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Vía Verde del FC. Santander-Mediterráneo - Tramo Burgos - Cojóbar - Cascajares 50 km


 

Befahrung 09/2018

Der Abschnitt des Radwegs auf der stillgelegten Bahnstrecke des "Santander-Mediterráneo"  von der Stadt Burgos aus in südlcher Richtung besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil bis nach Cojóbar (14 km) ist seit 2013 ausgebaut, der zweite Teil bis Cascajares (36 km) erst seit 2018. Noch fehlen die 38 km bis zum Anschluss an den Radweg nach Soria bei Hontoria del Pinar.

Der Anfang des Radwegs in Burgos ist nicht weit von der Altstadt und dem Fluss Arlanzón entfernt. Vom Portal Arco de Sta. Maria flussabwärts (westlich) bis zur Brücke Puente de Castilia, links ab über den Fluss zum Kreisverker und geradeaus weiter ca. 300 m. Dort, in der Calle Dr. José Luis Santamaría befindet sich der alte Bahnhof (Antigua Estación de Ferrocarril de Burgos), der aufwändig renoviert wurde. Man überquert den breiten Bulevar del Ferrocarril  am Zebrastreifen und folgt dem roten Radweg auf der Calle Doctor Luis Fournier, der in einem Bogen in südöstlicher Richtung stadtauswärts führt. Etwa 250 m weiter, am Kreisel in der Calle Alfareros, beginnt die Via Verde.

Der rote Radweg erreicht schnell den Stadtrand, unterquert den Zubringer BU-11 und die Autobahn A1 und führt in südöstlicher Richtung hinauf in das Hügelland auf ca. 930 m ü.NN. Schon nach 3,8 km endet der Asphalt. Auf einer holprigen Trasse (Stand 2018) geht es vorbei am ehemaligen Haltepunkt Cardeñadijo zum einzigen Tunnel dieses Abschnitts. Der Túnel de Los Barrancos (Túnel de Modúbar) ist 588,5 m lang und unbeleuchtet: Licht am Fahrrad ist erforderlich!

In einer großen Schleife geht es hinab nach Modúbar und weiter nach Cojóbar. Dort endet der erste Abschnitt der Vía Verde nach 13 km.

Der neue zweite Teil der Strecke, mit einer Fahrbahn aus grobem Splitt und Kies, ist im Jahr 2018 eröffnet worden. Weitere 37 km auf der Trasse des "Santander-Mediterráneo" durchqueren eine bevölkerungsarme Landschaft. Größere Städte sucht man hier vergeblich und selbst die Dörfer werden oft nur noch von wenigen Familien ganzjährig bewohnt. Die ehemalige Bahnstrecke verläuft abseits der großen Straßen, und die Haltepunkte und Bahnhöfe, heute meist nur noch Ruinen, sind weit von den Ortschaften entfernt, deren Namen sie tragen.

Die Trasse folgt dem Río Ausín, einem Nebenfluss des Río Arlanzón, bis Revilla del Campo, dann dessen Quellfluss Río Lara. Es geht hinauf zum Scheitelpunkt auf 1029 m ü.NN nahe dem Ort Paúles de Lara. Der kleine Fluss Río de San Martin begleitet den Radweg auf den letzten Kilometern. Am ehemaligen Haltepunkt (=Apeadero) Cascajares-Hortigüela, wo die Bahntrasse die Nationalstraße N-234 überquert, endet bisher der Ausbau (09/2018).

Die Radler können auf einen baldigen Weiterbau der fehlenden 38 km nach Hontoria del Pinar nur hoffen, sonst bleibt nur die evtl. risikoreiche Fahrt auf dem Randstreifen der Nationalstraße. Die Provinzhauptstadt Soria ist von hier noch 105 "Fahrradkilometer" entfernt.


Die Stationen:

Burgos - Cardeñadijo - Modubar de la Emparedada - Cojóbar - Los Ausines - Revilla del Campo - Campolara - Cascajares-Hortigüela




 

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Im Bergland bei Paúles de Lara in 1000 m ü.NN.
 
Trackdownload (gpx):

GPX-Track Download (anklicken) [GPSLogo.jpg]
 
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Der alte Bahnhof Antigua Estación de Ferrocarril de Burgos - hier beginnt unsere Fahrt Richtung Süden.

