gut und Verpflegung findet man in den größerene Orten. Bahnverkehr gibt es wieder ab Trubia, von wo aus man nach Oviedo fahren kann. In der Gebirgsregion ist man auf seine eigene Muskelkraft angewiesen, man sollte also genug Reserven für die Rückfahrt einplanen.

Stationen:

Teverga – Entrago - Las Ventas - Caranga de Abajo (Abzweig nach Valdemurio) - Proaza - Villanueva - Tuñon - Fuso de la Reina - Oviedo

 

 

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

Steckbrief des Seda del Oso - Senda Verde Fuso -Tunon - Oviedo

Geographische Lage: Spanien - Asturien
Start/Ziel: Teverga - Oviedo (und Abzweig von Caranga de Abajo nach Quiróz und Valdemurio/Santa Marina)
Anfahrt/öffentliche Verkehrsmittel:
Trubia, Oviedo
Länge
: 44 + 13 km
Höhendifferenz: Ausgangspunkt Teverga 450 m ü.NN - Tuñon (Rio Nalón) 90 m ü.NN
- Endpunkt Oviedo 220 m ü.NN
Beschilderung: gut beschildert als Camino Natural/Vía Verde
Oberfläche: Asphalt (teils stärker beschädigt) / Zement /Weg

Streckenführung: Teverga - Entrago - Caranga de Abajo - Proaza - Tuñon (Beginn Senda Verde Tuñon - Fuso de la Reina)

Bauwerke: zahlreiche Tunnel und kleinere Brücken

Schwierigkeitsgrad: mittel

Eignung: alle Fahrräder

ehemalige Bahnstrecke: Minenbahnen der Region (Beginn 1874 - Stillegung 1964)
Bedeutung des Radwegs:
Zugang von von der Hauptstadt Asturiens Oviedo und dem Tal des Ría Nalón zur Gebirgslandschaft des Valle de Teverga und Valle de Quirós

Sehenswürdigkeiten: Berglandschaft des Teverga-Tals, romanische Kirche in La Plaza, Oviedo, Abzweig zum Stausee Valdemurio

Unterkunft:
z.B. in den Ortschaften: San Martin/Teverga, La Plaza, Proaza, Oviedo u.a.

GPS-Track:
Teverga-Oviedo.gpx
(Download mit Rechtsklick, Ziel speichern unter..)


 

Strecke mit Google Earth ansehen und GPS-Track (gpx) Download:

[GoogleBild.jpg]

[GPSLogo.jpg] (Download mit Rechtsklick, Ziel speichern unter..)

 

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Y-förmiger Verlauf des "Senda del Oso" durch die Täler von Río Teverga und Quirós

Höhenprofile:

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Senda del Oso Teil 1 + 2: Von Entrago nach Trubia

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Senda del Oso Teil 2: Von Tuñon nach Trubia und Oviedo

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Senda del Oso Teil 3: Von Caranga de Abajo durch das Quir¡os-Tal nach Santa Marina

Bilddokumentation und Beschreibung: Teil 1 - Von Teverga und Entrago nach Tuñon (ca. 25 km)

 Wer mit dem Auto anreist, befolgt am besten die Empfehlung des offiziellen Radwegeführers und startet im Teverga-Tal, zum Beispiel in La Plaza/Teverga. Hier findet man Übernachtungsmöglichkeit (z.B. Hotel La Posta) fernab vom Trubel der Hauptstadt Oviedo oder der Küstenregion. Hier führte die antike Straße "Camino Real de la Mesa" vorbei, die schon zur Römerzeit Asturien mit León verband. Von hier aus folgt man dem Radweg talwärts bis zur Mündung des Río Trubia in den Río Nalón. Weiter geht es dann am Fluss entlang (mit einigen kurzen Steigungen) zunächst zum Bahnhof Fuso de la Reina und von dort auf der alten Bahnstrecke zur Hauptstadt Oviedo.

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Vor der Kulisse des mächtigen und kahlen Bergmassivs der Peña Collada (1517 m) erhebt sich der Turm des Klosters San Pedro (11. Jahrhundert) in La Plaza/Teverga. Man folgt der Straße talwärts nach San Martin de Teverga. Der Zugang zum Radweg ist beschildert.

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Die Wegweiser des Camino Natural (Vía Verde) sind standardisiert. Gut 1 km bis nach Entrago, zum Einstieg in die alte Bahnstrecke. Ein rot gefärbter Radweg führt kräftig bergauf über einen Hügel zum Parkplatz am eigentlichen Startpunkt.

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Eher unspektakulär beginnt der "Bärenweg" in Entrago in einer Höhe von ca. 450 m über dem Meer. Am Río Teverga entlang verengt sich schon bald das Tal.

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Die Qualität der Fahrbahn ist eher bescheiden, mit einigen Schlaglöchern in der ehemaligen Asphaltdecke und grobem Schotter. Die Kilometrierung trägt ein Bärenlogo und verläuft in Gegenrichtung (trotz offiziell anderer Fahrempfehlung).

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Die Brücken sind neu und führen den Radler zunächst in die "Schlucht von Valdecerezales". Viel Platz ist nicht zwischen dem Fluss und der Bergwand!

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Die Tunnel lassen auch nicht lange auf sich warten. Gut 300 m lang ist dieses Bauwerk.

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Die Beleuchtung funktioniert, dennoch Lampen am Fahrrad anschalten. damit man auch gesehen wird! Nun geht es von einem Tunnel in den nächsten.

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Die Felswände rücken noch enger zusammen, die Sonne hat es schwer in dieser engen Schlucht. Aber das Tal wird auch wieder breiter.

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Der bauliche Zustand des Radweges ist manchmal recht schlecht, Schlaglöcher und Abbrüche zum Fluss, notdürftig mit Plastikband "abgesperrt", die Geländer geborsten. An einem Stauwerk erkennt man einen mächtigen Bergrutsch, an dessen Beseitigung noch gearbeitet wird.

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Die Straßenquerungen sind auch kein Highlight der Strecke - gefährlich! (Hier bei Las Ventas). Aber die grandiose Landschaft der engen Schlucht und das Erlebnis der unzähligen Tunnel entschädigen für die ruppige Strecke.

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Dicht neben der Autostraße geht es nun weiter bergab, von Befestigungsmauern geschützt. Noch einmal verengt sich das Tal.

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Dann gewinnt die dichte Vegetation die Oberhand, die enge Schlucht verbreitert sich etwas. Wieder muss die Straße überquert werden.

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Kein Mangel an Tunneln!

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Kurz vor Proaza erreicht man den Abzweig ins Tal des Río Quirós zum Stausee von Valdemurio. (Via Verde de Valdemurio, die Strecke wird weiter unten beschrieben). Uns erwartet zunächst eine weitere Schlucht: Desfiladero de Peñas Xuntas

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