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Vía Verde del FC. Santander-Mediterráneo - Abschnitt Burgos - La Bureba 43,7 km + 9 km


 

Befahrung 09/2018

Der Ausbau der einzelnen Abschnitte des Radwegs auf der stillgelegten Bahnstrecke des "Santander-Mediterráneo" war im Jahr 2018 noch nicht abgeschlossen. Für die Befahrung der bereits fertiggestellten Abschnitte wählten wir deshalb möglichst günstig gelegene Startpunkte, in diesem Fall die Stadt Burgos. Von der sehenswerten Provinzhauptstadt aus, bekannt durch ihre große Kathedrale und die Lage am Jakobsweg, sind die beiden Abschnitte in nördlicher und südlicher Richtung gut mit dem Fahrrad erreichbar.
Der Abschnitt nördlich von Burgos führt zunächst durch das Gebiet "Alfoz de Burgos", ein von Getreideanbau geprägtes Flachland in über 800 Metern über dem Meeresspiegel, durchquert dann den schroffen, felsigen Abschnitt "La Hoz" (Schlucht) und führt hinauf zum Ort Peñahorada, dem Scheitelpunkt der Strecke in ca. 900 m ü.NN.
Durch eine karge, dünn besiedelte Berglandschaft geht es hinab ins Tal des Rio Homino. Der Radweg folgt dem Flusstal abwärts, dann durch die "Badlands" des "Valle de las Navas", geprägt von eindrucksvollen farbigen Erosionen an den Hängen zu beiden Seiten des Radwegs.

In der Region "La Bureba" werden die Böden fruchtbarer, landwirtschaftliche Nutzung bestimmt das Bild der Landschaft, in der sich der Fluss durch das breiter werdende Tal schlängelt.

Der Ausbau des Radwegs endet abrupt in der Einöde, ca. 300 m vor dem Ort Castellanos de Bureba, der 2017 laut Wikipedia noch 4 Einwohner hatte. Der nächste größere Ort, Oña (ca.1200 Einw.), liegt 6 km weiter flussabwärts.

Die stillgelegte, noch nicht ausgebaute Bahntrasse führt weiter talwärts zum Río Ebro, folgt dann dem Rio Nela aufwärts und erreicht nach etwa 58 km bei Santelices (Viadukt) den ausgebauten Radweg zum Tunnel von Engaña.

Die Stationen:

(Burgos) - (Villarmero) - Sotopalacios - Villaverde de Peñahorada - Peñahorada - Lermilla-Quintanarruz - Arconada de Bureba -Lences de Bureba - Poza de la Sal - (Terminón-Castellanos de Bureba)




 

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Valle de las Navas

 
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Wir beginnen die Fahrt in Burgos am Río Arlanzon, den wir bereits von seinem Ursprung in der Sierra de la Demanda her kennen. Die Provinzhauptstadt mit ihrer historischen Altstadt ist ein attraktiver Ausgangspunkt. Über die Brücke und durch das Portal Arco de Santa María erreicht man die mächtige gothische Kathedrale.

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Weniger gut zu finden ist ohne GPS der Ausgangspunkt der Vía Verde, der ca. 9 km nördlich inmitten der Felder beginnt. Wegweiser haben wir vergeblich gesucht. Jenseits der Industriegebiete am nördlichen Stadtrand bei dem kleinen Ort Sotragero beginnt (oder endet) die ausgebaute Strecke - etwa bei Kilometer 22 des Radwegs. Die folgende Beschreibung ist eine Möglichkeit, den Startpunkt mit dem Fahrrad zu erreichen.

Um den Burgberg zu umgehen kann man zunächst dem Radweg am Rio Arlanzon flussabwärts folgen (ca. 1,5 km), überquert dann den Fluss an der Avenida de la Universidad. Am nächsten Kreisverkehr (Avenida Oscar Romero) beginnt ein roter Radweg, der am großen Friedhof (Cementerio Municipal San José) vorbei in das Industriegebiet im Norden der Stadt führt.

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Leider endet dieser rote Radweg schon bald wieder im Industriegebiet. Weiter nördlich endet die Straße (Merindad de Cuesta Urria) als Sackgasse. Geradeaus weiter führt ein gut fahrbarer Feldweg über die neue Autostraße. Dann erkennt man rechter Hand die alte Bahntrasse des F.C. Santander-Mediterráneo.

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Kilometer 259,9, nur einige hundert Meter vom ehemaligen Haltepunkt Villarmero (km 260,6) und 8,8 km vom Bahnhof Burgos. Noch ist die Trasse nicht ausgebaut, der Feldweg mündet vor Villarmero auf die kleine Straße. Nach 1,5 km erreicht man den Startpunkt der Vía Verde.

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Eine Infotafel und ein Wegweiser, so beginnt der Radweg "La Bureba". Ein holpriger Feldweg, teils zugewachsen, führt auf der Trasse zurück Richtung Burgos, wo die alte Bahnstrecke von Straßen und Industrieanlagen überbaut wurde. Die Vía Verde selbst ist nicht asphaltiert, sondern erhielt eine Decke aus festgewalztem Splitt und Sand, an manchen Stellen auch schon wieder recht lose.