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Aber hier fanden wir noch keinen Hinweis auf die Vía Verde. Am Zebrastreifen über den Bulevar del Ferrocarril, dem roten Radweg auf der Calle Doctor Luis Fournier entlang in einem Bogen zum Kreisverkehr an der Calle Alfareros, dort beginnt der Radweg auf der Bahntrasse.

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Die dichte Bebauung läßt die alte Bahntrasse nur noch erahnen, ein Viadukt führt die Radler unter der Autostraße hindurch.

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Die Beschilderung ist mit den üblichen Graffitti verschmiert, teils völlig unleserlich, aber die früher übliche Beschilderung der Vías Verdes zeigt uns, dass wir hier richtig sind. Gerade erst (2017) wurden ca. 200.000 € für Verbesserungen an diesem Abschnitt investiert.

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An der Brücke des Autobahnzubringers zweigt der nun grüne Radweg vom Fußgängerweg ab. Hier findet man auch die alte Kilometrierung der Bahntrasse des "Santander-Mediterráneo" .

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Das Andreaskreuz eines unbeschränkten Bahnübergangs ist erhalten geblieben, hier liegen noch die Reste der Schienen. Die Asphaltdecke des Radwegs ist in die Jahre gekommen und hat reichlich Risse.
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Nach etwa 4 KIlometern endet der Aspphalt. Verfestigter Sand und Kies bilden nun die Fahrbahn, teils bereits wieder in Auflösung.
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Der erste Bahnhof (Haltepunkt) Cardeñadijo, 4,98 km vom Bahnhof Burgos entfernt, wurde restauriert und dient als Privathaus. Der Radweg führt an einem Rastplatz vorbei in das Bergland.
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Die karge Landschaft wird teils noch für den Getreideanbau genutzt, der Radweg bleibt holprig und staubig. Bald begleitet uns eine dichtere Vegetation mit höherem Baumbestand. Unvermittelt taucht ein Tunnel vor uns auf.

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 Der einzige Tunnel dieses Abschnitts, der Túnel de Los Barrancos oder auch Túnel de Modúbar genannt, 588,5 m lang und unbeleuchtet. Wir sind etwa bei Bahnkilometer 243. Hinter dem Süpdportal öffnet sich die Landschaft.
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Der erste "Gipfel" (ca. 911 m ü.NN.) ist überwunden. Es geht nun hinab in die Ebene, immerhin noch ca. 870 m über NN.

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Durch tiefe Einschnitte führt die Trasse in einer Schleife bergab, die Brücke einer kleinen Straße überquert den Radweg.
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Die Fahrbahn ist sandig, teils holprig. Schienereste treten zutage, wo die Oberfläche vom Regen weggespült wurde. Am Rande der Piste stehen Infotafeln, hier über die Signalisation der Bahnlinie.
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Kilometer 9 des Radwegs, eine Ortschaft taucht in der Ferne auf. Ein für uns schwieriger Name: Modúbar de la Emparedada
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Nicht nur ein Haltepunkt, sondern ein "echter" Bahnhof, teils von dichtem Bewuchs verdeckt, fast tropisch anmutend: das Gebäude scheint unbewohnt.
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Ein Gemälde schmückt den Eingang, Relikte aus der Eisenbahnzeit stehen auf dem Gelände.
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Auch die Gepäckhalle ist in gut erhaltenem Zustand. Weiter geht es durch die felsigen Einschnitte der alten Eisenbahnstrecke.

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Auf dem Weg nach Cojóbar warter ein einsamer Fahrgast auf den Zug, der Exodus der Landbevölkerung ist auch hier unübersehbar. Nach den Angaben auf den Informationstafeln am Wegesrand verkehrten 1984 noch täglich 2 Züge.  Bei Kilometer 238 erreicht man schließlich den Ort Cojóbar.

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Hier sollte der Ausbau nach den bisherigen Unterlagen eigentlich zuende sein. Auf den Tafeln steht zwar 12 km, aber sowohl die Bahnkilometer als auch unser GPS-Gerät sagen uns, es sind gute 13 km. Zu unserem Erstaunen geht der "alte" Radweg hier lückenlos in einen neuen Abschnitt über.

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Weitere 36,9 km in Richtung Soria erwarten uns (auf der nächsten Seite).

 




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