Madrid
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In der Region um die Hauptstadt Madrid gibt es bisher zwei Vías Verdes. Der Ausbau weiterer Strecken ist im Gespräch. Die Vía Verde del Tajuña führt von der aufstrebenden Industriestadt Arganda del Rey am Rio Jarama über die Berge ins Tal des Rio Tajuña über 47 km zu dem kleinen Ort Ambite. Der zweite Bahntrassenradweg, die Vía Verde Tren de los 40 Días (Die Eisenbahn der 40 Tage) beginnt nahe des Ortes Carabaña am Rio Tajuña und führt in südöstlicher Richtung nach nach Estremera nahe dem Rio Tajo (14 km). |
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Die Landschaft am Rio Tajuña ist gut erschlossen und landwirtschaftlich geprägt. Die Nähe zu Madrid ist überall erkennbar. Die Versorgung mit Proviant ist in den Orten gut möglich, die Abstände zwischen den Etappen ist verhältnismäßig gering (ca. 10 km). Auch Ausflugslokale findet man entlang des Flusses, sogar einen Fahrradverleih findet man an der Strecke (siehe unten bei der Wegbeschreibung). Weiter Richtung Südosten in die Berge wird die Landschaft karger und dünner besiedelt. Hier findet man wieder einsame Landschaften, teilweise durch Wanderwege erschlossen. Die Vías Pecuarias, alte Wege des Viehtriebs, durchziehen die Berge. Arganda del Rey ist heute eine Stadt mit knapp 50 000 Einwohnern, vor allem Zuwanderer aus anderen ländlichen Gebieten Spaniens und Rumänien. Touristen findet man dort eher selten. Als Ausgangspunkt für die Radtouren auf den Vías Verdes findet man in Arganda Übernachtungsmöglichkeiten, die Stadt ist aber auch von Madrid aus mit der Metro (Linie 9) erreichbar - Mitnahme von Fahrrädern am Wochenende möglich, bitte vorher informieren! |
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1. Via Verde del Tajuña ( 47 km) |
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Dieser Radweg verläuft von Arganda del Rey (etwa 30 km südöstlich von Madrid) nach Ambite. Der erste und neue Abschnitt dieser Strecke von Arganda über die Berge nach Morata de Tajuña (rund 15 km), der erst im Mai 2007 fertiggestellt wurde, hat den Zugang zum Radweg wesentlich verbessert. Die Strecke ist sehr gut ausgeschildert und verläuft im ersten Abschnitt fast vollständig auf der alten Schmalspurstrecke (mit Ausnahme eines kurzen Stückes am Steinbruch des Betonwerkes). Der zweite Abschnitt verläuft teils auf, teils neben der alten Bahntrasse, auch eine Umfahrung der inzwischen zerstörten Bahnabschnitte bei Perales und Tielmes über Nebenstraßen wurde notwendig. Das letzte Teilstück vor Ambite verläuft wieder auf der Trasse. Die Weiterfahrt auf der Bahntrasse bis Yebra (21 km) ist evtl. möglich, die Strecke ist aber weder beschildert noch ausgebaut (Feld- und Wanderpfad) - Vá Verde sin acondicionar "Vía Verde del Tajuña II". Die Fahrbahn des Radwegs besteht meist aus einem roten Asphaltbelag oder "normalem" Asphalt auf den Nebenstraßen. Der Radweg benutzt die alte Trasse der Bahnlinie Madrid (Niño Jesús) - Alocén (in östlicher Richtung in der Nähe des Rio Tajo). Die Gesamtlänge der Strecke betrug 143 km, Baubeginn war 1901, der Personenverkehr wurde 1953 eingestellt. Im allgemeinen Sprachgebrauch der Bevölkerung soll der Zug mehr gepfiffen haben als dass er gefahren wäre, der wachsende Autoverkehr besiegelte das Schicksal der Bahnstrecke, wie so oft (Quelle: Guías de Vías Verdes Vol. 1). Die Stationen sind: Arganda del Rey - Cementera (=Zementfabrik) - Morata - Perales - Tielmes - Carabaña - Orusco - Ambite Der weitere Ausbau der Vía Verde bis zum Stausee von Entrepeñas (Tajo) ist seit längerem im Gespräch. |
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1. Via Verde Tren de los 40 Dias ( 14 km) |
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Dieser Radweg - im Jahre 2002 fertiggestellt - zweigt bei Carabaña von der Vía Verde de Tajuña ab und führt Richtung Südosten durch die Berge nach Estremera. Tiefe Einschnitte gleich zu Beginn der Strecke kennzeichnen diese Vía Verde. Die Landschaft ist karg und einsam, auch der Radweg scheint eher wenig frequentiert. Zwei Rastplätze bieten Schatten. Der Radweg endet am Ortseingang von Estremera ohne Hinweistafel, der Rio Tajo ist von hier nur knapp 4 km Luftlinie entfernt. Die Fahrbahn ist durchgehend asphaltiert, manchmal ist der rote Belag schon etwas rissig oder durch Traktoren beschädigt. Eine Umfahrung kurz nach Beginn des Weges sorgt für eine kurze stärkere Steigung, sonst gibt es keine schwierigeren Abschnitte. Verfahren kann man sich kaum, der Weg ist gut beschildert und mit Kilometertafeln beschildert. Außer dem Ausgangspunkt Carabaña und dem Endpunkt Estremera werden keine weiteren Orte von der Vía Verde berührt, Brea de Tajo liegt 5 km östlich, Valdaracete 2,5 km südlich des Streckenverlaufs. Der Radweg verläuft auf einem Teilstück der ehemaligen Eisenbahnstrecke Torrejón de Ardoz - Tarancón . Die Bezeichnung "40 Tage" bezieht sich auf die Eile mit der die Strecke gebaut wurde, in Wirklichkeit dauerten die Arbeiten wohl um die 100 Tage. Die Bahnlinie war nur während des Spanischen Bürgerkriegs in Betrieb und wurde auch "Vía Negrín" genannt (nach Juan Negrín, span. Minister und Initiator der Strecke). Nachdem die Republikaner im Februar 1937 die Bahnstrecke Madrid - Alicante verloren hatten, wurde in aller Eile diese Ersatzstrecke aus den Teilen stillgelegter Trassen gebaut. Die Tunnel hatten keine Abzugsöffnungen, die Züge mussten mit voller Kraft durchfahren, damit die Besatzung nicht am Rauch der Lokomotiven erstickte.(Quelle und Infos: Federatión Castellano Manchega de Amigos del Ferrocarril)
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