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Es folgt zunächst eine schier endlose Gerade. Die Kilometrierung ist eher willkürlich: Kilometer 262 der Bahnlinie entspricht hier Kilometer 22 des Radwegs, Kilometer Null liegt am nördlichen Ende des kleinen Ortes Qintanarruz (17 Einw.) etwa bei Bahnkilometer 284.
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Überquerung des Río Ubierna auf einer roten Brücke mit neuem Holzbelag, dann Unterquerung der Autobahn A-73. Auch danach geht es schnurgerade weiter, KIlometer 265,3, die ungeraden Hektometersteine immer links.
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Der Bahnhof von Sotopalacios ist eine baufällige Ruine. Aber der schattige Rastplatz unter den großen Bäumen ist neu!
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Nach dem Bahnhof geht der Radweg in einen schmalen Pfad über. Deshalb führt eine kurze Umfahrung gleich hinter dem Gebäude rechts ab und durch den Ort. Dort kann man die Nationalstraße N-623 überqueren. Am nördlichen Ortsende trifft man wieder auf die ausgebaute Strecke.

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Vorbei an den Resten eines Signals. Und noch einmal kreuzt der Radweg den Río Ubierna.
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Die Ruine des Bahnhofs von Villaverde de Peñahorada ist zugewuchert.

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Bahnkilometer 270,7. Die Berge rücken näher heran, und ein tiefer Einschnitt taucht in der Ferne auf.  Von Zeit zu Zeit stehen am Rande der Trasse noch die alten Tafeln mit den Anweisungen für den Lokführer und den Bremser. 
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 Etwa bei Kilometer 13 des Radwegs beginnt ein felsiger Durchbruch gefolgt von zwei Tunneln: Hier hat sich der Bach "Arroyo de la Hoz" tief in das Gestein eingegraben (Desfiladero de la Hoz).
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Túnel de la Hoz (84 m) - Südportal    und Túnel de Callejón (121 m) - Nordportal
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Fast unmerklich geht es bergauf, die schroffen Felshänge bleiben zurück, die Landschaft öffnet sich. Vorbei an einem alten Gemäuer (wahrscheinlich eine Verladeeinrichtung des nahen Steinbruchs)), dann kommt der nächste Bahnhof in Sichtweite.
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Bahnhof Peñahorada, einst ein stattliches Gebäude, heute nur noch ein baufälliges Skelett, ebenso wie die Nebengebäude. Noch lange zieht sich der Bahnsteig an der Trasse entlang.
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Der Scheitelpunkt der Strecke ist nicht mehr weit! Unterhalb des schroffen Felsens liegt der Ort Peñahorada, mit zwar nur noch 26 Einwohnern, aber bei den Sportkletterern der Region wohl bekannt. Die Straße CL-629 muss überquert werden, der Höhenmesser zeigt 904 m ü.NN. Ab hier geht es gemächlich bergab.
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Zur Sicherung der Abhänge wurden reichlich Geländer aus Holz installiert.  Auf der linken Seite kommt der Ort La Molina de Ubierna in Sicht (34 Einwohner).

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Vorbei an Steinmauern und hölzernen Geländern, es geht immer noch leicht bergab.

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Der Radweg überquert den Rio de La Molina. Auf dem Hügel erkennt man die Ruinen einer ehemaligen Einsiedelei (Ermita de Nuestra Señora de los Ángeles). Dann erreicht man Quintanarruz.

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Von der einstigen Brücke stehen nur noch die Fundamente. Am Ortsende ist Kilometer Null dieses Wegeabschnitts, etwa bei Bahnkilometer 284.

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Die Kilometerierung zählt nun wieder abwärts, ab Km 21,7 in Quintanarruz - etwas verwirrend? Der nächste Bahnhof, Lermilla-Quintanarruz, ist auch nur noch eine Ruine.

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Ein alter Wasserbehälter ist übriggeblieben

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In Lermilla mündet der Rio de La Molina in den Rio Homino. Es beginnt eine Fahrt durch das Valle de las Navas, ein von Erosionen geprägtes Flusstal mit bunten Sand- und Gesteinsformationen.

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"Valle de las Navas"

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Weiter flussabwärts am Río Homino passiert man den Bahnhof von Arconada (Radweg Kilometer 14/ Bahn-Km 292), dann den Ort Lences de Bureba.

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Hier gibt es eine kleine Gaststätte/Bar. Die alte Brücke und die Kirche zeugen von vergangenen Zeiten, heute leben nur noch wenige Familien hier. Der Bahnhof ist eine Ruine.

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Die Straße nach Poza de la Sal. Der touristisch interessante Ort (ca. 350 Einw.) mit seiner Burg liegt ca. 2 km abseits der Trasse. Der stattliche Bahnhof ist, wie so oft an dieser Strecke, eine Ruine.

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Von der früheren Bedeutung des Ortes zeugen die Ausmaße des Bahnsteigs und der Nebengebäude. Nur noch wenige Kilometer bleiben bis zum Ende des Radwegs (Stand 9/2018).

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Bei Castellanos de Bureba, einem entvölkerten kleinen Ort, endet der Ausbau unvermittelt.

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Hier ist Kilometer Null dieses Abschnitts. Der verlassene Bahnhof Terminón-Castellanos de Bureba liegt gut einen Kilometer weiter nördlich.

Es bleibt zu hoffen, dass der Weiterbau des Radwegs und der Anschluss nach Santelices zum Tunnel von Engaña nicht allzu lang auf sich warten lässt.

 

 




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