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Hintergebirgsradweg: Reichraming – Unterweißwasser - Brunnbach ("Waldbahn") - 43,2 km (Rundkurs)

Allgemeines zum Radweg:

In den österreichischen Kalkalpen befindet sich einer der spektakulärsten Bahntrassenradwege der Alpenregion. Die ehemals zur Erschließung des Hintergebirges für den Holzabtransport gebaute Schmalspurbahn (760 mm) dient als Basis für diesen Radweg durch den Nationalpark Kalkalpen und führt in zwei Abschnitten auf Forstwegen in einem Rundkurs durch die Berge dieser Region. Der Bau von neunzehn Tunneln ( lt. Angaben im Internet zusammen 1,922 km lang) und 41 Brücken war zum Betrieb der Strecke notwendig. Zwölf dieser Tunnel sind auf dem Radweg noch befahrbar, der längste davon 339m lang. So verspricht die Strecke ein wahres Erlebnis abseits des motorisierten Verkehrs.

Der Abschnitt von Reichraming nach Weißwasser (zeitlich eigentlich der zweite Abschnitt, gebaut von 1947-1951) führt durch die Schlucht des Reichramingbaches, wo einTunnel dem nächsten folgt. Für einen Rundkurs zum Abschnitt im Brunnbachtal (erbaut 1918-1922) muss man den Aufstieg über den Hirschkogelsattel bewältigen. Mit etwa 270 Höhenmetern auf ca. 4,3 km ist das nicht jedermanns Sache, zumal die Oberfläche mit dem Splitt/Kiesbelag recht rutschig und die Abfahrt nach Brunmbach relativ steil ist. WEnn man in Gegenrichtung von Brunnbach aus fährt, ist die Steigung noch heftiger, wie das Höhenprofil zeigt: auf 3 km 321 Höhenmeter. Alternativ kann man die beiden Abschnitte auf der ehemaligen Bahntrasse aber auch getrennt hin und zurück fahren: Reichraming - Weißwasser etwa 21 km und Reichraming - Brunnbach ca. 12 km (jeweils einfache Strecke). Die Abschnitte auf der Bahntrasse haben natürlich eine gleichmäßige, geringe Steigung und sind für alle Radler gut befahrbar. Vorsicht und Rücksicht ist vor allem in den Tunneln geboten. Trotz der Beleuchtung ist Licht am Fahrrad erforderlich, da zeitweise große Lastwagen der Holzabfuhr und die Fahrzeuge der Waldhüter unterwegs sein können!

Hinweis: Die Befahrbarkeit des Radwegs ist zu bestimmten Zeiten ggf. eingeschränkt (Nationalpark), bitte die Hinweise vor Ort beachten oder bei der Touristen-Information nachfragen!

Tipp zur Anreise: Die Anreise im Sommer ist auch mit dem Nationalpark Wanderbus Hintergebirge (mit Fahrradanhänger ausgerüstet) möglich. Er fährt von Steyr durch das Reichraminger Hintergebirge bis zum Hengstpass und zurück. (Bei Bedarf bitte informieren und reservieren!)

Übersichtskarte

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

Höhenprofil (anklicken)

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Die Strecke: "Auf den Spuren der Waldbahn"

 

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Wir beginnen die Fahrt an einem kleinen Parkplatz am Ortsausgang von Reichraming. Dort, am Reichramingbach, befinden sich Infotafeln zum Radweg.

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Die Strecke folgt dem Reichramingbach (im Oberlauf "Großer Bach" genannt) talaufwärts. Unterwegs gibt es einige Parkplätze und Ruhebänke

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Am Abzweig nach Anzenbach trifft man auf die Schilder des "Nationalparks Kalkalpen".

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Vorsicht, die großen Holztransporter lassen dem Radler nur wenig Raum, es staubt gewaltig! Rechtzeitig ausweichen.

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Der erste Tunnel ist nur kurz. Dann geht es vorbei an einer Brücke auf die andere Seite des Reichramingbaches zu den Wanderwegen (Ebenforstalm)

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Oberhalb der Mündung des Plaißabaches heißt der Reichramingbach Großer Bach. Nur 200 Meter weiter (Maier Alm) verzweigt sich der "Hintergebirgsweg" (R9).

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Hier beginnt der Rundkurs. Wir fahren zunächst rechts ab am Großen Bach entlang zur "Großen Klause" - geradeaus führt die Trasse nach Brunnbach.

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In dieser Schlucht beginnt die "Tunnelstrecke".

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Zwischen den Tunneln ein Blick auf den glasklaren Bach.

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Achtung, Gegenverkehr! Auch in den (teils spärlich) beleuchteten Tunneln Licht einschalten! Nun führt der Weg stetig aufwärts durch den Wald....

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...und wieder folgt ein Tunnel, grob aus dem Felsen gehauen.

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Wir erreichen die "Große Klause", einst Arbeitsplatz der Flößer. Bei Nässe ist der Abstieg rutschig!

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Der Bach zwängt sich durch die Felsen....und die Radler durch den beleuchteten Tunnel. Dann öffnet sich die Schlucht.

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Rast an der "Großen Klaushütte"

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Weiter talaufwärts ein gesperrter Tunnel... und noch einer.

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Auf der anderen Seite liegt noch ein Gleisrest. Hier steht die Solaranlage für die folgende Tunnelbeuchtung.

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Wir sind an der "Großen Schlucht", eine Brücke führt hinüber direkt in einen langen Tunnel.

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Die Beleuchtung ist eher spärlich, die holprige Fahrbahn sieht man nur mit Licht am Fahrrad.

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 Licht am Ende des Tunnels: weiter durch ein felsiges Tal.

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Schon erscheint der nächste Tunnel in der Ferne, und aus dem einen in den nächsten....

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Die nächste Röhre ist stockfinster! Gut, dass unser Licht funktioniert.

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Über eine Brücke in den Tunnel ... und aus dem Tunnel heraus wieder über eine Brücke.

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 Schließlich erreicht man den "Schleierfall". Steile Felswände ragen neben dem Radweg auf (Blick zurück).

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Es folgt ein "Torbogen" mit felsigen Hörnern

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Es ist noch nicht zu Ende, der Bau dieser kleinen Bahnlinie erforderte offensichtlich einen enormen Aufwand.

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Die letzten Tunnel, dann erreicht man die Schranke am Abzweig bei Weißwasser.

Hier beginnt der Anstieg zum Hirschkogelsattel, eine Strecke, die nach unserer Ansicht nicht familienfreundlich ist. Es geht auf rutschiger Splitt/Schotterpiste kräftig bergauf, für einige Radler ist hier Schieben angesagt. Auch die steile Abfahrt hinab nach Brunnbach ist auf der ruppigenFahrbahn nicht ganz ungefährlich.

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