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Kastilien-La Mancha (Castilla-La Mancha)

Im Zentrum Spaniens, im Gebiet Kastilien - La Mancha, gibt es bisher fünf Bahntrassenradwege. Die beiden längsten und interessantesten sind die Via Verde de la Jara,mit einer Länge von etwa 50 km und die neue Via Verde de la Sierra de Alcaraz, Teil I und II, zur Zeit zusammen 78 Kilometer (geplant ca. 106 km.)

Das Gebiet ist dünn besiedelt, Ackerbau ist meist nur durch Bewässerung möglich. Im Sommer wird es sehr heiß, der Radfahrer, der in dieser Zeit dort unterwegs ist, muss sich an die räumlichen und klimatischen Eigenarten der Region anpassen, also früh aufbrechen, nachmittags evtl. ausruhen (Siesta) und abends vielleicht wieder radeln.

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Die Entfernungen, die zwischen den einzelnen Versorgungspunkten entlang der Radwege liegen, können recht groß sein. Man sollte ausreichend Verpflegung, insbesondere Getränke/Wasser mitführen sollte. Auch die Wettereinflüsse können die Fahrzeit verlängern, heftiger Gegenwind in der Ebene oder Unwetter besonders in den Übergangs-Jahreszeiten sollten einkalkuliert werden.

Die Mancha ist die Heimat von Don Quijote, der literarischen Gestalt von Miguel de Cervantes. Seit Erscheinen des ersten Bandes (1605) sind etwas über 400 Jahre vergangen. Aus diesem Anlass wurde eine tourische Route geschaffen, die den umweltverträglichen Tourismus in den strukturschwachen Regionen fördern soll.

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1. Via Verde de la Sierra de Alcaraz Teil I und II ( 78 km)

Diese neue Via Verde westlich der Provinzhauptstadt Albacete führt von den Ebenen der Mancha in das Gebirge von Alcaraz. Die Strecke ist Teil der Route des Don Quijote, die in Erinnerung an das Werk des Schriftstellers Cervantes von der Gemeinschaft der autonomen Provinzen zur Förderung eines ökologischen Tourismus geschaffen wurde und auf einer Länge von etwa 2500 km durch die zentralspanischen Landschaften führt.

Der Radweg benutzt die alte Trasse der Bahnlinie Baeza - Utiel, die mit einer Gesamtlänge von 371 km ein enormes Potential an landschaftlichen Höhepunkten und Kunstbauten beinhaltet: 137 Tunnel und 67 Brücken mussten errichtet werden, um die schwierigen landschaftlichen Gegebenheiten beim Bau der Bahnstrecke zu bewältigen. Der Bau der Bahnstrecke wurde erst 1928 begonnen und nie fertiggestellt.

Insgesamt sind nun 106 km als Radweg in der Ausführungsphase, weitere 81 km sind in der Projektphase. Ausgebaut sind bereits die Abschnitte Albacete - Balazote (mit 2 kurzen Umgehungsabschnitten) - El Jardin - Robledo - Alcaraz (bis Santuario de Cortes), insgesamt 78 km.

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2. Via Verde de la Jara (52 km)

Diese Via Verde gehört zur Provinz Toledo und grenzt an die Region Extremadura (Provinz Carceres). Der Name kommt nicht etwa von dem Flusstal, dem die Trasse einen langen Abschnitt folgt (nämlich dem Rio Huso), sondern von den dort wachsenden Cistrosen (Cistus Ladanifer)= Jara”die man besonders im oberen Abschnitt der Strecke nicht nur sehen, sondern auch riechen kann: ein süßlicher Duft, den die klebrigen Blätter der Sträucher verströmen. Direkt an der Strecke gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten und kein Wasser, wer nicht ausreichend versorgt ist, muss in die abseits gelegenen Orte ausweichen (siehe unten). Die in den Führern der Vias Verdes genannten Quellen (Kilometer 3 und 10) sind nach unserer Erfahrung nicht wirklich von uns nutzbar.

Der ausgebaute Radweg zwischen dem Ort Calera y Chozas und Santa Quiteria (unbewohnt!) führt über 52 Kilometer mit überwiegendem Teer/Splittbelag und bewält 290 Höhenmeter. Markanter Höhepunkt der Strecke ist das riesige Viadukt über den Rio Tajo, das von der Via Verde überquert wird.

Die Strecke sollte von Talavera de la Reina bis nach Villanueva de la Serena führen. Nur zwei der Abschnitte wurden weitgehend fertiggestellt aber nie in Betrieb genommen, der mittlere Abschnitt blieb weitgend unfertig. Der dritte und südlichste Abschnitt zwischen Logrosan und Villanueva ist neuerdings ebenfalls zum Radweg ausgebaut(Vía Verde de las Vegas del Guadiana y las Villuercas, 56 km).

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