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Eisacktal-Radweg: Brenner - Brixen - Bozen (96 km)

Seite 1: Brennerpass - Franzensfeste (Fortezza) - 46 km - Der neue Radweg auf der Trasse der ehemaligen Brennerbahn zwischen Brennerpass und Gossensass


Die Strecke mit dem Fahrrad über den Brennerpass nach Bozen ist eine wichtige Route für Italienfahrer. Der asphaltierte Radweg auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen der Passhöhe und Gossensass (Colle Isarco) führt durch zwei Tunnel und bietet atemberaubende Blicke ins Wipptal und auf die Berge des Pflerschtals. Etwa 11 km lang ist die Strecke vom Brenner bis zur Kehrschleife im Pflerschtal. Dort verlässt der Radweg die Trasse und führt recht steil hinab zum Pflerscherbach. Abseits der Straße führt ein schöner neuer Radweg durch das Tal nach Gossensass (16 km von der Passhöhe aus).

Der Abschnitt von Gossensass nach Sterzing (6,5 km) ist leider nicht so gut gelungen. Nach Überquerung der Brenner-Staatsstraße führt ein neuer, asphaltierter Radweg über Oberried und Unterried zum alten Zoll. Ein steiles Auf und Ab endet schließlich doch auf der Brennerstraße, etwa 1,5 km bis Sterzing muss man gefährliche Straße benutzen. Es wundert nicht, dass einige Radler gleich auf der Straße fahren.

Ab Sterzing führt ein Radweg entlang des Eisack in Richtung Süden. Dieser Radweg bleibt nicht immer im Tal des Eisack, sondern ist in seinem Verlauf gespickt mit einigen kurzen aber heftigen Steigungen. Vor Stilfes verlässt der Radweg erstmals das Tal des Eisack. Weitere Steigungen befinden sich bei Mezzaselva und im Bereich des Vahrner Sees. Dort ist die Oberfläche des Radwegs schlecht (Steine, Schotter) der Weg schmal.

Erst ab Brixen wird es wieder einfach, kilometerlang geht es ohne Mühe stetig leicht bergab. Im Jahr 2012 ist am südlichen Ortsausgang von Brixen ein ca. 1 km langes neues Stück Radweg hinzugekommen. Man muss nun nicht mehr durch das Industriegebiet fahren, sondern fährt direkt am Ufer des Eisack unter den Brücken hindurch

Noch eine kurze "Unebenheit" im Profil vor Waidbruck/Ponte Gardena, dann ist man auf der sehr gut ausgebauten Bahntrasse bis kurz vor Bozen. Der asphaltierte Radweg führt durch etliche Tunnel, im engen Eisacktal immer am Rande des Flusses. Hoch oben, auf Stelzen gebaut, begleitet uns die Brennerautobahn. Ohne Mühe erreicht man auf dem gut ausgebauten Radweg den Bahnhof und die Stadt Bozen.

Leider ist die Gesamtstrecke Brenner - Bozen nicht durchgängig asphaltiert, auf die Einzelheiten wird im Bildteil näher eingegangen. Für Skater und Rollstuhlfahrer ist natürlich besonders der untere Abschnitt auf der Bahntrasse zwischen Waidbruck und Kardaun ideal (18 km, bis Bozen 21 km).

Die Strecke zwischen dem Brennerpass und Bozen beträgt nun
96 km (wegen der Schleife durch das Pflerschtal), der Abschnitt auf dem Radweg von Sterzing nach Bozen beträgt rund 74 km. Von Brixen nach Bozen sind es rund 42 km. Da die gesamte Strecke von der Eisenbahn begleitet wird, kann man unterwegs notfalls auf den Zug umsteigen oder die Rückfahrt mit der Bahn antreten (Achtung: keine Mitnahmegaratie für Radler bei Überfüllung des Fahrradabteils).

Dem Radler, der die Strecke erstmals befährt, wird schnell klar: Das Wipptal und das Eisacktal sind viel zu schade, um nur auf dem Weg nach Süden mit dem Auto durchzubrausen. Sehenswerte Orte und landschaftliche Höhepunkte gibt es auf allen Streckenabschnitten. Besonders der neue Radweg auf der Trasse der Brennerbahn zwischen dem Pass und Gossensass sowie der enge Abschnitt des Eisacktals mit seinen vielen Tunneln werden für den Radler zur bleibenden Erinnerung.

Hinweis: Auf dem kleinen Höhenprofil links oben einen Abschnitt mit der Maus markieren, dadurch wird dieser Abschnitt des Tracks auf der Karte angezeigt.

 

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Höhenprofil der gesamten Strecke Brennerpass - Bozen

Mit Google Earth ansehen und Trackdownload:

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(Download mit Rechtsklick-Ziel speichern unter...)

