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Wilsdruffer Schmalspurnetz (II): Von Freital ins Bobritzschtal und nach Niederschöna


Die stillgelegte Bahnstrecke des Wilsdruffer Schmalspurnetzes endet in Potschappel. Nun beginnt die Fahrt durch das Weißeritztal, durch die Stadt Tharandt an der Wilden Weißeritz, bis zum Bahnhof Klingenberg-Colmnitz an der Hauptstrecke Dresden - Chemnitz - Werdau. Dort erreicht man einen Ast des Wilsdruffer Schmalspurnetzes, der durch das Bobritzschtal aufwärts nach Frauenstein im Osterzgebirge führt. Von Colmnitz talwärts, Richtung Norden, verläuft die stillgelegte Bahnstreckke nach Naundorf und Falkenberg, verlässt aber dann das Bobritztal nach Niederschöna, Oberschaar. Dieser Zweig mündet in Oberdittmannsdorf in die stillgelegte Strecke Wildruff- Nossen (Teil I des Bahntrassenradwegs).
Auf unserer Fahrt auf diesem Streckenabschnitt haben wir nicht alle Radwege so vorgefunden, wie sie auf manchen Karten verzeichnet sind und die Beschilderung war auch nicht immer eindeutig oder fehlte ganz, so dass wir die hier beschriebene Route und den GPS-Track als Momentaufnahme und Vorschlag für eine mögliche Tour verstehen.
Die hier beschriebene Strecke  überwindet eine Höhendifferenz von rund 350 Höhenmetern. Wer die Runde abkürzen will, kann von Klingenberg direkt nach Naundorf fahren (
am Mittelpunkt von Sachsen vorbei).

 

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In Freital folgen wir der Weißeritz aufwärts. Eine blaue Brücke führt uns ans andere Ufer.

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Freital-Hainsberg ist der Startbahnhof der Weißeritztalbahn (Sächsische Schmalpurbahn) nach Kipsdorf /Erzgebirge. In Tharandt geht es auch am Bahnhof vorbei, das große, schmucke Gebäude scheint leer zu stehen und könnte eine Renovierung gebrauchen.

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Vorbei am Schlossteich mit Blick auf die Burgruine. Die Berghänge im Tal der Wilden Weißeritz scheinen näher heranzurücken. Am Wegesrand liegen die vermauerten Zugänge zu den alten Silberstollen dieser Bergbauregion.

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Dieser Metallkumpel arbeitet schon mit modernerem Gerät!   "Reicher Silbersegen" (180 m langer Stolln, 1846 - 92, nahe Dorfhain).

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Weiter aufwärts im Tal der "Wilden Weißeritz" (Blick zurück). Die Wegweiser führen uns zur Winkelmühle.

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Der Mittelpunkt von Sachsen ist nicht mehr weit. Wir fahren nach Klingenberg. Aus dem Tal hinauf zum Bahnhof sind 100 Höhenmeter zu meistern!

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Wir erreichen den aktuellen Bahnhof Klingenberg-Colmnitz an der Bahnstrecke Dresden - Chemnitz - Werdau. Die Bahnsteige und der Wartebereich sind neu, das alte Bahnhofsgebäude macht eher einen traurigen Eindruck.

Hier zweigte die Strecke des Schmalspurnetzes nach Oberdittmansdorf oder Frauenstein ab. Einen Fahrrad-Wegweiser, gar mit Bezug zur alten Bahnstrecke, sucht man hier vergeblich. Aber etwas weiter südlich, an der Freiberger Straße (S190) kreuzte einst die Schmalspurbahn - (In den Luftaufnahmen z.B. bei Google Earth, kann man die Trasse noch erkennen.) - und zog mit großen Schleifen über die Felder Richtung Frauenstein. Einen richtigen, ausgebauten Bahntrassenradweg erwarten wir nicht, aber vielleicht kann man einige Abschnitte des alten Bahndamms befahren?
Den Abschnitt Colmnitz - Naundorf haben wir bei dieser Tour aus Zeitgründen nicht erkunden können! Der Abschnitt Naundorf - Dittmanssdorf wird weiter unten beschrieben.

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Wir folgen zunächst der Straße nach Obercolmnitz, denn unsere Zeit ist durch die Suche knapp geworden! In Niederpretzschendorf zeugt das hölzerne Bahnhofsgebäude von der alten Bahnstrecke.

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In Pretzschendorf ist die Wartehalle übriggeblieben. Über Friedersdorf fahren wir Richtung Oberbobritzsch. Einen Radweg auf der Trasse kennt hier niemand, aber auf der Anhöhe vor dem Ort finden wir dann doch den alten Bahndamm Richtung Frauenstein. So ein richtiger Radweg ist das wohl nicht, eher ein Wanderweg, und Wegweiser sind auch nirgends in Sicht (Juli 2013).
Leider drängt uns die Zeit, wir müssen noch zurück bis nach Wilsdruff. So bleibt der Rest der Strecke nach Frauenstein für eine zukünftige Tour.

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Abwärts durch das Bobritzschtal folgen wir den Spuren der alten Bahnstrecke. Über Naundorf, Falkenberg und Niederschöna geht es zurück nach Mohorn und zum Ausgangspunkt nach Wilsdruff.

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In Naundorf trifft man auf ein großes Viadukt über die Dresdner Straße und die B173. Von hier aus ist der Abschnitt nach Colmnitz offensichtlich befahrbar (von uns nicht überprüft).

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Rad-/Gehweg auf dem Viadukt und dem Bahndamm Richtung Colmnitz. Auf der westlichen Seite ist die Trasse in Höhe des ehemaligen Haltepunkts unterbrochen. Man muss auf der Straße weiterfahren.

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600 m weiter geht es wieder auf die Trasse. Der Walweg auf dem Damm führt zum Haltepunkt Falkenberg.

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Hier trifft man auch auf eine Beschilderung und auf Infotafeln zur Bahnstrecke.

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Zu Beginn der Strecke muss man zunächst an zwei großen Sperrgittern vorbei. Dann folgt zur Erinnerung an die Bahnstrecke ein "Haltepunkt".

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In großen Schleifen verlässt der Radweg das Tal der Bobritzsch und führt über den Berg nach Niederschöna. Dann geht es hinab ins Tal des Rodelandbaches. Hier mündet der Radweg vor dem Bahnhofsgelände Niederschöna.

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Der alte Wasserturm, schön restauriert, hat überlebt, ebenso eine alte Wasserfüllvorrichtung.

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Ein Stück der Bahntrasse innerhalb des Ortes ist asphaltierter Radweg (0,6 km). Weiter Richtung Oberschaar fährt man am besten auf der Straße. Von Oberschaar nach Dittmannsdorf ist die Trasse als Feldweg befahrbar (In Oberschaar auf die Haidaer Straße, nach dem Ort links ab), aber evtl. ruppig mit Schlaglöchern. In Dittmannsdorf mündet der Weg am Lagerhaus der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG) in die Strecke Nossen - Wilsdruff.  Der Radweg zurück nach Wilsdruff wurde im Abschnitt I/4 und I/3 in Gegenrichtung beschrieben.



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