Wegbeschreibung mit Bildern:

Teilstrecke Brenner - Gossensass- (15 km)

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Höhenprofil der Strecke Brennerpass - Gossensass

Mit der Fertigstellung des Radwegs auf der alten Brennerbahn hat sich die Strecke im Vergleich zur Fahrt auf der Staatsstraße um ca. 7,5 km verlängert, da der Umweg durch das Pflerschtal hinzukommt. Für die Radler aus Richtung Süden ermöglicht die neue Strecke ein bequemes Überwinden der 200 Höhenmeter aus dem Pflerschtal zur Passhöhe- wenn da nicht der kurze aber kräftige Anstieg hinauf zur Bahntrasse an der Kehrschleife wäre. Dies ist aber nur ein kleiner Wermutstropfen, denn die neue Strecke ist eine erhebliche Verbesserung, autofrei und landschaftlich reizvoll.

 

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Am Brennerpass, in 1374 m ü.NN geht es los. Blick auf den Bahnhof am Brennerpass.

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Etwa 600 m vom Bahnhof in südlicher Richtung führt die Beschilderung zum neuen Radweg: es geht rechts ab über eine kleine Brücke. In 50 m Entfernung sieht man schon den Beginn der Strecke.

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Am Hang entlang geht es leicht bergab, immer am hier noch sehr kleinen Eisackfluss entlang. An einem Felsvorsprung passieren wir einen alten Bunker. Kerzengerade begleitet der neue Radweg die alte Brenner Staatsstraße.

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Vor Brennerbad macht der Radweg einen kleinen Bogen und umgeht die Höfe.

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Um die aktive Bahnstrecke zu überqueren, muss zur Zeit noch die Straße benutzt werden.

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Nach der Brücke über den Eisack schwenkt der Radweg wieder rechts ab - Blick zurück Richtung Brenner.

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Die aktive Bahnstrecke verlässt das Tal und führt in den Tunnel. Wir fahren (am Hubschrauberlandeplatz) auf die breite, ausgebaute Trasse der alten Brennerbahn.

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Die Brennerautobahn begleitet uns linker Hand. Der erste Tunnel kommt in Sicht.

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Der asphaltierte Radweg verläuft auf der linken Seite der breiten, 130 m langen Röhre. Ausfahrt aus dem Tunnel!

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Am südlichen Tunnelausgang steht noch ein altes Bahnhäuschen: Kilometer 233 . Begleitet von Gänsegeschnatter rollen wir talwärts (Blick zurück).

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An einer mächtigen senkrechten Felswand vorbei erreichen wir den 2. Tunnel - nur 90 m lang, das Tunnelende ist schon in Sicht.

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Die schroffe Felswand auf der südlichen Seite des Tunnels musste gegen Steinschlag gesichert werden. Die Berge des Pflerschtals kommen ins Blickfeld.

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Ein Bahnwärterhäuschen verfällt langsam (km 232). Relikte aus vergangener Eisenbahnzeit!

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Ein Bahnhof taucht auf: Verlassen und vergessen zerfällt der Bahnhof Schelleberg (Moncucco).

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Die Schilder sind noch erhalten. Der Blick von hier ins Tal ist atemberaubend - die auf Stelzen geführte Brennerautobahn überragt den Ort Gossensass.

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Weiter hinab in Richtung Pflerschtal führt die Trasse. Die Bergseite ist stark befestigt.

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Hier waren aufwändige Arbeiten zur Sicherung des Hangs erforderlich. Wir nähern uns nun bereits der Kehrschleife.

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Noch einmal werden wir an die alte Bahnstrecke erinnert.

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Der letzte Tunnel ("alter Pflerschtunnel") taucht auf: hier endet der Radweg auf der Bahntrasse, die Strecke biegt nach links ab. Eine kleine Anhöhe muss überwunden werden.

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Dann geht es kräftig bergab ins Tal (13% Gefälle). Es folgen ein paar Serpentinen.

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Die Beschilderung ist gut, es werden auch Unterkünfte mit Telefonnummern angezeigt. Dann geht es geradaus abwärts unterhalb der Bahnstrecke.

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Der asphaltierte Radweg führt am Pflerscherbach entlang.

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Auf diesem Abschnitt muss mit motorisiertem Verkehr durch die Anwohner gerechnet werden!

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Dann biegt der Radweg wieder links ab und unterquert die Bahnstrecke. In flotter Fahrt bergab erreicht man Gossensass.

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An der Feuerwehrstation kurz vor dem Bahnhof Gossensass endet die Ausbaustrecke.

Hier besteht Anschluss an die heutige Bahnstrecke Richtung Bozen oder Brennerpass.

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